Sekundäre Pflanzenstoffe

Dass Gemüse und Obst gesund sind und zudem wichtige Inhaltsstoffe enthalten, welche unsere Gesundheit auf vielfältige Weise verbessern, wissen schon unsere Kinder. Doch neben den bekannten Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen liefern sie auch sekundäre Pflanzenstoffe, die nicht nur in Gemüse und Obst sondern auch in Samen, Vollkornprodukten und Kartoffeln stecken

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Farbenfrohe Vielfalt mit Potenzial

Immer mehr Ergebnisse aus epidemiologischen Studien belegen, dass eine hohe Zufuhr von sekundären Pflanzenstoffen über pflanzliche Lebensmittel nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten verringern, sondern dass diese Substanzen auch das Risiko für verschiedene Krebsarten senken können. Einige wirken cholesterolsenkend, andere verbessern die Funktion der Blutgefäße oder senken den Blutdruck. Ihre antioxidativen, entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkungen sind schon aus Tier- und experimentellen Studien bekannt.

Zu den wichtigsten Gruppen der sekundären Pflanzenstoffe zählen:

Flavonoide: verleihen vielen Gemüse- und Obstarten ihre rote, blaue, gelbe und violette Farbe und sind beispielsweise in Äpfeln, Zwiebeln, Soja und Tee enthalten. Eine Untergruppe stellen die Proanthocyanidine dar. Sie kommen in Beeren, Rotwein, Äpfeln, Tee, Nüssen und Schokolade vor.

Carotinoide: Von den über 700 verschiedenen Carotinoiden haben etwa 50 Provitamin A-Aktivität. Die Carotine – wie α- und β-Carotin sowie Lykopin – kommen v. a. in orange-gelb-rotem Gemüse und Obst vor. Die Xanthophylle wie Lutein, Zeaxanthin und β-Cryptoxanthin finden sich überwiegend in grünem Gemüse.

Phytosterole: sind aufgrund ihrer chemischen Struktur und ihrer Funktion im Organismus dem tierischen Cholesterol sehr ähnlich. Sie sind wichtige Bestandteile von pflanzlichen Zellmembranen. In Lebensmitteln finden sie sich vor allem in fettreichen Pflanzenteilen wie Nüssen, Saaten und Vollkorn.

Phytoöstrogene: werden in drei Strukturklassen eingeteilt: Isoflavone, Lignane und Coumestane. Sie reagieren mit den menschlichen Östrogenrezeptoren und können dadurch die Aktivität der körpereigenen Östrogene nachahmen oder blockieren. Hauptquelle für Phytoöstrogene stellen Soja und Sojaprodukte dar. In Vollkornprodukten und Leinsamen sind sie ebenfalls enthalten.

Glucosinolate: sind in Senf, Rettich, Kohl, Kresse und Radieschen enthalten und verleihen diesen als scharf schmeckende Aromastoffe ihren typischen Geschmack.

Bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt es eine informative Übersicht über sekundäre Pflanzenstoffe und ihre diskutierten gesundheitlichen Wirkungen. 




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