Infektanfälligkeit

StressViele Überstunden, wenig Schlaf, dann steht noch ein Umzug an und nichts ist gepackt – da muss nur ein Schnupfenvirus herumirren, schon hat man sich die dicke Erkältung eingefangen. Dass Stress vor allem anfälliger macht für Atemwegsinfekte ist wissenschaftlich erwiesen. Im Speichel von Menschen mit chronischem Stress fanden Forscher deutlich weniger Immunglobuline, die bei der Viren-Abwehr eine Rolle spielen, als bei Nichtgestressten.

Warum die allgemeine Infektanfälligkeit erhöht ist, kann mit der Überbeanspruchung von Nerven- und Hormonsystem bei andauernder Stress-Reaktion im Körper zusammenhängen. Die Immunzellen erhalten Stresssignale, wodurch sie geschwächt werden oder nicht mehr richtig arbeiten können. Das zieht Krankheitserreger geradezu an wie ein offenes Fenster einen Einbrecher.

Besonders betroffen von Infektanfälligkeit ist auch der Darm, unser größtes Immunorgan. Hier befinden sich 70 Prozent aller menschlichen Abwehrzellen.

Besonders anfällig für Infekte sind z.B. Menschen, die Schichtarbeit leisten. Auch in Prüfungssituationen kann das Abwehrsystem geschwächt und der Körper damit anfälliger für Infekte sein. Hier können spezielle probiotische Kulturen von Milchsäurebakterien (Lactobacillus casei) in Joghurtdrinks helfen, die Abwehr vom Darm ausgehend zu verbessern. Bei Studenten im Prüfungsstress konnte dieser helfen, das Niveau bestimmter Immunzellen (oder Abwehrzellen) konstant zu halten. In einer Studie mit Schichtarbeitern konnte durch den regelmäßigen Verzehr des probiotischen Joghurtdrink sogar das Auftreten von  häufigen Infektionskrankheiten reduziert werden.