Disneyland Paris – märchenhaft

Acht Jahre jung ist das Schulmädchen Madeleine aus Reims, aber am Abend schreitet sie wie eine echte Prinzessin mit Krone am Köpfchen und blauer Seide am Körper durch die Hotelhalle, trotz oder gerade deswegen so putzig, weil Frankreich ja eine der ältesten Republiken Europas ist! Dem Mädchen begegnet die etwas jüngere Brigitte aus Metz mit der Micky Maus an der Hand, ihr Brüderchen Gerard schwingt seinen kurzen Piratensäbel. Überall leuchtende Kinderaugen. Walt-Disney-Figuren schleichen im Foyer herum und lassen sich auf einer kleinen Bühne mit den Kindern photographieren. Und immer wieder gibt die niedliche, stets lächelnde Micky Maus die gewünschten Autogramme.

Kinderaugen leuchten. Man hat einen ganzen Tag im mächtigen und prächtigen Disneyland hinter sich und freut sich auf den morgigen. Dort warten Kaskaden von Überraschungen und Erlebnissen. Man kann mit der fauchenden Eisenbahn fahren, Paraden genießen, sich von Kaiserin Elisabeth (Sissi) umarmen lassen, Pinocchio begleiten, den Schneewittchenwald erkunden, die Achterbahn fahren, soviel man mag, Seeräuberverstecke suchen, sich von Gespenstern und einer spukenden Braut die Nerven kitzeln lassen, Filmkulissen betrachten, Zeichentrickfilme anschauen, Würstel genießen - und Shows mit all den Märchenfiguren, die Kinder zwischen der Ära der Brüder Grimm und Walt Disney und darüber hinaus in den Bann schlagen.

Leuchtende Kinderaugen weiter in den Wüstenoasen Afrikas mit Quellen und Palmen, im amerikanischen Ambiente der Goldgräberstimmung, der Westernfilme und des Zuckerbäckerstils, inmitten der asiatischen Legenden und der Wirbelfahrt durch australische Meeresströme. Wir erleben eine musikalische Kreuzfahrt rund um die Erde, turbulente Weltraumabenteuer und die Stürmung einer spanischen Festung!

Kinderaugen leuchten natürlich auch am und im monumentalen Repräsentanten Europas. Man nimmt staunend zur Kenntnis: Old Europe verkörpert das Schloß Neuschwanstein des Bayernkönigs Ludwigs II., der auch „Märchenkönig” genannt wird. Der Nachts erstrahlt das hoch aufschießende Gebäude in vielen Farben, am schönsten ist es im Silberkleid, wenn Goldregen aus dem Schornstein flattert. Innen grandiose Farbfenster und die wundersamen Klänge aus Opern des Komponisten Richard Wagner. Eines der nachhaltigen Aha-Erlebnisse, das zeigt, wie sehr neben Donald-Duck-Geschnatter und Cowboysongs, Schiffssirenen und Dampfausstößen der Eisenbahn eine scheinbar schwere und getragene Opernmusik zu dieser Festtagsstimmung paßt, ja notwendig erscheint. Nirgends auf dem Globus wird Kindern klassische Musik - sozusagen spielend - so nahe gebracht wie hier in der Imitation des bekanntesten Schlosses unter unserer Sonne! „Es war einmal”, so beginnen viele Märchen, die nach einem schrecklichen Erlebnis gut enden. So funkelnagelneu wie brillant und epochal die choreographische Gestaltung des Schicksals der wunderschönen Rapunzel, umrahmt von bezaubernden Balletteinlagen und ebensolchen Orchesterklängen. Man weiß bis zum phantastischen Finale gar nicht, was einem mehr imponiert - das Märchen oder Mädchen, die Musik oder der Märchenprinz?

Rapunzel trägt zunächst einen langen geflochtenen Blondschopf, auf dem sich Hexe wie Liebhaber in den Turm, in dem das schöne Kind gefangen sitzt, hinaufhanteln. Bis die Haare geschnitten werden und eine Odyssee beginnt, die sich aber reiz- und wundervoll auflöst! Die Getrennten können sich nämlich am Ende glücklich in die Arme schließen. Im Disneyland reflektieren ihre ungewöhnlich strahlenden und anmutigen Gesichter die stets leuchtenden Kinderaugen auf eine Weise, die immer wieder Tränen der Rührung hervorbringt. Und vor welcher Kulisse genießen Rapunzel und der Königssohn das Happy end? Vor der Kopie des Schlosses Neuschwanstein (siehe Bild) in den bayerischen Alpen.

„Es war einmal” - und auch das gehört zu unserer Geschichte - in den Schweizer Alpen eine Forschergruppe unterwegs, die Weite und Breite des Verlangens der Neugeborenen, ABC-Schützen und Teenager neu definierte. Wir sind damit bei den international renommierten Psychologen Jean Piaget und Bärbel Inhelder vom Genfer See, die von „kognitiven Strukturen” der Kinder und deren Bedürfnissen so logisch sprachen, daß sie heute weltweit Allgemeingut sind. Sie haben von Hanna Spyri und ihrer Heidi gelernt: Das Echo auf Schweizer Bergeshöhen kann für das Kind wichtiger sein als der prall gedeckte Tisch im Frankfurter Bankiersmilieu. Unvergessen in diesem Zusammenhang auch die Berlinerin Charlotte Bühler, die als Professorin für Kinderpsychologie in Los Angeles höchste Anerkennung fand! Akkurat dort steht heute der erste und größte Disneypark unserer Erde. Von Kalifornien schwappte dann die Woge nach Paris.

Wer Kinder fördern will (und das ist doch selbstverständlich), sollte ihnen Märchen erzählen oder erzählen lassen. Und vielleicht einmal mit dem Gedanken spielen, ein (preisgünstiges) Ticket in die französische Metropole zu kaufen! Zum Wohlergehen unseres Nachwuchses gehören auch Rapunzel, Micky Maus, Peter Pan, Pippi Langstrumpf und Pinocchio - und diese findet man selbstverständlich im Disneyland am Rande von Paris. „Das Heidi” haben wir leider nicht gesehen.(Dr. Rudolf Reiser)

Informationen der Veranstalter

Die drei Tage/zwei Nächte Pauschale ist beispielsweise in Disney´s Sequoia Lodge bereits ab 278 Euro pro Person im Doppelzimmer inklusive aller Mahlzeiten und Eintritt in beide Disney Parks erhältlich. Und das Beste:

Kinder unter sieben sind inklusive!

Mit über 215 Millionen Besuchern seit seiner Eröffnung 1992 ist Disneyland Paris das meistbesuchte und beliebteste Kurzreiseziel in Europa (15,4 Millionen Besuche in 2009). Zum Resort gehören zwei einzigartige Themenparks, Disneyland Park und Walt Disney Studios Park, sieben Disney-Themen-Hotels mit etwa 5.800 Zimmern sowie 2.400 Zimmer in Partner-Hotels, zwei Convention Center mit modernster Technik und ein 27-Loch Golfplatz.

Darüber hinaus bietet Disneyland Paris mit dem Disney Village eines der größten Unterhaltungszentren in der Ile-de-France Region. Auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern finden sich hier Themenrestaurants, Geschäfte und ein Multiplex-Kino. Insgesamt bietet Disneyland Paris 53 Attraktionen, 55 Geschäfte und 74 Themenrestaurants. Seit April findet das New Stars Festival statt. Ganz aktuell eröffnete im Sommer 2010 im Walt Disney Studios Parkdas Toy Story Playland mit drei neuen Attraktionen.

Kontakte: - Tel.: 01805 81 89 - Internet: www.disneylandparis.com

BU: Rapunzel zieht an der Seite ihres Verehrers, eines Königssohns, im Disneyland ein, wo beiden die halbe Welt zu Füßen liegt. Ihr Ziel ist das „Märchenschloß” Neuschwanstein (rechts) des „Märchenkönigs” Ludwigs II. von Bayern.




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