Weihnachten und Sylvester in London

Englands Weihnachts-Traditionen lassen sich größtenteils auf die Überlieferungen festlicher Gepflogenheiten am Hofe des sagenumwobenen König Artus zurück führen. Damit gründete sich das bis heute zelebrierte Brauchtum vermutlich bereits um 500 n. Christi: Spielleute und Akrobaten wurden einst an den Hof gerufen, um in den Pausen des ebenso üppigen wie Zeit füllenden Festmahles die Gäste zu erfreuen. Bunt und fröhlich gestalten sich auch heute noch Englands Weihnachtsfeste. Alle Räume werden mit Misteln, Stechpalmen, Lorbeer und bunten Girlanden geschmückt. Unser Schmuck-behangener Tannenbaum kam schließlich im 19. Jahrhundert mit Prinz Albert von Sachsen-Coburg, und Gotha, Cousine und Ehemann Queen Viktorias - ins Land. Doch neben allem munteren Treiben brachten die Jahrhunderte auch stille, sehr innerlich-feierliche Facetten in den Festablauf ein. In London gehört sicherlich das jährliche Weihnachts- Konzert des Westminister Abbey Boy Choir’s zu den Höhenpunkten.

Die heutige Schule wurde im Jahr 1919 erbaut – der Chor selbst wurde bereits im 16. Jahrhundert gegründet; seither werden an der bedeutensten Kirche Britanniens etwa 30 Jungen im Alter von 8 bis 13 Jahren im umfassenden elisabethanischen Geiste erzogen. Der Chor gibt seit Jahren konzertante Aufführungen in der ganzen Welt – u.a. gastierte man in Moskau und Hongkong, andere Reisen führten nach Australien und Amerika.

Am 25. Dezember ist London im Winterschlaf, lediglich in den See-Becken des Hyde-Parks ist um 9 Uhr morgens ein erfrischendes Wettschwimmen vorgesehen. Es stehen keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung, und Museen, Geschäfte und die meisten Restaurants bleiben geschlossen , bis dann am 26. Dezember, dem Boxing-Day, ganz London auf den Beinen ist, um nach Schnäppchen zu jagen. Dann öffnet auch im Hyde-Park das Winter-Wonder-Land wieder seine Pforten. Es erwartet Sie eine Art Rummelplatz mit britischen kulinarischen Köstlichkeiten und verschiedenen Fahrgeschäften. Ab dem 27. 12. funktioniert in London wieder alles ganz normal, und man kann getrost den üblichen touristischen Pfaden folgen.

Am New Years Eve ist gilt allerdings in London wieder der Ausnahmezustand , denn schon ab 17 Uhr sind die Londoner unterwegs zu den Themsebrücken und Ufern rund um das London Eye, um einen guten Stehplatz mit uneingeschränkter Sicht auf das Sylvester-Feuerwerk zu ergattern. Wer sich nicht dem Gedränge ausliefern möchte, der sollte sich rechtzeitig um einen Platz in einem Themseboot bemühen, welches ganz nah an das wunderbare Spekatkel heranfährt. Diese Bootsfahrten werden von einigen Restaurants am Ufer der Themse angeboten.

Als Hotelempfehlung wäre das Milestone-Hotel zu nennen - ein 5-Sterne-Hotel, welches zur Leading-Hotels-of the-world-Gruppe gehört. Das Hotel liegt in einer eleganten Wohngegend in Kensington, direkt am Kensington-Palace mit seinen wunderbaren Parkanlagen. Das Haus bietet individuell gestaltete Zimmer, ganz im Stil britischer Gemütlichkeit. Über die Weihnachtszeit werden alle Zimmer mit einem echten! Tannenbaum geschmückt – also so ganz auf deutsche Tradition muss keiner verzichten:

Die Küche ist traditionell englisch und sicherlich nichts für den verwöhnten Gaumen eines internationalen Gastes. Auch sollten die Erwartungen an den SPA-Bereich nicht zu hoch gesteckt werden. Das Hotel beschäftigt jedoch einen außergewöhnlich engagierten Concierge namens Jose , der den Gästen immer und unermüdlich mit Rat und Tat zur Seite steht.

Zur Reiselogistik : Es ist völlig ausreichend, wenn sie in London am 23. Dezember eintreffen, selbst wenn sie noch Weihnachtseinkäufe erledigen wollen. Am 23. und 24. sind die Geschäfte bis abends geöffnet (auch an Sonntagen). Vor dem heiligen Abend gibt es teilweise bis zu zweimal täglich Weihnachtskonzerte in der festlich geschmückten Royal Albert Hall. Hier haben sie die Möglichkeit einerseits Weihnachtslieder einfach nur passiv zu genießen oder bei einigen Klassikern mitzusingen. Es ist besonders beeindruckend, wenn mehrere Tausend Stimmen Christmas Carols schmettern. Für den 24. empfehle ich, auf alle Fälle an einem Weihnachtsgottesdienst teilzunehmen – selbst wenn man es nicht in die Westminster Abbey schaffen sollte. Hierfür sollte man sich schon Anfang Oktober um Eintrittskarten bemühen, welche dann Anfang Dezember persönlich abgeholt werden müssen. Es ist auch empfehlenswert, mindestens eine Stunde vor Beginn des Gottesdienstes in der Kirche zu sein, um einen guten Platz zu bekommen. Übrigens sind hier neben den anglikanischen Kirchenoberhäuptern auch Vertreter des öffentlichen und politischen Lebens in die Lesung der Weihnachtsgeschichte eingebunden.
In diesem Sinne: Merry Christmas & Happy New Year!




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