Auch wenn der Aufbau des Knochengerüstes mit etwa 30 Jahren abgeschlossen ist, kann man auch danach für gesunde, starke Knochen noch eine Menge tun. Und das ist auch nötig. Denn bei Menschen über 50 wird die Knochenmasse bereits stark abgebaut. Besonders hoch ist das Risiko für Frauen. Während der Wechseljahre kommt es bei ihnen zu einem Mangel des Hormons Östrogen, das die Kalzium-Aufnahme in den Knochen steuert. Dadurch wird weniger Kalzium in den Knochen gespeichert und die Knochen werden weniger stabil.
Außerdem nimmt die Fähigkeit zur Bildung des „Sonnenvitamins“ über die Haut im Alter deutlich ab: Senioren produzieren rund viermal weniger Vitamin D als ein junger Erwachsener. Dadurch steigt das Risiko, an Osteoporose zu erkranken oder sich bei Stürzen schlimme Knochenbrüche zuzuziehen.
Eine der gefürchtetsten Krankheiten im Alter ist die Osteoporose, bezeichnenderweise auch „Knochenschwund“ genannt. Laut WHO gehört sie zu den zehn häufigsten auf der Welt vorkommenden Krankheiten. Das Problem: Die Festigkeit, die Dichte und die Masse der Knochen nehmen ab, weil das Gleichgewicht zwischen Knochenauf- und Knochenabbau gestört ist. Die Knochen werden porös und brüchig. Von Osteoporose betroffene Knochen brechen mitunter schon bei geringer Belastung.
Die Warnsignale:
Osteoporose ist eine still verlaufende Krankheit, die sich zunächst ohne Schmerzen oder andere bemerkbare Symptome entwickelt. Auf ein fortgeschrittenes Stadium weisen diese Anzeichen hin: