Beinprobleme gleich Fußprobleme

Eine enge Verbindung

In den Waden und Fußsohlen befinden sich beispielsweise „Pumpen“. Der Pumpeffekt entsteht, wenn sich das Muskelgewebe zusammenzieht und dabei das verbrauchte Blut in die Venen drückt. Entspannt sich der Muskel, strömt das frische, arterielle Blut ein. Besteht beispielsweise eine Venenunterfunktion, wird weniger Blut abtransportiert. Das Blut staut sich in den Venen und zudem Lymphflüssigkeit im Gewebe. Das wiederum erschwert den wichtigen Blutaustausch, und die Versorgung des Gewebes verschlechtert sich.

Durchblutungsstörungen

Ist der Zufluss von frischem, arteriellem Blut und der Abfluss von venösem, verbrauchtem Blut gestört, kann dies zahlreiche, problematische Auswirkungen haben. Eine Unterversorgung der Haut und der Nägel mit Nährstoffen sowie des Abwehrsystems können beispielsweise die Folge dieser Durchblutungsstörungen sein. Darunter leidet die natürliche Hautbarriere, die einen wirksamen Schutz gegen Infektionen durch Pilze oder andere Krankheitserreger darstellt.

Ursache ist meist eine Arteriosklerose (arterielle Verschlusskrankheit), also eine Verkalkung der Arterien. Andere Ursachen sind selten (wiederkehrende Embolien, Gefäßentzündungen oder arterielle Entrapment-Syndrome). Hauptrisikofaktoren für die Entstehung der Arteriosklerose in den Beinen sind unter anderem Nikotinkonsum, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), hoher Blutdruck (arterielle Hypertonie), Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht, Bewegungsmangel und Vererbung.

Eine deutliche Sichtbarkeit der Venen, also der Adern, die das verbrauchte Blut zurückführen, muss dagegen nicht auf eine Erkrankung hindeuten. Vor allem bei dünnen

Menschen, die auch eine dünne Haut haben, kann dies ganz normal sein. Bei venösen Stauungsblutungen allerdings zeigen sich deutliche, bläulichrote Verfärbungen. Dies führen häufig zu Geschwüren (Ulzerationen) sowie Hautentzündungen (Streudermatitis) sowie zur Mangelversorgung der Fußhaut.

Gestörter Lymphfluss

Eine außerordentlich wichtige Rolle für den Körper spielt das Lymphsystem. In ihm werden mit der Lymphflüssigkeit Nähr- und Abfallstoffe transportiert. Damit ist es auch ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Wird der Lymphfluss gestört, können sich in den Zellzwischenräumen Flüssigkeit ansammeln und Schwellungen an Beinen und Füßen entstehen (Ödeme).

Werden diese nicht von einem Arzt diagnostiziert oder behandelt, drohen langfristige Gewebeschäden. Im Fall eines Lymphödems neigt die Haut zu Infektionen und Entzündungen sowie Erkrankungen durch Bakterien oder Pilzbefall. Experten empfehlen daher, die Hautbarriere intakt zu halten. Dafür eignen sich hochwertige Pflegeprodukte, welche die Hautbarriere mit Lipiden (Fetten) und Feuchtigkeitssubstanzen stabil und im Gleichgewicht halten. Auf diese Weise machen sie die Haut geschmeidig und widerstandsfähig.

Müde Gelenke

Auch die Volkskrankheit Arthrose gehört zu den typischen Problemen, die Veränderungen am Fuß hervorrufen können. Arthrose ist eine schmerzhafte Abnutzung von Gelenkknorpel. Sie tritt hauptsächlich an stark beanspruchten Gelenken wie Hüfte und Knie auf. Übergewicht und falsches Schuhwerk führen aber auch dazu, dass sich Arthrose an Händen und Füßen, in den Sprung-, Finger- und Zehengelenken bildet.

Zu den Arthrosen an den Füßen gehört die Versteifung des Großzehengrundgelenkes: Der Fuß kann nicht mehr richtig und schmerzfrei abrollen, und das Gewicht wird auf die Außenkanten des Fußes verlagert. Die seitliche Fehlstellung der Großzehe zwingt die Nachbarzehen in eine Abseitsposition, sodass sich der ganze Fuß verbreitert. Aufgrund der Fehlstellung kommt es in den Schuhen zu schmerzhaften Reizungen der Haut-, Knochen- und Gelenkpartien. Frauen sind häufiger von Arthrose betroffen, ein Grund sind unter anderem: Bei Stöckelschuhen ist der Druck auf die Sprunggelenke etwa 25-mal höher als bei einem etwas breiteren Absatz. Daher sollten bequeme Schuhe mit flachen und breiten Absätzen bevorzugt werden.

Folgen für die Füße

Die wenigen Beispiele zeigen bereits, wie sehr Bein- und Fußprobleme zusammengehören: von einfachen Krampfadern bis zur Arteriosklerose, von Lymphödemen bis zu Fußfehlstellungen. Schon durch das Tragen falscher Schuhe können Spreizfüße hervorgerufen werden. Durch eine schlechte Durchblutung können sich Beine einfach schlapp anfühlen oder schmerzen. Trockene Haut, Hornhaut-, Schwielenbildung, Nagel- und Hautverfärbungen sind wiederum Auswirkungen von Beinproblemen.

In vielen Fällen lässt sich bereits durch einfache Mittel Abhilfe schaffen, zum Beispiel durch regelmäßige Bewegung. Wohltuend wirken auch Massagen der Beine und Füße. Hochwertige Pflegemittel aus der Apotheke oder der Fußpflegepraxis versorgen die Haut zudem mit Wirkstoffen wie Hamamelis, die einen positiven Einfluss auf die Blutzirkulation beziehungsweise das Gefäßsystem nehmen (zum Beispiel GEHWOL Bein-Balsam ). Die leichte Massage unterstützt diesen belebenden Effekt.

Auch Fehlstellungen lassen sich vor allem im Frühstadium noch gut entgegenwirken – mit orthopädischen Einlagen, Abrollsohlen und Fußgymnastik. Druckschmerzen lindern bewährte Druckschutzmittel aus hochelastischem Polymer-Gel.




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