Haut altert durchs Rauchen auch ohne UV-Einfluss

Den heutzutage so wichtigen Attributen Schönheit und Jugendlichkeit schadet im Gegenteil das Rauchen, da es bekanntermaßen die Haut vorzeitig altern lässt. Eine Studie der Universität von Michigan (USA) hat jetzt ein neues Kapitel der Verbindung zwischen Zigarettenrauchen und Hautschädigung aufgedeckt.

Der Studie zufolge altert die Haut durch das Rauchen auch dort schneller, wo kaum Sonne oder Tageslicht hinkommt. Die Forscher haben dazu die Innenseite der Oberarme von Rauchern und Nichtrauchern untersucht. Das Ergebnis: Die Gesamtzahl der Zigaretten, die pro Tag geraucht wurden, und die Gesamtzahl der Jahre, die eine Person geraucht hat, stehen in Zusammenhang mit dem Grad der Hautschädigung. Bisher hatten sich Studien zur Hautalterung überwiegend mit der Gesichtshaut beschäftigt. Doch hier spielt auch der Einfluss des UV-Lichts eine wichtige Rolle.

Die Forscher entwickelten eine fotonumerische Skala, um den Grad des Alterns der Haut der Probanden zu messen. Anhand einer Neunpunkt-Skala bewerteten sie Fotografien der Haut des inneren Oberarms von 77 Teilnehmern. Null bedeutete dabei „keine feinen Fältchen”, acht „schwere feine Fältchen”. Das gleiche Verfahren wurde ein Jahr später mit den gleichen Probanden wiederholt und das Fortschreiten der Fältchenbildung bestimmt. Die gegenwärtigen oder ehemaligen Raucher hatten durchschnittlich 24 Jahre geraucht. Bei den Rauchern ab 45 stellten die Forscher eine signifikant stärker ausgeprägte Hautalterung fest als bei gleichaltrigen Nichtrauchern. In der Gruppe der 45- bis 65-Jährigen hatten die Raucher im Mittel einen Wert von über zwei auf der fotonumerischen Skala, während er bei Nichtrauchern unter eins lag. Bei den Probanden ab 65 lag der Wert auf der Skala bei Rauchern durchschnittlich bei etwa sechs und bei Nichtrauchern bei ungefähr vier.

In Interviews sammelten die Forscher auch Daten wie Alter, ethnische Herkunft, Rauchkarriere, Gebrauch von Arzneien oder Nahrungsergänzungsmitteln, Sonnenexposition, Anwendung von Sonnencremes, Solariennutzung und - bei Frauen - Zahl der Geburten, Hormontherapien und Empfängnisverhütung.




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