Milchsäure

Für die Haut ist Milchsäure ein Schönheitswirkstoff mit vielen Pflegeeigenschaften und steckt deshalb auch in immer mehr Cremes und Lotionen. Aber auch in der Medizin wird Milchsäure in sehr vielen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel zur Herstellung von selbstabbauendem Nahtmaterial

Wussten Sie, dass die Gelbfiebermücke den Menschen an seinem Milchsäureduft erkennt? Der typisch menschliche Geruch entsteht nämlich erst durch die Anwesenheit von Milchsäure. Ohne sie sind die anderen Hautdüfte praktisch unwirksam. Milchsäure kommt natürlicherweise in saurer Milch, aber auch in Sauergemüse, wie zum Beispiel in Gurken und Früchten und auch in Bier und Wein vor. Im menschlichen Organismus findet man Milchsäure im Magensaft und als Endprodukt des Glukosestoffwechsels im Blut und in den Muskeln.

Milchsäure speichert Wasser in der Haut

Milchsäure oder Lactat (INCI-Name Lactic Acid) speichert als Bestandteil des natürlichen Feuchthaltefaktors (engl. Natural Moisturizing Factor = NMF) Wasser in der Haut, hält sie geschmeidig und bildet zusammen mit anderen Bestandteilen des Hydrolipidfilms den Säureschutzmantel. So schützt sie die äußere Hautschicht vor dem Eindringen von Bakterien und Keimen. Milchsäure wird deshalb in feuchtigkeitsspendenden Tagescremes eingesetzt und - in Liposome verpackt - soll sie auch gegen Akne wirksam sein. Regelmäßige Bäder und Waschungen mit Süßmolke sind natürliche Mittel für den ganzen Körper. Sauermolke soll ideal bei Ekzemen und Hautentzündungen sein.

Die Vielseitigkeit der Milchsäure nutzt auch die Medizin

In der Medizin wird Milchsäure in sehr vielen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel zur Herstellung von selbstabbauendem Nahtmaterial. Auch Gel, das zur Auffüllung von tiefen Falten unter die Haut gespritzt wird, besteht aus künstlich hergestellter Milchsäure. Die Wirkung ist sofort nach dem Einspritzen sichtbar und hält zirka ein Jahr an, bis die Milchsäure vom Körper wieder abgebaut wird. Als Fruchtsäure (Alpha-Hydroxy-Acid) hat Milchsäure in höheren Konzentrationen auch keratolytische („ätzende”) Wirkung. Dies nutzt die Dermatologie zur Behandlung von Hauterkrankungen, wie zum Beispiel bei Hauttuberkulose.




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