Schwindende Haarpracht sinnvoll bekämpfen

Haarverlust ist nicht gleich Haarausfall

Täglich ein paar Haare zu verlieren, ist noch lange kein Grund zur Besorgnis,denn wir alle verlieren Haare. Alte Haare sterben ab und fallen aus, neue Haare wachsen nach - ein Vorgang, der sich ständig wiederholt. Dass beim Waschen oder Kämmen vermehrt Haare ausfallen, ist also ganz normal. Solange der Haarverlust in den darauf folgenden Tagen entsprechend geringer ist, droht der natürlichen Haarpracht keine Gefahr. Erst wenn man über einen längeren Zeitraum hinweg täglich mehr als 100 Haare verliert (frägt sich nur, wie man das zählt?), kann von Haarausfall gesprochen wrden. Dann allerdings sollte man einen Arzt aufsuchen, um der Ursache des Haarverlustes auf den Grund zu gehen.

Gründe für Haarausfall

Fast immer ist Haarausfall erblich bedingt, d.h. es liegt eine genetische Disposition dafür vor. Aber auch die Einnahme von einigen Medikamenten kann Haarausfall verursachen. Die bekanntesten Medikamente sind Zytostatika, also jene Wirkstoffe, die man bei Krebserkrankungen einsetzt. Frauen leiden auch häufig an einem hormonell bedingen Haarausfall, der während der Schwangerschaft, vor, während oder nach den Wechseljahren auftreten kann, sich aber in den allermeisten Fällen wieder einpendelt. Auch andere Krankheiten, wie Schilddrüsenprobleme, Stoffwechselstörungen oder Pilzbefall der Kopfhaut können Haarausfall bedingen. Diäten, aber auch einseitige Ernährung gelten als weiterer Grund für den krankhaften Verlust von Haaren, da die tägliche Versorgung der Haarwurzeln mit den wichtigen Spurenelementen Zink und Eisen nicht mehr gewährleistet wird. Letztlich kann auch die Seele schuld am Haaraufall tragen.

Therapie

Nachdem der Hautarzt seine Diagnose gestellt hat, kann man mit einer wirkungsvollen Behandlung beginnen. Zur Diagnosefindung gehört eine genaue Untersuchung von Haar und Kopfhaut des Patienten. Abgebrochene Haarreste können beispielsweise auf kosmetische Schäden oder kreisrunden Haarausfall zurückzuführen sein. Dicke Haarschäfte weisen auf eine Störung der Wachstumsphase hin. Außerdem sucht der Arzt auf der Kopfhaut nach Anzeichen für Entzündungen, Schuppenflechte oder Ekzemen. Um eventuell später wieder einsetzenden Haarwuchs prognostizieren zu können, untersucht der Mediziner auch die Haarwurzelstruktur der kahlen Bereiche. Eine feine gänsehautartige Struktur zeigt, dass noch Haarwurzelöffnungen vorhanden sind. Es handelt sich also mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine nicht vernarbende Alopezie. Die Haarwurzeln sind noch intakt und nach einer gewissen Zeit können die Haare wieder sprießen.

Über 70 Millionen Euro werden in Europa in der Regel jährlich für Mittel gegen Haarausfall ausgegeben. Dazu zählen kosmetische Präparate ebenso wie verschreibungspflichte Arzneimittel, aber auch Nahrungsergänzung oder bilanzierte Diäten finden sich in den Regalen von Drogeriemärkten oder Apotheken im Fach Haarprobleme. Studienmässig gut belegt sind bisher die Wirkstoffe Finasterid (Propecia) und Minoxidil (Regaine), bei allen anderen ist die Wirksamkeit nur teilweise oder gar nicht belegt. So zeigte sich unter dem Wirkstoff Finasterid bereits nach zwölf Wochen zeigte eine erste positive Veränderungen: Das Kopfhaar nahm kontinuierlich über drei Jahre zu und blieb danach unverändert.

Viele weitere Informationen zum Thema Haarausfall findet man im Internet. Empfehlenswerte Seiten sind u.a.




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