Gemüseheilige

Eine Geschichte des veganen Lebens

Autor:
Verlag: Franz Steiner Verlag
Seiten: 183
ISBN-10: 3515114297 ISBN-13: 9783515114295
Preis: EUR 21.90

Hunderttausende Deutsche leben vegan: Sie trinken keine Kuhmilch mehr und essen weder Butter noch Eier. Viele verzichten sogar komplett auf Tierprodukte. Der Veganismus ist derzeit einer der wichtigsten Ernährungs-Trends. Aber er ist nicht neu. Schon im 19. Jahrhundert gab es Leute, die sich aus gesundheitlichen und ethischen Gründen rein pflanzlich ernährten. Sie versuchten, möglichst viele von ihrer Lebensweise zu überzeugen, zum Wohl der Tiere und der Menschheit. Bald entstanden Ersatzprodukte: Milch aus Nüssen, Streichfett aus Pflanzenölen, Decken ohne Daunen. Das Wort “Veganismus” gab es damals noch nicht. Die frühen Veganer nannten sich “strenge Vegetarier” und wurden von anderen als “Gemüseheilige” belächelt. 1944, noch mitten im Zweiten Weltkrieg, erfand dann ein Grüppchen in England das Wort “vegan”. Es dauerte Jahrzehnte, bis der Begriff im Deutschen geläufig wurde. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Veganer auch in der Bundesrepublik. Seit ein paar Jahren ist veganes Leben in manchen Großstadt-Vierteln ein regelrechter Hype.

Der Band erzählt erstmals die lange Geschichte des Veganismus in Deutschland. Für alle, die Tierprodukte ganz oder teilweise meiden und mehr über ihre Vorgänger wissen wollen. Und für alle, die die vielen Veganer um sich herum besser verstehen wollen.

Die Autorin im Interview

Das Thema Veganismus ist in aller Munde: Was macht die Geschichte dieses Phänomens so wichtig? Veganer werden ja oft als Spinner abgetan. Oder als oberflächliche Ernährungsjunkies, die jedem Trend hinterher rennen. Aber beides greift viel zu kurz. Es gab schon Veganer, lange bevor das Wort „vegan“ überhaupt erfunden wurde. Und Veganer im Kaiserreich machten andere Erfahrungen als die im „Dritten Reich“, in der alten Bundesrepublik oder heute.

Welche Erkenntnis hat Sie selbst am meisten überrascht? Zum Beispiel, wie früh pflanzliche Ersatzprodukte erfunden wurden. Schon um 1900 gab es Paranussmilch, Streichfett aus Öl und Kissen mit Baumwollfüllung statt Daunen. Und im Großen: wie sehr sich die Argumente der Veganer damals und jetzt ähneln.

Ist „Gemüseheilige“ auch ein Buch für „Fleischesser“? Wem möchten Sie Ihr Buch gerne auf den Nachttisch legen? Natürlich auch ein Buch für Fleischesser. Viele von ihnen essen ja heute Tierprodukte sehr bewusst. Noch mehr Leute haben außerdem Verwandte, Freunde, Kollegen und Partner, die vegetarisch oder vegan leben. Das Buch passt also auf den Nachttisch von jedem, der sich für Ernährung interessiert – oder einfach nur Veganer verstehen will.

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