Gesunde Ernährung gegen Demenz

Essen ist gesund - das weiß praktisch jeder. Aber dass eine gesunde, ausgewogene Ernährung im Alter dem geistigen Abbau entgegenwirken kann, das wissen viele noch nicht. Doch genau zu diesem Ergebnis kamen nun Wissenschaftler aus Kanada, die Daten von 28.000 Menschen aus 40 Ländern ausgewertet haben und dabei feststellten, dass die Ernährung Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit wesentlich beeinflusst

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Gesunde Ernährung minimiert Gedächtnisstörungen und Aufmerksamkeitsdefizite

Die kanadischen Wissenschaftler untersuchten die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln bei Studienteilnehmern mit erhöhtem Diabetesrisiko und bereits vorhandenen Herzerkrankungen im Alter ab 55 Jahren. Die Probanden mussten dazu an medizinischen Untersuchungen teilnehmen und Angaben zu ihren Lebens- und Ernährungsgewohnheiten abgeben. Unter anderem galt ihr Augenmerk der Ernährung der Teilnehmer. Als gesunde Ernährung wurde der regelmässige Verzehr von Obst, Gemüse, Nüssen, Sojaeiweiß, Vollkorn und im Verhältnis mehr Fisch als Fleisch definiert. Regelmässiger Alkoholgenuss oder die Vorliebe zu fetten Speisen fiel hingegen in die Kategorie ungesund. Nicht im Fragebogen aufgenommen waren Angaben zu Körpergewicht und sportlichen Aktivitäten.

Die Auswertung der Fragebögen, u.a. mit Hilfe des sogenannten Mini-Mental-Status-Test - vielfach zur Diagnose von Demenz und Alzheimer bei älteren Menschen eingesetzt - zeigte in einem Zeitraum von knapp fünf Jahren bei 4.699 Fällen in der Kategorie “ungesunde Ernährung” eine Abnahme der geistigen Fähigkeiten. Bei jenen hingegen, die unter die Rubrik “besonders gesunde Ernährung” fielen, reduzierte sich der geistige Abbau um fast ein Viertel! Wer sich ausgewogen ernährt hat somit gute Chancen, sein Demenz-Risiko. Vor allem kaliumreiche Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse, aber auch Nährstoffe zur Nervenregeneration wie B-Vitamine und Vitamin C senken den Blutdruck und minimieren das Schlaganfallrisiko und helfen dabei den Geist auf vielfältige Weise zu schützen.

Die Wissenschaftler in Kanada wollen mit Hilfe weiterer Studien nun die genauen Zusammenhänge erforschen.

Schon seit längerer Zeit weiss man, dass Mangel- oder Fehlernährung auch als eine der Ursachen für den Ausbruch psychischer Erkrankungen gelten. Als wahrer Balsam für unser Gehirn gilt eine, auch von der DGE empfohlene, betont pflanzliche Ernährung, denn sie hilft den Cholesterinspiegel zu regulieren. Ist dieser zu hoch, können im Gehirn Eiweißkörper (Amyloid-Beta) entstehen, welche die Gehirnzellen nachhaltig schädigen und somit widerum der Demenz Vorschub leisten. Wer permanent Stress ausgesetzt ist, benötigt vor allem Omega-3-Fettsäuren, die u.a. in Hering, Makrele, Lachs oder Thunfisch, sowie in Leinöl, Rapsöl und Omega-3-Margarine vorkommen.




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