Pilze sammeln

Wer sich demnächst auf Pilzsuche begeben will, ist vielleicht schon etwas zu spät dran. Die erhöhte Hitze und der viele Regen ließen diese nämlich früher sprießen als sonst. Viele Pilzfans waren schon Ende Juli in den Wäldern, um Steilpilz und Co. zu sammeln. Und auch die organisierten Pilzsammler, die für gewerbliche Zwecke pflücken, trifft man längst allenthalben

Früher galten September und Oktober als die klassischen Pilzmonate. Aufgrund des feucht-warmen Wetters, das vielerorts den diesjährigen Sommer prägte, wurde die heurige Pilzsaison bereits Ende Juli eröffnet.

In unseren Wäldern findet man eine Vielzahl an Pilzen und Beeren. Wenn man in Maßen pflückt und das Sammeln nur zum eigenen Verzehr gedacht ist, ist es auch durchaus erlaubt. Besonders bei geschützten Arten, wie den heimischen Rotkappen, Morcheln, Pfifferlingen und Steinpilzen dürfen nur geringe Mengen mit nach Hause genommen werden.

Leider, so Michael Rolland, Geschäftsführer des Verbands AGDW - Die Waldeigentümer, nimmt das Phänomen Pilzdiebstahl durch organisierte Gruppen immer mehr zu. Diese betreiben das Sammeln von Pilzen, Kräutern und Beeren nicht zum Eigenbedarf, sondern aus Profitgier. Doch wer ohne Genehmigung und ohne Erlaubnis der Waldbesitzer und der zugehörigen Naturschutzbehörde kiloweise Pilze aus dem Wald schleppt, riskiert Strafen bis zu 5000 Euro.

Was - wo - wie ?

Das für die betreffende Region zuständige Forstamt oder die Landschaftsbehörde entscheiden, wie viele der Schätze aus dem Wald mitgenommen werden dürfen. Generell gilt: in öffentlichen Parks, Naturschutzgebieten und Nationalparks, sowie auf eingezäunten Waldflächen und Flächen, auf denen Holz geschlagen wird, herrscht generell ein Sammelverbot.

Pilze schneidet man am Besten direkt über dem Boden mit einem scharfen Messer ab oder dreht sie vorsichtig heraus. Immer so pflücken, dass das Wurzelwerk und die Vegetation im Umkreis nicht zerstört werden.

Wer sich genauer informieren will, findet nicht nur bei einigen Kommunen auf deren Internetseiten spezielle Infoflyer und Leitfäden zum Thema, sondern auch im Internet zahlreiche nützliche Hinweise .

Bei aller Sammelfreude sollte man trotzdem immer achtsam bleiben und nicht mehr Pilze zu pflücken, als man essen kann, sondern auch bedenken, dass es zu fast jedem essbaren Pilz ein ähnlich aussehendes, giftiges Gegenstück gibt. Deshalb ist mehr als ratsam nur jene Pilze zu verspeisen, welche vom Sammler genau erkannt werden. ACHTUNG: Pilze niemals roh verzehren, sondern auf mindestens 70 Grad erhitzen.

Zum Heimtransport eignet sich hervorragend ein luftdurchlässiger Korb. Da Pilze schnell schlecht werden, raten die Experten die Kostbarkeiten rasch zu verarbeiten.




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