Von Ananaswein, Bananenhänden und Sündenfrüchten

Apfel - schon Eva nutzte ihn im Paradies

Kenner bezeichnen den Apfel, der Deutschen liebstes Obst, als „König der Früchte”. Rund 40 Kilogramm der paradiesischen „Sündenfrucht” verzehrt jeder Bundesbürger im Jahresdurchschnitt - deutlich mehr als alle europäischen Nachbarn. Die Vorteile der knackigen Vitaminbombe liegen auf der Hand: Sie stärkt die Abwehrkräfte, verschönert das

Hautbild, ist unempfindlich und lässt sich perfekt lagern.

Die älteste von der Menschheit kultivierte Frucht gehört zur Familie der Rosengewächse und stammt wahrscheinlich aus dem Kaukasus, dem Balkan oder dem Gebiet östlich des schwarzen Meeres. Der antiken Sage nach brachte Herakles den Apfel aus den Gärten der Hesperiden (Nymphen aus der griechischen Mythologie) in seine Heimat zurück. Ein Obstbaumverzeichnis aus dem Jahre 813 zeigt, dass Karl der Große auf seinen Gütern mit Vorliebe Apfelbäume anpflanzen ließ. Im Mittelalter verbreiteten vor allem die Klöster das Kernobst weiter und veredelten es durch Züchtungen.

Heute zählt man weltweit über 20.000 Sorten, davon rund 1.600 in Europa. Von Braeburn über Golden Delicious und Granny Smith bis hin zu Royal Gala und Topred haben jedoch nur etwa 20 Äpfel eine wirtschaftliche Bedeutung.

Ananas - war schon dem Märchenkönig teuer

Unzählige Kuriositäten ranken sich um die „Königin der Früchte“: So soll Christoph Kolumbus nicht nur Amerika, sondern auch die Ananas entdeckt haben. Als er 1593 auf der Insel Guadeloupe eintraf, überreichten ihm die Eingeborenen Ananasfrüchte als Willkommensgruß. Damit waren der Entdecker und seine Besatzung die ersten Europäer, die das süße Fleisch der „Nana“ (wörtlich: „köstliche Frucht“) kosten durften. Die teure und exotische Rarität galt lange als Symbol für Wohlstand und Gastfreundschaft. Im 16. Jahrhundert konnte das dekorative Obst sogar als schmückendes Element für rauschende Feste ausgeliehen werden. Auch der bayerische Märchenkönig Ludwig II. zählt zu den prominenten Ananas-Liebhabern. Um seine üppigen Mahlzeiten besser zu verdauen, ließ er sich in seiner Hofapotheke einen Ananas- Wein herstellen.

Ananas sind wahre Glückhormon-Transporteure, da in ihnen Seratonin enthalten ist. Serotonin sorgt tagsüber für beste Laune und nachts für süße Träume, denn der menschliche Körper wandelt es in das Einschlafhormon Melatonin um. Doch in der tropischen Frucht stecken noch zahlreiche andere wichtige Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin E und C, Fruchtsäure, 16 lebenswichtige Mineralstoffe, Enzyme, Aminosäuren und ätherische Öle.

Banane - setzt die Schwerkraft ausser Kraft

Warum die Banane krumm ist, gehört zu jenen Fragen, die viele mit einem Witz, selten jedoch mit Logik beantworten können.Dabei ist es ganz einfach: Die jungen Früchte wachsen zunächst nach unten. Später fallen nach und nach die Blätter ab, und es entwickeln sich die einzelnen „Bananenhände”. Das Licht wirkt auf die Wachstumshormone und sorgt dafür, dass die Früchte entgegen der Schwerkraft nach oben wachsen. Während dieses Prozesses, den Experten als „negativen Geotropismus” bezeichnen, biegen sich die Bananen und werden krumm.

Die Banane war in Deutschland erstmals 1892 erhältlich und rangiert hierzulande inzwischen auf Rang zwei der Beliebtheitsskala - knapp hinter dem Apfel. Weltweit gehört die ursprünglich aus Südostasien stammende Tropenfrucht jedoch zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Der Begriff „banan” stammt aus dem Arabischen und bedeutet „Finger”, und noch heute sprechen Experten von „Händen”, wenn sie ein ganzes Bund Bananen meinen. Sportler schätzen besonders die Kohlenhydrate der Banane als schnelle, leicht verdauliche und lang anhaltende Energiespender. Ihre „natürliche”

Verpackung macht sie besonders auf Reisen zur beliebten Zwischenmahlzeit.

Weintraube - schon die Römer versüssten sich mit ihr das Leben bei den Barbaren

Als eine der ältesten Kulturpflanzen wird die Weintraube nachweislich seit rund 5.000 Jahren angebaut - ihr Siegeszug durch Europa begann jedoch erst mit den römischen Feldzügen. Im 19. Jahrhundert vernichtete die Reblaus fast den gesamten europäischen Weinbau. Erst der Import reblaustoleranter Sorten aus Amerika beendete die Katastrophe. Ob blau oder grün, kernlos oder mit Stein - heute kommen die frischen Dole-Weintrauben hauptsächlich aus Chile und Südafrika. Gut zu wissen: Von den etwa 16.000 heute bekannten Traubensorten sind längst nicht alle für den normalen Verzehr geeignet. Nur zehn Prozent der heute weltweit angebauten Trauben landen als Frischobst beim Verbraucher. Fünf Prozent werden zu Rosinen getrocknet und 85 Prozent zu Wein und Sekt verarbeitet.

Durch ihren hohen Anteil an Fruchtzucker glänzt die Traube mit köstlichsüßem Aroma und gilt als erstklassiger Energiespender. Zudem steckt sie voller Vitamine und Polyphenole (bioaktive Substanzen wie natürliche Farb- und Geschmackstoffe sowie Gerbsäuren), unterstützt den Aufbau von neuen Zellen und schützt diese vor freien Radikalen.

Ihre ausgewogene Wirkstoffvielfalt macht die Traube besonders wertvoll und stellt sie in den Mittelpunkt der traditionellen und wohltuenden Entschlackungskur.

12 Monate im Jahr - Kühlschiffe für Vitaminbomben

Als einer der weltweit größten Anbieter von Frischobst bietet die Firma Dole eine große Bandbreite der verschiedensten Fruchtsorten an. So gehören Ananas, Bananen, Trauben und Äpfel unangefochten zu Deutschlands beliebtesten Muntermachern. Damit sie auch immer auf den Punkt reif in die Obsttheke kommen, nutzt man bei Dole 24 zum Teil eigene Kühlschiffe, die die Vitaminbomben aus ihren Herkunftsländern innerhalb kürzester Zeit zu den Verbrauchern liefern. Ihre charakteristische Süße erhalten die Früchte unter anderem unter der Sonne Costa Ricas, Kolumbiens, Perus, Südafrikas, Honduras, Chiles, Brasiliens und Neuseelands.




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