14. Juli: Weltblutspendetag

Blut ist ein ganz besonderer Saft, stellte schon Goethe fest. Wie recht er damit hatte, zeigte  die spätere Entwicklung in der Medizin, als sich herausstellte, dass Blutgaben in Form von Transfusionen schwerstkranken Patienten oder Unfallopfern das Leben retten können. Da es aber bis heute keinen gleichwertigen Ersatz gibt der künstlich hergestellt werden könnte, ist man nach wie vor auf die Blutspende von Freiwilligen angewiesen. Deren Blut wird aufbereitet und in Konserven gelagert

  • ©Tem-Gruppe

Jedes Jahr, am 14. Juli, dem Geburtstag von Karl Landsteiner (1868-1943) erinnert die Weltgesundheitsorganisation WHO an die Wichtigkeit von Blutspenden und stellt Menschen und deren Schicksale vor, die durch eine Blutspende überlebt haben.

Doch ist dieser besondere „Saft“ nicht unbegrenzt verfügbar. Die Zahl der jungen potentiellen Spender wird immer kleiner, nicht zuletzt bedingt durch den demografischen Wandel. Dafür steigt die Zahl der älteren Patienten, die, meist im Rahmen von Operationen, Blutkonserven benötigen.

Um dieser Knappheit entgegen zu wirken, haben Mediziner ein Konzept entwickelt – das Patient Blood Management (PBM) - welches zum Ziel hat, das patienteneigene Blut nach Möglichkeit zu bewahren und Blutspenden zu minimieren, im Idealfall sogar zu vermeiden. Vor geplanten operativen Eingriffen wird eine Blutungsanamnese erhoben um z.B. eine Anämie zu erkennen und zu behandeln. Während und nach der Operation wird, falls nötig, mit Hilfe eines Gerätes, dem ROTEM® sigma (tem International GmbH), innerhalb von 10 Minuten eine genaue Diagnose eventueller Blutungsursachen gestellt und behandelt. Dieses PBM wird mittlerweile in der Herz- und Gefäßchirurgie, der Geburtshilfe, aber auch bei der Trauma-Behandlung eingesetzt und bietet für die Patienten zahlreiche Vorteile. Nicht nur können Transfusions- und sonstige Komplikationen vermieden werden, auch der Krankheitsverlauf wird verbessert und damit der Krankenhausaufenthalt verkürzt, so Prof. Dr. Donat Spahn, Leiter des Instituts für Anästhesiologie am Universitätsspital in Zürich.

Trotz dieser vielversprechenden Ansätze, die Gabe von Blutkonserven zu verringern, sind viele Patienten nach wie vor auf Blutspenden angewiesen. Denn nicht nur Blut und seine Bestandteile – rote Blutkörperchen, Thrombozyten, Plasma - werden aus der Spende heraus filtriert, sondern auch Proteine, wie Immunglobuline oder Gerinnungsfaktoren, die für therapeutische Zwecke unverzichtbar sind.

Blut spenden kann in Deutschland jeder gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 68 Jahren. Frauen dürfen das vier Mal im Jahr, Männer sechs Mal. Deine Blutspende rettet Leben – Danke. Thank you for saving my life!




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