Alterssichtigkeit: Vielversprechende Heilverfahren

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Eines ist bei der Lesebrille sicher – sie ist immer dort wo der Alterssichtige sie gerade nicht braucht und im Notfall ist sie unauffindbar.

Die moderne Augenheilkunde ist heutzutage in der Lage, den Betroffenen Alternativen zur lästigen Sehhilfe zu bieten.

Dr. Robert Löblich, ärztlicher Leiter refraktiven Chirurgie in der Artemis Augenklinik Frankfurt, betont, wie wichtig ein guter Ärzte-Patienten-Dialog bei Augenbehandlungen ist. Jeder Patient benötigt individuelle Beratung und Betreuung. Alle Methoden haben Vorteile und auch minimale Nachteile.

Methoden zum operativen Eingriff bei Alterssichtigkeit Für Dr. Löblich ist das Kamra-Inlay die Methode der Wahl. Es wird ein kleine Implantat in Form eines Ringes eingesetzt. Mithilfe eines Lasers wird eine Tasche für das Mini-Implantat in die Hornhaut modelliert. Dieser Ring ist zehnmal dünner als ein Blatt Papier und hat nicht einmal das Gewicht eines Salzkorns.

Durch die, durch das Implantat erzeugte, Reduktion der Zerstreuungskreise , entsteht eine erhöhte Tiefenschärfe. Für 3.900 Euro kann man sich einen solchen Ring, der jederzeit wieder entfernt werden kann, in ein Auge einsetzten lassen. Die Operation erfolgt nur an einem Auge, damit das andere Auge weiterhin für die Fernsicht verwendet werden kann. Die Patienten können somit den Alltag ohne Lesebrille, Kontaktlinsen oder Gleitsichtbrille bestreiten. Eine vorübergehende Augentrockenheit oder schwache Lichthöfe in der Dämmerung um Lichtquellen sind mögliche Nachteile.

Bei einer Linsentrübung, dem Grauen Star , ist eine Multifokallinse gut geeignet. Der Vorteil dieser Linse gegenüber der üblich verwendeten Monofokallinse liegt in ihrer Fähigkeit, nicht nur den Grauen Star, sondern auch andere Fehlsichtigkeiten zu korrigieren. Da Linsentrübung sowieso operiert werden muss, bietet die Multifokallinse eine ideale Lösung. Die Patienten werden großteils von der Lesebrille befreit. Längeres Lesen erfordert jedoch nach wie vor eine Sehhilfe. Das Einsetzten der künstlichen Linsen kostet zwischen 3000 und 6000 Euro pro Auge, wobei ein Teil der Kosten von der Krankenkasse zurückerstattet wird.

Das kostengünstigste Verfahren, mit 2000 bis 2500 Euro pro Auge, ist die Monovision, der künstliche Goethe Blick. Diese Variante ist nicht für jeden geeignet. Mit einem Laser wird die Hornhaut beschliefen. Dr. Löblich erklärt, dass nicht jedes Gehirn mit der Monovision zurechtkommt. Das Verfahren wir nur mehr sehr selten verwendet und auch nur dann, wenn ein Auge die richtige Dioptrienstärke aufweist oder der Patient schon länger Monovision-Kontaktlinsen trägt. Bei längerem Lesen oder Computerarbeiten ist die Lesebrille noch immer notwendig.




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