Beifuß-Ambrosie: Eine gefährliche Einwanderin

Ambrosia artemisiifolia - hinter diesem wohlklingenden Namen versteckt sich die aus Nordamerika eingewanderte Pflanze, von der vermutet wird, dass sie bereits im zweiten Weltkrieg mit amerikanischen Flugzeugen nach Europa eingeschleppt wurde. Jedoch kam die Pflanze bisher nur in Ungarn, Italien, der Schweiz und Frankreich häufiger vor. Mittlerweile breitet sie sich jedoch immer mehr auch in Deutschland aus. Weitere Namen der nicht ganz ungefährlichen Einwanderin sind Beifußblättriges Traubenkraut, Traubenkraut, Aufrechtes Traubenkraut, Wilder Hanf, oder schlicht Ambrosia. Manchmal wird die Pflanze auch mit ihrem englischen NamenRagweed bezeichnet.

Was die Beifuß-Ambrosie so gefährlich für unsere Gesundheit macht, sind ihre Blütenpollen. Eine einzige Pflanze kann bis zu einer Milliarde Pollen bilden, dabei reicht schon eine Menge von 5 - 10 Pollen pro Kubikmeter Luft, um einen allergischen Anfall hervorzurufen. Zudem entwickelt ein besonders hoher Anteil der Ambrosia-Allergiker Asthma. Die Pflanze blüht erst im Spätsommer, was insbesondere die Menschen hart trifft, die ohnehin schon unter Heuschnupfen leiden, da der Pollenflug der Ambrosie genau in die bei einheimischen Pflanzen übliche Pollenflugpause im August bis September fällt.

Die einjährige Pflanze keimt im Frühjahr und entwickelt sich zunächst erst langsam. Erst im Juni wächst die Beifuß-Ambosie zu ihrer vollen Größe von ein bis zwei Metern heran, wobei die meisten Exemplare in unseren Breiten eher kleiner bleiben. Mit den ersten Frösten im Herbst stirbt die Pflanze ab. Ihre Samen jedoch können im Erdreich bis zu 60 Jahre überdauern.

Zu erkennen ist die hochallergene Pflanze hauptsächlich an ihren ährenähnlichen männlichen Blütenständen, den doppelt gefiederten Blättern mit grüner Unterseite, und ihren behaarten, oft rot gefärbten Stängeln. Im ausgewachsenen Zustand kann Ambrosia artemisiifolia mit dem Gemeinen Beifuß <> Artemisia vulgaris, der Wilden Möhre <> Daucus carota und Gänsefuß-Arten <> Chenopodium verwechselt werden. Meist wächst die Ambrosie auf gestörten offenen Böden, wie etwa Straßenrändern, Schutthalden oder Neubaugebieten. In privaten Gärten ist sie jedoch häufig auch unter Vogelfutterplätzen zu finden, da viele Futtermischungen Ambrosia-Samen enthalten. Daher ist es in unser aller Interesse unbedingt empfehlenswert, beim Kauf von Vogelfutter darauf zu achten, dass keine Ambrosia-Samen in der Mischung enthalten sind.

Um die weitere Ausbreitung dieser unerwünschten und gefährlichen Pflanze zu verhindern, empfiehlt die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, junge Ambrosia-Pflanzen mit Handschuhen vor der Blüte auszureißen und im Hausmüll oder Kompost zu entsorgen. Planzen, die bereits blühen, sollten nur mit einer Feinstaubmaske ausgerissen werden und nicht in den Kompost, sondern in einer Plastiktüte in die Mülltonne geworfen werden. Sollten Sie größere Bestände entdecken, melden Sie diese bitte dem Grünflächenamt, Pflanzenschutzamt oder der Biologischen Bundesanstalt.

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