DiaPat®-Health-Check

Störungen im Körper werden immer erst dann wahrgenommen, wenn sie Probleme machen, beispielsweise weil sie Schmerzen verursachen, der Urin plötzlich blutig ist oder man übergroßen Durst hat. Doch „…bei der Bekämpfung von Krankheiten nimmt die Früherkennung einen immer größeren Raum ein”, erklärt dazu Professor Dr. Harald Mischak von der Medizinischen Hochschule Hannover. „Egal ob Zuckerkrankheit oder Krebs, je früher man eine Erkrankung feststellt, desto früher kann man sie auch effektiv behandeln oder gar heilen.”

Professor Harald Mischak hat jetzt mit seinem Team einen Test entwickelt, der nicht nur eine, sondern gleich eine ganze Reihe von Erkrankungen feststellen kann. Und das nicht etwa durch eine Blut-entnahme oder gar eine operative Gewebeentnahme. Der neue Test DiaPat® ermittelt aus einer einzigen Urinprobe, ob beispielsweise Prostata- oder Blasenkrebs vorliegt, Nierenerkrankungen die Gesundheit bedrohen oder ein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht. Seine Stärke: Der DiaPat®-Test erkennt nicht nur einzelne Botenstoffe (Proteine/Peptide) genauer als herkömmliche Tests, sondern er erkennt in einer einzigen Analyse Tausende Proteine/Peptide. Mit herkömmlichen Tests war eine derartig genaue Analyse bisher nicht möglich. Erst diese Vielzahl von Informationen gestattet die genaue und frühe Erkennung von Krankheiten - die Voraussetzung für eine erfolgreiche Heilung.

Eiweiße - Botenstoffe als Schlüssel zur Entdeckung von Krankheiten

Die meisten Krankheiten kündigen sich oft Jahre oder Jahrzehnte vorher an. Zum Beispiel gibt es Botenstoffe im Körper, die mit bestimmten Krankheiten in Verbindung gebracht werden. Diese Eiweiße, Proteine und Peptide genannt, vermitteln die Informationen, die der Arzt braucht, um möglichst früh die treffende Diagnose zu stellen. Biochemiker Professor Harald Mischak, Begründer der MHH-Ausgründung DiaPat GmbH: „Im Urin finden sich Tausende dieser Eiweiße. Einige von ihnen sind bei bestimmten Krankheiten auf so charakteristische Weise verändert, fallen ganz fort oder bilden sich neu, so dass man diese daran zuverlässig erkennen kann.” Eine Krankheit hinterlässt also Spuren im Urin - ähnlich wie Fingerabdrücke, die mit einem bekannten Muster verglichen werden können. „Stimmt das Patienten-Muster mit dem Referenz-Muster überein, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass diese bestimmte Krankheit vorliegt”, erklärt Professor Mischak.

Was kann der neue Test?

DiaPat® kann Prostata-Krebs, die häufigste Krebserkrankung des Mannes, aufspüren. 50.000 Männer erkranken jedes Jahr in Deutschland daran, 11.000 sterben. Im Frühstadium erkannt, ist er aber meist Potenz erhaltend operabel und damit heilbar. Für die Früherkennung wird bisher ein so genannter PSA-Test durchgeführt. Dafür wird das Prostata-Spezifische-Antigen, ein einzelnes Eiweiß, im Blut bestimmt. Bei einem hohen Wert wird oft eine Gewebeentnahme (Biopsie) empfohlen, in Deutschland immerhin bis zu 800.000 Mal im Jahr. Doch nicht nur der PSA-Test ist in etwa 70 Prozent der Fälle falsch positiv, meldet also Krebsverdacht, obwohl kein Krebs vorhanden ist. Auch bei einer Gewebeprobe der Prostata kommt es in 35 Prozent der Fälle zu falsch negativen Ergebnissen, weil die krankhafte Stelle vom Arzt mit der Proben-Nadel nicht erwischt wird. Außerdem birgt die Biopsie hohe Risiken - sogar Todesfälle in Folge innerer Verletzungen nach einer Prostatabiopsie sind in der Literatur beschrieben. Der neue Test kann das vermeiden. Professor Mischak: „Unser Test ist deutlich sicherer. Er ist zu 90 Prozent richtig.” Damit ist DiaPat® eine sinnvolle Ergänzung für Männer, bei denen ein erhöhter PSA-Wert gemessen wurde, die aber noch keine Prostata-Biopsie machen möchten aufgrund ihrer Risiken. Zu bedenken ist hierbei auch die finanzielle Entlastung für das Gesundheitssystem: Mehrere hunderttausend unnötige Biopsien könnten vermieden werden.

Vorsorge, Früherkennung, Prävention

DiaPat® kann auch Blasenkrebs, Nierenschäden bei Diabetes-Patienten (diabetische Nephropathie) oder koronare Herzerkrankung zuverlässig und ohne unnötige Belastung für den Patienten erkennen. Beispielsweise von Diabetes sind allein in Deutschland sechs Millionen Menschen betroffen, von denen etwa 30 Prozent als Folge eine Nierenkrankheit entwickeln, die zum Nierenfunktionsverlust führen kann. Daher ist deren frühe Erkennung so wichtig. Wie auch bei anderen Nierenerkrankungen kann ohne Gewebeprobe (Biopsie) das Risiko abgeschätzt und eine Nierenschädigung drei bis fünf Jahre vor irreparablen Organschäden festgestellt werden - mit allen Chancen des Gegensteuerns.

Mit DiaPat® wird auch die Wirkung und richtige Dosierung von Arzneimitteln untersucht, zum Beispiel kann der individuelle Therapieerfolg bei einem Patienten überprüft werden. Mischak: „98 Prozent aller Medikamente wirken auf oder gegen Proteine - wie gut sie individuell dem jeweiligen Patienten helfen, können wir mit dem Test nachweisen.”

Damit nicht genug. Professor Mischak: „In einer Studie an 665 Patientenproben für Blasenkrebs waren wir in der Lage, alle Blasentumore aus diesen 665 Proben richtig zuzuordnen und zu erkennen.” Auch bei der Abschätzung des Herzinfarktrisikos ist DiaPat® extrem erfolgreich. Hier macht man sich zunutze, dass die einen Infarkt verursachende koronare Herzkrankheit (KHK) immer mit Verkalkungen der Blutgefäße (Atherosklerose) einhergeht. Diese Verkalkungen sind in direktem Kontakt mit dem Blut und somit dem Urin als Filtrat des Blutes. In Studien konnten Patienten mit KHK mit einer Zuverlässigkeit von über 90 Prozent von Nicht-Betroffenen unterschieden werden. Im Gegensatz zur invasiven und mit Risiken behafteten Herz-Katheter-Diagnostik (Koronarangiografie) steht damit ein nicht-invasives Verfahren zur Verfügung.

Wie funktioniert die neue Wunderwaffe?

Bisherige Tests beschränken sich auf die Bestimmung von einigen wenigen Eiweißen. „Um eine Krankheit aber exakt und besonders rechzeitig zu erkennen, braucht man ein Muster aus mehreren Tausend dieser Eiweiße”, so Professor Mischak. Die DiaPat®-Methode erstellt und nutzt genau diese Muster. Sie beruht auf der neuartigen Kopplung zweier etablierter Messverfahren.

Aus der Urinprobe eines Patienten wird ein individuelles Proteinmuster erstellt und mit zuvor ermittelten krankheitstypischen Proteinmustern aus einer Datenbank verglichen.
Daraus errechnet der Computer die Diagnose. Innerhalb von 60 Minuten erscheint sie als EDV-Ausdruck.

Urin statt Blut - warum?

Die Nieren eines gesunden Menschen filtern täglich etwa 1700 Liter Blut! Die Botenstoffe aus jedem Organ des Körpers werden in die Niere transportiert und mit dem Urin ausgeschieden - beste Voraussetzung, um eine Vielzahl an Veränderungen darin erfassen zu können.
Vorteil der Diagnostik aus dem Urin: Im Gegensatz zu einer Blut-entnahme ist die Urinprobe schmerzfrei und risikolos. Und während im Blut schon mit der Entnahme die Informationsträger, also die Proteine und Polypeptide, zersetzt werden, ist Urin über Stunden stabil.
Für Urin spricht auch die praktische Handhabbarkeit. Die Patienten können eigenständig den Urin gewinnen und in einer Gefrierbox sogar in ihrem 3-Sterne-Gefrierfach aufbewahren.

Internationalen renommierte Fachzeitschriften wie „Lancet Oncology”, „Nature Medicine” oder „American Journal of Transplantation”veröffentlichten die überzeugenden Ergebnisse von DiaPat® bereits.

Kostenübernahme durch Private Kassen möglich

Der CE-zertifiziert DiaPat® iCheck ist in allen EU-Ländern zugelassen. Die Kosten (etwa 440 Euro für einen Einzeltest, 696 Euro für die Kombination von zwei Indikationen und 936 Euro für den großen DiaPat® Health-Check) werden noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Einige Kassen haben aber im Rahmen von Einzelfallentscheidungen die Kosten bereits übernommen , insbesondere wenn durch den Test eine Nierenbiopsie vermieden wurde. Vor allem einige private Kassen übernehmen teilweise die Kosten.

DiaPat® kann als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) praktisch bei jedem Arzt gemacht werden. Eine Liste der behandelnden Ärzte finden Sie unter dem angegebenen Link.




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