Gesunder Schlaf: Fakten und Tipps

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Für unsere Energiereserven, die sich am Ende eines Tages gegen Null neigen, ist Schlaf unabdingbar. Dabei ist es ganz unterschiedlich, wie viele Stunden Schlaf ein Mensch benötigt, ob er sich eher weich bettet oder lieber auf harten Unterlagen schläft und ob er seinen Alltag in Träumen verarbeitet oder nicht. “Ein gesunder Schlaf ist das A und O für einen guten Start in den nächsten Tag”, weiß Schlaf-Experte und Geschäftsführer von perfekt schlafen Mark Beyer.
Dass es beim erholsamen Schläfchen auch mitunter außergewöhnlich zugehen kann, welche Unterschiede es rund um die Welt gibt und was einen perfekten Schlaf ausmacht, hat er in 10 Fakten zusammengefasst:

  1. Schlafen macht schön - doch der morgendliche Blick in den Spiegel kann manchmal sehr ernüchternd sein: Blasse, trockene Haut und dunkle Ringe unter den Augen. Schuld war meist sprichwörtlich eine zu kurze Nacht oder ein unruhiger Schlaf. Denn: Ein gesunder Schlaf ist in vielerlei Hinsicht wichtig für die Erholungsfunktion unseres Körpers und macht damit im wahrsten Sinne des Wortes schön. Denn im Schlaf wird ein Wachstumshormon ausgeschüttet, das dafür sorgt, dass sich unsere Haut regenerieren kann. Zu wenig Schlaf oder die Störung der Tiefschlafphase, die für die Ausschüttung des Hormons am wichtigsten ist, wirkt sich sofort auf die Haut aus!

  2. In Japan herrschen Nickerchen-Benimmregeln für Schlafende: So sind Frauen angehalten, beim Schlafen in der Öffentlichkeit ihren Mund und ihre Beine geschlossen zu halten und mit ihrem Kopf möglichst einen Platz an der Wand zu suchen, um einem männlichen Sitznachbarn nicht mit ihrem herabhängenden Kopf zu nahe zu treten.

  3. Frauen sind Einzelschläfer, Männer schlummern am besten zu zweit! Ob es am Schnarchen des Partners liegt oder am ewigen Rumgewälze: Frauen können besser schlafen, wenn kein Bettpartner neben ihnen ruht. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die innere Uhr von Frauen anders tickt und sie empfindlicher für äußere Einflüsse sind. Ein Grund für dieses Phänomen liegt in der Evolution: Die Mutter-Kind-Konstellation lässt Frauen insgesamt leichter schlafen, sodass sie auch von ihrem Partner schneller aus dem Schlaf gerissen werden können. Männer dagegen fühlten sich in Gruppen schon immer besonders sicher, das spiegelt sich auch in ihrem Schlafverhalten wieder: Sie schlafen am liebsten zu zweit.

  4. Keine Lust auf Nacktschlaf: Egal ob kuscheliger Pyjama, leichtes Negligé oder doch lieber nackt, was die Wahl der Nachtwäsche angeht, sind sich die Deutschen einig. Laut einer Umfrage bevorzugen 48 Prozent einen Pyjama oder ein Nachthemd. Nur 5 Prozent gaben an, nackt zu schlafen. Das ist auch gut so, denn nackt schlafen erhöht die Erkältungsgefahr, da die Körpertemperatur nachts runterfährt. Stattdessen im Sommer lieber kühlende Materialien wie Seide oder Satin und im Winter kuschelige Materialien aus Frottee oder Flanell wählen.

  5. In China ist Powernapping Grundrecht: Der Mittagsschlaf ist hierzulande eher etwas, was wir spätestens mit Erreichen des Schulalters hinter uns lassen. Dabei ist Powernapping (engl. für Leistungs- bzw. Kraftnickerchen) im Alltag ein echter Energiebooster und bringt nicht nur frische Energie, sondern auch gute Laune. In China ist das Schläfchen zwischendurch, kurz Xeu-Xi genannt, sogar im 49. Verfassungsartigel als Recht jedes arbeitenden Menschen festgelegt.

  6. Narkolepsie kann auch Vierbeiner treffen: Dass Menschen von plötzlicher Schlafsucht - Narkolepsie - übermannt werden, ist ja bereits bekannt. Allerdings kann dieses Phänomen auch in der Tierwelt beobachtet werden. Bei Pferden z.B. spricht man von Tierkoller. Bei einer leichten Narkolepsie werden die meisten Pferde glücklicherweise wach noch bevor sie zu Boden stürzen.

  7. Schlaf wirkt appetithemmend: Welche Frau träumt nicht davon, über Nacht ein paar Kilos zu verlieren? Sie haben Glück: Klinische Studien haben bewiesen, dass Menschen, die nachts mehr schlafen, weniger übergewichtig sind als Menschen, die weniger Schlaf finden. Grund ist das Hormon Leptin, welches im Schlaf ausgeschüttet wird und Sättigung vermittelt. Wer also weniger schläft, hat mehr Appetit und wird im Zweifelsfall schneller zunehmen. Auch wenn das erst einmal ganz wunderbar klingt: Viel Schlaf macht nicht automatisch schlank, hier sind eine gute Ernährung und Sport noch immer die beste Lösung.

  8. Schlafen fördert die Erinnerung: In der Schlafforschung ist man sich einig, dass im Schlaf die Gehirnfunktion gefördert und das Gehirn ausgebildet wird. Dabei ist besonders der Tiefschlaf wichtig für die Informationsverarbeitung, da in der Wachphase viel mehr Eindrücke auf uns einprallen, als wir verarbeiten können. Im Tiefschlaf werden diese Eindrücke in das Langzeitgedächtnis übertragen, sodass wir in der nächsten Wachphase wieder neue Informationen aufnehmen können. Fühlt sich der Kopf also mal wieder wie ein Sieb an, hilft schon eine schöne Mütze Schlaf.

  9. Müdigkeit kann zur Phobie werden: Phobien im Alltag sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Während die irrationale Angst vor Spinnen oder dem Fliegen allseits bekannt sind, gibt es auch Phobien, von denen man eher selten bis gar nicht hört. Dazu zählt die Kopophobie. Die Kopophobie gehört zu den spezifischen Phobien und bezeichnet die Furcht vor Müdigkeit und Erschöpfung. Der Betroffene meidet dabei alles, was ihn ermüdet und erschöpft.

  10. Nachmittagsmüdigkeit als Krankheit: Nahezu jeder kennt es: Mitten am Tag, meist nach einer ausgedehnten Mittagspause, übermannt einen die Müdigkeit und man möchte einfach nur so schnell wie möglich ins Bett. Es gibt allerdings auch Menschen, die sich trotz ausgiebiger Nachtruhe tagsüber wie gerädert fühlen, sich durch den Tag schleppen und schon mal während der Arbeit einnicken. Wissenschaftler sehen darin eine Schlafstörung, die oftmals vom Betroffenen selbst nicht als solche erkannt wird. Diese Schlafstörung kann auf die sogenannte Schlafapnoe zurückgeführt werden: Atemaussetzer, die besonders in Rückenlage auftreten. Dabei fällt die Zunge nach hinten und verschließt den Rachen. Der Betroffene hält etwa eine Minute die Luft an, bis der Körper Alarm schlägt und kurz aufwacht. Abendlicher Alkoholgenuss oder Übergewicht können ebenfalls die Ursache sein, aber auch eine unterentwickelte Halsmuskulatur.




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