Krankenhaushygiene: Ist Kupfer die Lösung?

Kupfer ein wichtiger Baustein

Das Problem ist bekannt: In Deutschland erkranken jedes Jahr bis zu 600.000 Patienten an Infektionen, die in Zusammenhang mit einem medizinischen Eingriff stehen. Trotz der bisher ergriffenen Maßnahmen sterben jährlich zwischen 7.500 und 15.000 Menschen daran. So die aktuellen Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums. Besonders Patienten mit einem geschwächten Immunsystem wie Neugeborene, Intensivpatienten, chronisch Kranke oder alte Menschen sind gefährdet. „Unsere Waffen gegen nosokomiale Infektionen werden aufgrund der zunehmenden Antibiotika-Resistenzen immer stumpfer“, warnt Prof. Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene. „Nosokomiale Infektionen sind daher in ganz Europa eine der größten medizinischen Herausforderungen der Zukunft.“

Die gesetzliche Verordnung sieht eine Hygienefachkraft an Kliniken mit mehr als 400 Betten vor. Doch nur 19 Prozent der insgesamt 2.064 Krankenhäuser in Deutschland betrifft diese Größenangabe überhaupt (Quelle: Statistisches Bundesamt). Dennoch erweitern Kliniken ihre Strategien im Kampf gegen Antibiotika-resistente Bakterien (MRSA). Schon jetzt setzten immer mehr deutsche Kliniken auf Türklinken oder Lichtschalter aus Kupfer – wie beispielsweise in Berlin, Hagen oder Hamburg.

Türklinken und Lichtschalter sind Hotspots

Kliniken zählen zu den Brennpunkten für nosokomiale Infektionen, weil hier auf engem Raum viele anfällige Personen zusammenkommen. Bakterien können so leicht von Zimmer zu Zimmer wandern. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass es Hotspots für gefährliche Bakterien gibt: In der Regel sind Lichtschalter, Türklinken oder auch die Kugelschreiber des Personals sowie weitere stark frequentierte Oberflächen hoch verkeimt. Standardmäßig bestehen diese aus Edelstahl, Plastik oder Aluminium. Doch diese Risikoquellen lassen sich ganz einfach reduzieren: “Auf Kupferoberflächen verschwinden innerhalb von zwei Stunden 99,9 Prozent aller Bakterien. Auf anderen Oberflächen wurden dagegen Überlebensraten derselben Mikroben von bis zu drei Tagen gemessen”, erklärt Dr. Anton Klassert, Geschäftsführer des Deutschen Kupferinstituts. “Durch die Abgabe von Kupferionen werden die Mikrozellen geschädigt und eliminiert.”

Experten sind sich einig: Mit dem neuen Infektionsgesetz müssen alle Krankenhäuser Hygienefachkräfte einsetzen, insbesondere weil es um die Gesundheit der Patienten geht.

Weitere Informationen zur antimikrobiellen Wirkung von Kupfer unter www.kupferinstitut.de und www.antimicrobialcopper.com.




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