Mammographie-Screening: Fragen und Antworten

Zahlen die für Screening sprechen

  • Brustkrebs ist sowohl in Deutschland als auch in Europa die häufigste Krebsneuerkrankung bei Frauen
  • 27,8 Prozent aller Krebserkrankungen bei Frauen entfallen auf Brustkrebs. 57.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an Brustkrebs. Von allen Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren erkrankt etwa eine von 20 Frauen an Brustkrebs.
  • 17.500 Frauen sterben pro Jahr an den Folgen einer Brustkrebserkrankung.
  • Brustkrebs tritt relativ früh auf: Das mittlere Erkrankungsalter an Brustkrebs liegt bei 63 Jahren. Das sind sechs Jahre unter dem durchschnittlichen Erkrankungsalter bei Krebs insgesamt.

Was bedeutet Mammographie-Screening?

Das Mammographie-Screening ist ein Programm zur qualitätsgesicherten Früherkennung von Brustkrebs bei Frauen ohne Symptome. Bei der Mammographie wird die weibliche Brust mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Die Untersuchung eignet sich zur Brustkrebsfrüherkennung, weil sie schon sehr kleine, nicht tastbare Tumoren in einem frühen Stadium sichtbar machen kann.

Warum ist das Mammographie-Screening-Programm in Deutschland eingeführt worden?

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland im Jahr 2004 über 57.000 Frauen neu an Brustkrebs erkrankt, die meisten nach dem 50. Lebensjahr.

Um die Früherkennung von Brustkrebs zu verbessern, hat die Regierung im Juni 2002 einstimmig beschlossen, in Deutschland ein qualitätsgesichertes Mammographie- Screening-Programm einzuführen, wie es in anderen europäischen Ländern bereits existiert.

Ziele des Programmes sind:

  • Brustkrebs-Tumoren in einem sehr frühzeitigen Stadium zu entdecken, in dem sie noch klein sind, möglichst unter 10 mm Durchmesser. Je kleiner der Tumor, desto besser die Heilungschancen.
  • An Brustkrebs erkrankten Frauen durch eine frühzeitige Diagnose eine schonende Behandlung und damit mehr Lebensqualität zu bieten.
  • Die Überlebenschancen im Falle einer bösartigen Erkrankung zu verbessern.
  • Überflüssige Eingriffe zur vermeiden, wenn sich Tumoren als gutartig herausstellen.
  • Die Qualität der Brustkrebs-Früherkennung weiter zu steigern.
  • Die Sterblichkeitsrate an Brustkrebs langfristig zu reduzieren.

Welche Frauen können an dem Screening-Programm teilnehmen?

Das Mammographie-Screening wird als eine der gesetzlichen Früherkennungs-Untersuchungen allen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren im Abstand von zwei Jahren angeboten. Die Daten für die Einladung werden aus den amtlichen Melderegistern (Namen und Anschrift, Geburtsdaten) verwendet. Das Screening-Programm steht sowohl Frauen, die gesetzlich krankenversichert sind, wie auch privat versicherten Frauen zur Verfügung. Eine Praxisgebühr fällt nicht an.

Wie erhalten die Frauen einen Termin zum Mammographie-Screening?

Jede Frau im Alter zwischen 50 und 69 Jahren erhält alle zwei Jahre von der sogenannten Zentralen Stelle eine Einladung zum Mammographie-Screening. In der Einladung wird den Frauen ein Termin für das Mammographie-

Screening vorgeschlagen und das Screening-Zentrum genannt, wo die Untersuchung durchgeführt wird. Die Teilnahme ist grundsätzlich freiwillig. Alle Daten unterliegen dem Datenschutz.

Wo wird das Mammographie-Screening durchgeführt?

Das Mammographie-Screening wird in Screening-Einheiten durchgeführt.

Das sind Zentren, die auf Mammographie-Screening spezialisiert sind und eine spezielle Zulassung dafür haben. Vor ihrem Start und auch danach werden die Screening-Einheiten geprüft und zertifiziert. Täglich findet eine Prüfung der Mammographie-Geräte statt. Die Ärzte und ihre Mitarbeiter in den Zentren müssen besondere fachliche Qualifikationen erfüllen und spezielle Fortbildungen nachweisen. Ärzte müssen pro Jahr Mammographien von mindestens 5000 Frauen beurteilen und jedes Jahr an einer Fallsammlungsprüfung teilnehmen und sie bestehen.

Wie erfahren Frauen vom Ergebnis der Untersuchung?

Das Ergebnis ihrer Mammographie-Untersuchung erhalten Frauen per Post nach etwa sieben Werktagen. Der Grund liegt in der Qualitätssicherung, die Zeit braucht. Nach der Untersuchung werten mindestens zwei Fachärzte unabhängig von einander die Daten aus.

Warum findet vor oder direkt nach der Mammographie-Untersuchung kein Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin statt?

Das Mammographie-Screening ist eine ergänzende Untersuchung zur jährlich angebotenen Früherkennungsuntersuchung, die beim Frauenarzt oder bei der Frauenärztin stattfindet. Hier besteht die Möglichkeit für die Frauen, im vertrauten Rahmen mit ihrem Arzt zu sprechen.

Warum wird nicht die Ultraschall-Untersuchung der Brust als Früherkennungs-Untersuchung durchgeführt?

Die Ultraschall-Untersuchung ist derzeit für die systematische Früherkennung von Brustkrebs nicht geeignet, weil sie nicht genügend aussagekräftig ist. Zum einem können auch durch den Ultraschall nicht alle Tumoren erkannt werden. Zum anderen hängt die Tumor-Entdeckungsrate auch von den Untersuchungsbedingungen ab und kann dementsprechend variieren.

Warum wird das Mammographie-Screening erst ab 50 Jahren angeboten?

Studien haben gezeigt, dass bei jungen Frauen wegen des dichteren Drüsengewebes der Brust die Mammographie-Untersuchung nicht so aussagekräftig ist wie bei älteren Frauen. In diesem Fall kann es häufiger zu einem falschen Verdacht auf Brustkrebs kommen.

Weitere Informationen sowie eine Liste, mit Screening-Center gibt es unter: www.ein-teil-von-mir.de




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