Masern – ein unterschätztes Risiko

Etwas typisch Traditionelles, Schmuck, vielleicht einen schönen Schal -Urlaubssouvenirs gibt es viele. Leider kommen viele nicht nur einem schönen Stück Stoff sondern auch mit Masern zurück nach Hause. Vor „Montezumas Rache“, Malaria, Gelbfieber oder Typhus fürchten wir uns, doch die Masern scheinen viele kalt zu lassen – eine Nachlässigkeit, die sehr gefährlich sein kann! Sind sie ausreichend geimpft und wissen sie, in welchen Ländern ein Risiko besteht

  • ©Dan Race - Fotolia

Gerade in den kalten Wintermonaten zieht es uns häufig in die Wärme. Viele Fernreiseziele sind jedoch in Bezug auf Masernviren gefährlich. Masern-betroffene Fernreiseziele sind Afrika, Asien und der Westpazifik. Die Gefahr hat sich in Afrika vermindert, doch gibt es noch Gebiete, wie zum Beispiel Nigeria, die zu den Hochrisikogebieten gehören. Eine Impfung ist auch ein Muss, wenn die Reise nach Indonesien oder die Philippinen geht.

In den USA herrscht Impfpflicht. Deshalb sind die Masern dort ausgerottet. In Deutschland jedoch sind wir auf dem Stand eines Entwicklungslandes in Bezug auf Impfungen. So brechen immer wieder Masernepediemien aus2013 war wieder ein Masernjahr. Allein im ersten Halbjahr wurden dem Robert Koch-Institut über 1.000 Fälle gemeldet, die meisten davon in Berlin und Bayern.

Die Impfquote für die erste Impfung bei Kleinkindern liegt bei 95 Prozent, jedoch sind die nach 1970 geborenen äußerst impffaul. Dort herrschen Impflücken, doch gerade diese Altersgruppe reist besonders viel!

Wie kann man sich schützen?

Was viele nicht wissen – eine Maserninfektion kann tödlich enden! Laut einer Statistik von 2011 sterben weltweit stündlich 18 Menschen infolge einer Maserninfektion. Der Tod kann während der akuten Erkrankung eintreten, aber auch Jahre später aufgrund der schleichenden Zerstörung des Gehirns! Zwei Fälle einer solchen subakuten sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE) sind in Deutschland kürzlich bekannt geworden.

Jeder Fünfte in Deutschland ist nicht ausreichend geimpft.

Falls sie eine Fernreise planen und ihr Impfschutz nicht ausreichend ist, empfiehlt sich eine Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln .

Die Kosten werden für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr sowie für allen nach 1970 geborenen Erwachsenen mit unzureichendem oder unklarem Impfstatus von der Krankenkasse übernommen. Kinder sollten zweimal geimpft werden, Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden sind mit einer einmaligen Auffrischungsimpfung geschützt.

Impfen sie sich auch vor Kurzreisen. Mit Masern als Mitbringsel gefährden sie nicht nur sich selber, sondern setzten auch Daheimgebliebene dem Virus aus!Informieren sie sich über die Länder die sie bereisen wollen und beraten sie mit ihrem Arzt, welche Vorbereitungen getroffen werden müssen.

Zwei Wochen vor Reiseantritt sollten alle Impfungen abgeschlossen sein.

Falls sie in Bezug auf ihre Urlaubsdestination und ihren Impfschutz unsicher sind – auf Fit-for-travel.de finden sie reisemedizinische Infos zu über 300 Ländern.




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