Schlaf ist ein Stück Lebensqualität

…das wissen die etwa 40 Prozent der deutschen Bevölkerung, die keinen ausreichenden und gesunden Schlaf finden können. Sie klagen über mehr oder weniger große Schlafprobleme. Dieser Trend scheint in gleichem Maße zuzunehmen wie Lärm, Hektik und Reizüberflutung im Alltag

Unsere moderne Lebensweise hat auch unser Schlafverhalten verändert und unregelmäßige Schlafzeiten oder eine verkürzte Schlafdauer mit sich gebracht. Die daraus resultierenden Gesundheitsschäden werden sehr oft unterschätzt, können jedoch für den Einzelnen schwerwiegende Folgen haben und sogar zu Unfällen und Krankheiten führen.

Schlafqualität ist das Zauberwort

Beim Schlaf kommt es vor allem auf die Erholungsfunktion an, vor allem auf den Tiefschlafanteil. Er ist verantwortlich für die Zellregeneration und das Wachstum, z.B. für Haut- und Haarwachstum, für Wundheilung, Knochenwachstum und Muskelkraft.

Im Tiefschlaf wird auch das Immunsystem regeneriert und ebenda auch unsere Lernfähigkeit gesteigert. Wir lernen also im Schlaf, indem tagsüber Erfahrenes sich nachts festigt.

In Schlaflabors werden Messungen zur Schlafqualität durchgeführt und hier können auch Schlaftiefe und der körpereigene „Ruhe-Aktivitäts-Rhythmus” erfasst werden. Dieser oft auch als „innere Uhr” bezeichnete biologische Rhythmus regelt die Schlafaktivitäten und legt den Zeitpunkt des Schlafes fest. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass dieser Rhythmus sich auch nach langen Jahren mit Nachtschichtarbeit nicht anpasst, sondern beharrlich bleibt.

Schlafprobleme als Risikofaktor

Auf Dauer gesehen, können Schlafstörungen sowohl zu körperlichen als auch zu psychischen Problemen führen. Diese reichen von erhöhten Glukosespiegeln und vermehrter Cortisol-Ausschüttung über Bluthochdruck bis hin zu frühem Altern durch einen veränderten Kohlehydratstoffwechsel. Dass Schlafstörungen auch gereitzte und mürrische Reaktionen hervorrufen, ist wohlbekannt, aber auch das Auftreten von Depressionen kann von ihnen verursacht werden. Langsamere Reaktionen im Alltag und ein schlechteres Gedächtnis als Folgen gestörten Schlafes sind oftmals für Unfälle und Fehler im Arbeitsablauf verantwortlich.

Abhilfe ist möglich

Viele bekannte Arzneipflanzen sind wissenschaftlich untersucht und fördern einen gesunden Schlaf ebenso wie chemische Schlafmittel. Ihr Vorteil liegt in der Verträglichkeit und der Tatsache, dass sie keine Suchtgefahr bergen und keinen „Hang-over” erzeugen. Damit ist der am nächsten Tag auftretende „Kater” gemeint, den viele synthetische Arzneimittel leider mit sich bringen. Um frisch und ausgeruht in den neuen Tag zu starten, können pflanzliche Medikamente, sogenannte Phytohypnotika, gute Dienste bei Schlafstörungen leisten.

Dazu gehören gut dokumentierte Arzneimittel aus Baldrian, Hopfen, Melisse, Passionsblume und auch Haferkraut. Allein oder in Kombinationen sind sie erprobte Schlafhilfen, die keine Beeinträchtigungen von Wahrnehmung, Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit hervorrufen. Es tritt auch keine Tagesmüdigkeit auf, sodass diese Pflanzenarzneien auch bei Nervosität und Prüfungsangst angewendet werden können.

Diesen Naturarzneien sollte also zunächst immer der Vorrang eingeräumt werden, wenn es darum geht, Schlafprobleme zu bewältigen.




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