Schlaf: Rund ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir

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Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf, wobei der Körper regelmäßig zwischen Schlaf und Wachzustand wechselt. Schlaf ist ein wichtiger Erholungsprozess für unseren Körper und wird von bestimmten Nervenzellen im Gehirn gesteuert. Der Schlafbedarf ist individuell sehr unterschiedlich. Kinder und Jugendliche brauchen mehr Schlaf als ältere Menschen, im Winter schlafen die meisten länger, als im Sommer, manche brauchen nur 6 Stunden Schlaf, andere 8 Stunden, um sich am nächsten Tag ausgeruht zu fühlen. Und schließlich - gibt es auch geschlechtsspezifische Unterschiede beim Schlafbedarf und Schlafverhalten. Frauen schlafen anders als Männer, benötigen eine Stunde mehr Schlaf und wachen nachts öfter auf.

Wird der Schlaf oder der übliche Schlaf- Wachrhythmus gestört, z.B. durch Schichtarbeit, Interkontinentalflüge, Erkrankungen oder seelische Probleme wird die Regenerationsfähigkeit des Gehirns und des Körpers beeinträchtigt und es kommt zu Ermüdungserscheinungen.

Eine der häufigsten Ursachen für einen gestörten Schlaf sind Angst und Unruhezustände. Traumatische Erlebnisse, wie Arbeitsplatzverlust, Trennung oder Verlust vom Partner, schwere Krankheit oder auch chronische Überforderung verhindern das „abschalten“ in den Nachtstunden. Statt zu schlafen kreisen die Gedanken der Betroffenen um ihre Probleme, immer und immer wieder. An Schlaf ist nicht zu denken. Tagsüber sind sie dann unausgeschlafen, unruhig und abgelenkt, körperliche Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit treten auf. Und im schlimmsten Fall entwickelt sich eine Depression. Ohne Behandlung entsteht ganz schnell ein Teufelskreis, aus welchem man/frau nur schwer herausfindet.

Es kann jeden treffen, unabhängig vom Alter, der sozialen Herkunft oder dem Geschlecht. Doch insgesamt sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Ob hormonell bedingt oder ob es die Doppelbelastung gerade bei jungen berufstätigen Frauen ist, konnte bislang nicht geklärt werden. Tatsache ist aber, dass Frauen eher professionelle Hilfe in Anspruch nehmen als Männer. Natürlich leiden auch Männer unter Angst und Unruhezuständen, aber weil das „starke“ Geschlecht keine Schwäche zeigen darf, ist ihr Leidensweg anders – viel länger. Weil sei wesentlich später ärztliche Hilfe und eine adäquate Behandlung in Anspruch nehmen. Doch der Leidensdruck ist bei beiden Geschlechtern gleich groß und ideal wäre es, sobald als möglich, eine Behandlung zu beginnen. Denn nur eine erholsame Nachtruhe ist die Grundvoraussetzung für seelisches und körperliches Wohlbefinden.

Was kann man tun?

Neben Omas Rezepten – Schlafhygiene, Milch mit Honig und verschiedenen Kräutertees, gibt es auch eine Reihe von Medikamenten, die schlaffördern sind. Benzodiazepine sollten wegen ihres Abhängigkeitspotentials nur in Ausnahmefällen und nur kurz gegeben werden. Vorsicht ist auch beim Schlafhormon Melatonin geboten – es kann nämlich, so paradox das klingen mag, zu vermehrter Unruhe führen. Aber es gibt viele pflanzliche Präparate, mit Baldrian-, Hopfen-, Melisse- oder Johanniskrautextrakten, die die Schlafqualität – einschlafen und durchschlafen - fördern.

Bekannt und vielfach mit Erfolg eingesetzt ist beispielsweise Lasea® (Lavendelöl, Willmar Schwabe GmbH Deutschland). In klinischen Untersuchungen wurde der darin enthaltene Wirkstoff mit Lorazepam (ein Benzodiazepin) und Paroxetin (ein Antidepressivum aus der Gruppe der selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmer, SSRI) verglichen. Angst und Unruhezustände, Funktionsfähigkeit im Alltag und Lebensqualität verbesserten sich unter allen 3 Präparaten gleichermaßen gut, weil alle drei Präparate vordringlich die Grunderkrankung – Unruhe und Angst - bekämpfen. Nach einigen Wochen wurde dann, ebenfalls bei allen 3 Präparaten eine Verbesserung der Schlafqualität festgestellt. Es zeigte sich also, dass der Wirkstoff Lavendelöl die Grundsymptome Angst und Unruhe zu bekämpfen vermag und gleichzeitig zu einer verbesserten Schlafqualität führt. Im Gegensatz zu Lorazepam und Paroxetin ist Lasea® jedoch wesentlich besser verträglich. Abhängigkeit oder Müdigkeit, wie bei Lorazepam oder Gewöhnungseffekte, wie bei Paroxetin treten nicht auf und die Fahrtüchtigkeit wird nicht beeinträchtigt.

Das aus dem schmalblättrigen Arzneilavendel (Lavandula angustifolia) gewonnene Lavendelöl kann als Weichkapsel auch zusammen mit der Pille, Antibiotika oder Schmerzmitteln verabreicht werden (1x tlg.).




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