Schokolade wenn’s ein Bub werden soll

Sie sind gerade bei der Familienplanung und hätten gern einen männlichen Nachkommen? Ja dann sorgen Sie dafür, daß Ihre Frau genügend Süßigkeiten bekommt

Südafrikanische Wissenschaftler haben gezeigt, dass die Ernährung einen Einfluss auf das Geschlecht der Nachkommen hat. Zumindest im Mäuseversuch konnte diese Theorie jetzt bewiesen werden. Wenn der Blutzuckerspiegel der Tiere mit Medikamenten gesenkt wurde, gebaren sie mehr weibliche als männliche Nachkommen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe.

Die konventionelle Lehre geht davon aus, dass der männliche Samen für das Geschlecht der Nachkommen ausschlaggebend ist. Zunehmend scheint sich nun aber auch die Meinung durchzusetzen, dass auch die Mutter wesentlich an der Geschlechterbestimmung des Nachwuchses beteiligt ist. Die Zoologin Elissa Cameron von der University of Pretoria in Südafrika wollte nun untersuchen, welchen Einfluss die Ernährung auf das Geschlecht der Nachkommen hat. Dazu senkten die Forscher den Blutzuckerspiegel von 20 Mäuseweibchen während der Empfängnis, indem sie das Steroid Dexamethason (DEX) in die Nahrung gaben. DEX blockiert den Transport von Glukose im Blut. Das Ergebnis war verblüffend: Von den Jungen, die dann zur Welt gekommen sind, waren nur 41 Prozent männlich. In der unbehandelten Kontrollgruppe waren es 53 Prozent.

Ungeklärt bleibt allerdings, welche Mechanismen dafür sorgen, dass ein hoher Blutzuckerspiegel zu einem Anstieg der männlichen Nachkommen führt. Eine ähnliche Studie mit Diabetes-Mäusen, die auch sehr hohe Blutzuckerwerte aufwiesen, ergab, dass auch diese wesentlich mehr männliche Jungtiere zur Welt brachten. Die Biologen haben die Theorie aufgestellt, dass der niedrige Blutzuckerspiegel ein Hinweis auf Stress oder Krankheit sein könnte. In anderen Studien wurde belegt, dass Säugetiere unter schwierigen Bedingungen dazu tendieren, eher weibliche Tiere zur Welt zu bringen.

Die britische Evolutionsbiologin Ruth Mace vom University College London kann der Theorie der “Fitness” einiges abgewinnen. Vor kurzem hatte sie eine Studie veröffentlicht, in der sie beschrieb, dass Mütter mit größerer Muskelmasse während Nahrungsengpässen eher Söhne zur Welt brachten. Die Beeinflussung des Geschlechts der Nachkommen gehört zu den “traditionell überlieferten Weisheiten”. Wenn Frauen einen männlichen Spross wollen, sollten sie dem Volksmund nach mehr rotes Fleisch und salzige Nahrung zu sich nehmen, bei einem Mädchenwunsch hingegen Fisch, Gemüse und Süßigkeiten.

“Studien zu diesem Thema sind hochinteressant, sind allerdings in die Realität nicht übertragbar”, so der Gynäkologe Leo Auerbach von der Ambulanz für Komplementärmedizin in der Frauenheilkunde am AKH-Wien gegenüber pressetext. Der Wunsch nach einem Mädchen oder einem Jungen könne mit keiner “natürlichen” Methode herbeigeführt werden. “Die Wahrscheinlichkeit kann vielleicht mit zwei oder drei Prozentpunkten verändert werden, das hat aber dennoch keine realen Auswirkungen”, so der Mediziner. Derzeit liege das Geschlechterverhältnis bei den Neugeborenen bei 51 Prozent männlichen und 49 Prozent weiblichen.




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