Yoga für eine starke Blase

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Blasenentzündung: Wenn der Drang zur Pein wird

Sie ist vor allem für Frauen schmerzhaft, denn der Grund hat eine anatomische Ursache. Die weibliche Harnröhre ist mit rund 4 cm weitaus kürzer als die männliche mit rund 20 cm, wodurch Erreger – meist E. coli Bakterien aus dem Darm – viel leichter in die Blase gelangen können. Kühlt der Unterleib aus kann auch die lokale Immunabwehr nicht mehr richtig funktionieren. Erst einmal in der Blase angekommen, heften sich die Keime an die Blasenwand und vermehren sich. Die Folgen sind Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und krampfartige Unterleibsschmerzen. Wer den Erregern bereits bei den ersten Symptomen den Kampf ansagt, kann in der Regel die Einnahme eines Antibiotikums vermeiden. Pflanzliche Präparate aus der Apotheke mit Bärentraubenblätterextrakt (wie zum Beispiel Cystinol akut®) bekämpfen die eingedrungenen Bakterien direkt, wodurch sich die Beschwerden schnell bessern.

Fünf leichte Übungen zur Unterstützung der Blase

Neben Wärme und viel Flüssigkeit sind auch Yogaübungen eine gute Wahl.

  1. Drehsitz: Setzen Sie sich aufrecht hin und strecken die Beine parallel nach vorne aus. Stellen Sie anschließend das rechte Bein über den linken Oberschenkel und winkeln das linke Bein an. Achten Sie darauf, dass beide Gesäßhälften Bodenkontakt haben, ansonsten können Sie sich mit einem Handtuch eine Sitzerhöhung verschaffen. Legen Sie den linken Arm um das rechte Bein, drehen Sie sich über die rechte Seite und stellen die rechte Hand hinter dem Gesäß auf dem Boden auf. Mit jeder Einatmung die Drehung etwas erweitern, mit der Ausatmung den Oberkörper aufrichten.

  2. Krieger: Stellen Sie sich aufrecht hin, die Beine hüftweit geöffnet. Setzen Sie den rechten Fuß nach hinten, die Fußspitze ist in einem 45°-Winkel nach außen gedreht. Die Fußaußenkanten pressen fest in den Boden, die Beine sind gestreckt. Schieben Sie die rechte Hüfte so weit nach vorne, bis beide Hüften parallel sind. Lassen Sie Ihr Becken nach unten sinken und winkeln das linke Bein an. Strecken Sie nun beide Arme nach oben, legen Sie beide Handflächen aneinander und richten Sie den Blick nach oben. Halten Sie die Position und atmen Sie tief ein und aus.

  3. Brücke: Legen Sie sich in Rückenlage, winkeln die Beine an und stellen die Füße hüftbreit auf, so dass Sie mit den Fingerspitzen die Fersen berühren können. Drücken Sie die Füße mit der nächsten Einatmung in den Boden, mit der Ausatmung das Becken heben. Der Oberkörper bildet dabei eine Linie, das Gewicht liegt nur noch auf Schulterblättern und Füßen. Halten Sie die Position einige Sekunden. Heben Sie anschließend die Fersen an, führen die Hände hinter den Kopf auf den Boden und legen Sie mit der nächsten Ausatmung den Rücken Wirbel für Wirbel am Boden ab. Zuletzt die Arme neben dem Körper ablegen. Wiederholen Sie die Übung dreimal.

  4. Taube: Gehen Sie in den Vierfüßlerstand. Legen Sie jetzt das linke Knie neben der linken Hand am Boden ab, der Unterschenkel liegt möglichst waagrecht vor Ihnen. Strecken Sie das linke Bein so weit wie möglich gerade nach hinten aus, der Fußrücken liegt auf dem Boden. Lassen Sie beide Gesäßhälften zum Boden sinken, heben den Oberkörper und spüren Sie eine Dehnung in der rechten Hüfte. Halten Sie die Spannung und atmen Sie ruhig ein und aus.

  5. Seitbeuge: Stellen Sie sich aufrecht hin, die Beine leicht geöffnet, der linke Fuß zeigt nach vorne, der rechte ist nach rechts außen gedreht, der linke Arm ist nach oben ausgestreckt. Beugen Sie sich beim Ausatmen über die linke Seite in Richtung Boden, beugen das Knie und legen die linke Hand auf dem Oberschenkel ab. Beim Einatmen den rechten Arm über den Kopf ziehen, die Handfläche zeigt nach unten, der Blick ist zur Decke gerichtet. Spüren Sie die Dehnung auf der rechten Körperseite. Anschließend auf der anderen Seite wiederholen.




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