Artischocke - Königin der Gemüse

Das distelartige Gemüse gilt noch immer als kulinarische Delikatesse des Mittelmeerraumes, ist aber längst auch in allen Küchen der Welt heimisch geworden. Verzehrt werden meist die Blütenböden sowie die unteren fleischigen Teile der Schuppenblätter. Doch die bitterherbe Artischocke ist, dank zahlreicher Vitamine und Mineralstoffe, auch eine hervorragende Heilpflanze

  • Artischocke, ©Barbara Pheby - Fotolia

Heilwirkungen der Artischocke

Vor über zehn Jahren, nämlich 2003 wurde die Artischocke zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Denn die distelartige Pflanze besitzt, was nur wenige wissen, nicht nur eine appetitanregende, verdauungsfördernde, sondern auch eine cholesterinsenkende Wirkung. Sie sorgt nämlich für einen erhöhten Cholesterinverbrauch bei der Gallensäuresynthese und hemmt auch die Neubildung von Cholesterin in den Leberzellen. Um bis zu 12 Prozent vermag der Körper (im Rahmen einer Langzeittherapie) durch den Verzehr von Artischocken das Gesamtcholesterin zu senken! Auch der in ihr enthaltene Bitterstoff Cynarin (auch Namensgeber für einen beliebten italienischen Kräuterlikör mit Cynar als Hauptinhaltsstoff) sorgt bei Leber und Galle für die Stoffwechselanregung.

Aus den Blättern lassen sich aber auch, in der Regel nach der Trocknung, Teedrogen, Tinkturen und Extrakte gewinnen. Aus frischen Artischocken wird auch ein Frischpflanzensaft gepresst, der sich u. a. bei zahlreichen Verdauungsbeschwerden (Völlgefühl, Blähungen, Übelkeit) bewährt. Das kalorienarme Gemüse besitzt vor allem einen hohen Gehalt an Flavonoiden, und vor allem an Cynarin, welches der Kaffeesäure ähnlich ist. Diese Substanzen fördern den Gallenfluss, unterstützen damit die Entgiftungstätigkeit der Leber und fördern außerdem den Fettstoffwechsel.

Die im naturreinen Heilpflanzensaft (erhältlich in Apotheken und Reformhäusern) enthaltenen Bitterstoffe verleihen dem Saft einen herb-aromatischen Geschmack. Verdünnt mit Wasser, Tomaten- oder Gemüsesaft wird er zum wohltuenden Gesundheitstrank. Er eignet sich aber auch zum Würzen und Verfeinern von Gemüsegerichten und Suppen.




Ihr Kommentar zum Thema

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.
News

Isabey Gardénia - göttlicher Duft

Originalgröße Originalgröße - ©Isabey_Isis …

So muss es im Garten Eden duften - anders kann man den berauschend blumigen Duft von Gardénia Eau de Parfum …

gesünder unter 7
Gewinnspiele

IRIS™ Augenmassagegerät für SIE und IHN!

IRIS™ Massagegerät IRIS™ Massagegerät - ©FOREO

Gewinnen Sie ein IRIS™ Augenmassagegerät für Sie und Ihn im Wert von 139,00 €. Befreien Sie sich von Tränensäcken und …

Videos

Lebensretter Phagen - Ein Weg aus der Antibiotikakrise

©Rolf Keppler

Das 1928 von dem britischen Forscher Alexander Flemming entdeckte Penizillin machte den Medizinern und ihren Patienten Hoffnung, dass es nun vorbei sei mit den bakteriellen Infektionen. Doch es stellte sich heraus, dass Bakterienstämme Resistenzen gegen …

Bücher

Gesund beginnt im Mund

Warum Zähneknirschen zu Rückenschmerzen führt und Lachen den Blutdruck reguliert

Autor: Dr. med. dent. Hubertus von Treuenfels
Preis: EUR 18.00