Den grauen Zellen auf die Sprünge helfen

Das rote Kleid oder das blaue, Schokolade oder Chips, Urlaub in den Bergen oder am Meer - unser Leben ist gespickt mit Entscheidungen. Einige fallen leichter, wie die Wahl des täglichen Speiseplans, andere, etwa ein Job- oder Wohnungswechsel, erfordern eine längere Überlegungsphase. Doch es gibt Menschen, die leiden unter einer generellen Entscheidungsschwäche. Und manche von ihnen hätten vermutlich am liebsten eine Pille, die das Problem im Handumdrehen beseitigt. Eine Vorstellung aus dem Reich der Fantasie?

„Überhaupt nicht”, meint Prof. Dr. Holger Schulze von der Universität Erlangen-Nürnberg. „Denn die Prozesse im Gehirn, die dazu beitragen, dass Entscheidungen entwickelt werden können, lassen sich beeinflussen.” Dabei hat sich Ginkgo-Extrakt bewährt. In unzähligen Studien wurden seine durchblutungsfördernde Wirkung und seine positive Auswirkung auf die kognitiven Leistungen des Gehirns nachgewiesen.

„Ginkgo kann zwar nicht garantieren, dass man richtig entscheidet”, so Prof. Schulze, „aber es kann für ideale Voraussetzung sorgen, indem es den Energiestoffwechsel sowie die Funktion der Nervenzellen im Gehirn verbessert.” Schließlich hängen Entscheidungsprozesse zu großen Teil von gesunden, normal arbeitenden Hirnzellen ab. Hinzu kommen noch weitere Faktoren: Wissen und Erfahrungen, logisch-rationale Überlegungen, aber auch Emotionen und Stressbelastung. Auch hier kann Ginkgo regelnd eingreifen und die Stresstoleranz verbessern.

Das zeigte eine aktuelle Untersuchung mit über 50jährigen Probanden: Bei Einnahme des Ginkgo-Spezialextrakts EGb 761® nahm die Fehlerquote bei einfachen Entscheidungen ab, die mentale Arbeitsleistung und die emotionale Belastbarkeit nahm dagegen zu. Grund: Unter Ginkgo-Einfluss verbesserte sich die Durchblutung der Gehirnzellen und damit Konzentrationsfähigkeit, Lern- und Gedächtnisleistung. Hinzu kommt noch ein stimmungsaufhellender Effekt, der emotionale Zustände stabilisiert. Ein weiterer wichtiger Apekt: Ginkgo wirkt antioxidativ, schützt also vor zellschädigenden Freien Radikalen und dem Alarm-Hormon Cortisol. Beides wird besonders bei Stress vermehrt produziert und fördert den Alterungsprozess der Zellen. Und altersschwache Zellen können nur noch eingeschränkt funktionieren.

Weitere Strategien für die Qual der Wahl:

  • Keine Angst vor „falschen” Entscheidungen - nur die wenigsten ziehen langfristige Konsequenzen nach sich. Dafür aber sorgen sie für einen unschätzbaren Lerneffekt.
  • Holen Sie sich verschiedene Meinungen ein. Oft ergibt sich eine Lösung dann von selbst.
  • Schreiben Sie eine Pro- und Contra-Liste und sehen Sie, welche Seite überwiegt.
  • Haben Sie die Entscheidung einmal getroffen, denken Sie nicht weiter darüber, sondern akzeptieren Sie sie.

Auch Mental-Training kann die Entscheidungsfähigkeit fördern - indem es die Gehirnleistung verbessert. Auf der Internet-Seite www.mental-aktiv.de finden Sie Übungen für Konzentration, Kreativität, Gedächtnis sowie Koordination und Schnelligkeit. Zudem kann man sich an virtuellen Puzzles in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden versuchen.




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