Depressionen: Knips die Sonne an

Das Gefühl der Niedergeschlagenheit kommt fast immer schleichend, viele Betroffene brauchen mitunter Monate, um überhaupt die Veränderung an sich selbst wahrzunehmen. Nur ganz selten setzt das Seelengrau schlagartig ein. Die Gefühlskrankheit der Seele äußert sich vielfach unterschiedlich und häufig treffen verschiedene Krankheitsmerkmale zusammen. Fast immer legen Betroffenen in der noch „unentdeckten Phase der Krankheit” ihr Augenmerk auf die körperlichen Symptome und suchen nach deren organischen Ursachen. Aber auch wenn die Depression als solche erkannt wurde, gibt es keine „alles erklärende” Antwort für deren Auslöser.

Schätzungen gehen von 4 Millionen Menschen in Deutschland aus, die unter einer Depression leiden. Betroffen sind fast doppelt so viele Frauen wie Männer. Unterschiedliche biologische und psychosoziale Ursachen sind, laut Forschung, für diesen Geschlechterunterschied maßgebend. Obwohl in der Mehrzahl, ist die Depression bei Frauen leichter zu diagnostizieren, als bei Männern. Das mag daran liegen, dass Frauen leichter über ihre Ängste und Stimmungsschwankungen sprechen, eine andere Ursache könnte in der Bewältigung von Rollenkonflikten und Mehrfachbelastungen liegen. Ganz klassisch ist hier die allseits bekannte Wochenbett-Depression nach der Geburt eines Kindes, auch Baby-Blues genannt, oder aber die Depression rund um die Wechseljahre der Frau.

Aus wissenschaftlicher Sicht kann man heute sagen, dass sowohl biologische als auch psychosoziale Faktoren zusammentreffen müssen, um eine Depression zu entwickeln.

Zu den (relativ) leicht erkennbaren Merkmalen eine Depression zählen:

  • Antriebslosigkeit
  • Diffuse körperliche Beschwerden
  • Farbwahrnehmung ist gestört
  • Innere Leere und Traurigkeit
  • Interesselosigkeit an allem was um sich herum passiert
  • Konzentrationsschwäche
  • Mangelnde Lebensfreude
  • Schlafstörungen
  • Schuldgefühle
  • Selbstanklagen
  • Selbstmordgedanken
  • Unentschlossenheit
  • Unruhe
  • Vermindertes Selbstwertgefühl

Wer mehr als vier dieser Merkmale an sich selbst erkennen kann, sollte mit seinem Arzt darüber sprechen. Sehr oft helfen bei leichten bis mittelschweren Stadien der Krankheit die sogenannten Phytopharmaka , also Arzneimittel aus der Natur, wie beispielsweise das bekannte Johanniskraut. Auch eine unterstützende Sport- oder Lichttherapie kann Erfolg bringen. Zahlreiche Selbsthilfegruppen ermöglichen Betroffenen auch anonyme Gespräche und zeigen vielfältige Hilfsmöglichkeiten auf.




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