Wenn Arbeit Angst macht

Berufliche Überanstrengungen am Schreibtisch, Fließband und Schalter, weiter Mißerfolge und Demütigungen im Arbeitsalltag sind in vielen Betrieben die Norm. Was hilft? Auf einer Pressekonferenz wurde in Hamburg das auf pflanzlicher Basis beruhende ArzneimittelLaseagegen psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz vorgestellt

  • ©Wilmar Schwabe Arzneimittel
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Tatort Arbeitsplatz. Ein Thema, das sich in Deutschland dramatisch entwickelt. Die junge Frau hat während der Arbeitszeit Angst vor den Nachstellungen ihres Chefs. Er kann, so denkt sie, ihr so manches unangenehme anschaffen – und auch etwas, was nur er will, aber sie nicht. Der junge Familienvater befürchtet, er bekommt seinen Urlaub nicht während der Schulferien seiner Kinder. Die Krankenschwester klagt über ständig zunehmende administrative Arbeiten unter dem neuen Chef. „Du machst, was ich sage oder du fliegst“, ein geflügeltes Wort inzwischen. Und mancher Chef geniert sich nicht, seinen Untergebenen demütigende Arbeiten zu schaffen.

Auf einer Pressekonferenz mit dem Thema „Wenn Arbeit Angst macht“ lautet die wichtigste Botschaft: „Die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz sind bundesweit inzwischen auf über 60 Millionen angestiegen.“ Eingeladen hat Schwabe Pharma Deutschland nach Hamburg Medizinjournalisten aus der gesamten Republik. Ein knallvoller Tagungsraum beweist die Aktualität des Themas. Die Fragen der Medienvertreter spiegelte die Aktualität.

Eingangs erklärte Dr. Trautgott Ulrich von der Pharmaseite: „Die Zahl der psychischen Störungen hat sich in den Jahren von 2000 bis 2013 fast verdoppelt.“ Sein Konzern habe deshalb ein auf Pflanzen basierendes Mittel (Lasea) entwickelt, das den Menschen helfen soll und wird. Seine Gäste auf dem Podium waren die Krankenschwester Hanna Grupp, der Arbeitsmediziner Bernhard Koch und der Neurologe Axel Cicha.

Frau Grupp fiel nach eigenen Angaben die Arbeit im Krankenhaus nach einem Chefwechsel so schwer, daß sie von „nächtlichen Schlafstörungen“ heimgesucht wurde. „Ich hatte gegenüber den Patienten kein Lächeln mehr, weil man nicht mehr lächeln kann.“ Gerade das Lächeln brauche aber der kranke Mensch. Dr. Koch sagte, vielen Menschen fehle die Geborgenheit. „Eine Arbeitsplatzgarantie ist nicht mehr gewährleistet.“ Und Dr. Cicha klagte: „Wir reden nicht mehr miteinander.“ Angststörungen seien in unserer Gesellschaft weiterhin ein Tabuthema. „Sie werden verdrängt, als Ausflüchte mißverstanden und gesellschaftlich zu wenig akzeptiert.

Das Resümee! Dr. Cicha: „Als zugelassenes pflanzliches Medikament zur Behandlung von Unruhe, Angstzuständen und daraus resultierenden Schlafstörungen hat Lasea eine große Bedarfslücke in der patientenorientierten Therapie geschlossen.“ Frau Grupp, die inzwischen ihren Beruf gewechselt hat, meinte: „Wäre Lasea in meiner damaligen Situation schon verfügbar gewesen, hätte ich es sicher ausprobiert.“ Dr. Kochs Fazit: „Wenn es um seelisches Leiden geht, ist die medizinische Versorgung in Deutschland noch wenig bedarfsgerecht.“




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