Bauchbeschwerden richtig behandeln

Stress und seelische Belastung zählen zu den Hauptauslösern von Bauchbeschwerden. In Stresssituationen kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung des Neurotransmitters Acetylcholin , was zum einen zu Bauchkrämpfen führen kann, und zum anderen die Magensäureproduktion erhöht und Sodbrennen fördert.

Das Reizdarmsyndrom (RDS)..

ist eine funktionelle Erkrankung ohne erkennbare organische Ursache. Man vermutet eine Störung im Bauchhirn , dem sensiblen Nervengeflecht, das die Verdauungsorgane durchzieht. Bei Reizdarmpatienten reagiert es extrem empfindlich auf Stress und seelische Probleme. Alleine in Europa leiden rund 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung unter einem Reizdarmsyndrom, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. In der Gruppe der funktionellen Darmerkrankungen kommt daher dem Reizdarmsyndrom die weitaus größte Bedeutung zu. Es ist charakterisiert durch chronische und die Lebensqualität der Patienten relevant einschränkende, und auch möglicherweise in Kombination auftretende

  • abdominelle Schmerzen oder Unwohlsein
  • Blähungen und/oder Flatulenz
  • Stuhlgangsveränderungen (Durchfall und/oder Verstopfung)

Wenn der Bauch rebelliert

Bestimmte innere und äußere Einflüsse, wie z. B. üppige, fettige und scharf gewürzte oder besonders süße Speisen sowie verstärkter Konsum von Genussmitteln wie Kaffee, Alkohol und Nikotin können die Verdauung arg auf die Probe stellen und zu einer Muskelverspannung im Magen-Darm-Bereich führen, die dann schmerzhafte Bauchkrämpfe verursachen. Doch auch die Magensäure kann Probleme bereiten, wenn die Verdauung überlastet ist: Sodbrennen und saures Aufstoßen entstehen, wenn saurer Mageninhalt in die Speiseröhre aufsteigt und dort die empfindliche Schleimhaut reizt. Schuld kann eine Überproduktion von Magensäure sein oder auch eine Schwächung des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre.

Treten Bauchkrämpfe vornehmlich nach dem Genuss bestimmter Speisen auf, kann sich auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit dahinter verbergen wie z. B. eine Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit).

Therapie

Bei der Behandlung von Bauchkrämpfen hat sich der krampflösende Wirkstoff Butylscopolamin (z. B. Buscopan®) bewährt. Er nimmt den Schmerz, indem er die Verspannung in der Magen-Darmmuskulatur löst, und bietet damit besonders Reizdarmpatienten zuverlässige Hilfe. Zur Behandlung von krampfartigen Bauchbeschwerden, die mit Schmerzzuständen einhergehen (z. B. Menstruationsbeschwerden, Blasenentzündung) eignet sich die Kombination von Butylscopolamin mit dem gut verträglichen Schmerzstiller Paracetamol (in Buscopan® plus ). Bei Sodbrennen bietet der Wirkstoff Omeprazol (in Buscogast®) langfristige Erleichterung. Er stoppt bis zu 24 Stunden die Magensäureausschüttung und bekämpft das Sodbrennen ursächlich. Es genügt die Einnahme einer Kapsel pro Tag.




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