Gicht kann Folgen haben

Gicht ist ein weit verbreitetes medizinisches Problem und gilt als die häufigste entzündliche Arthritis. Über die Gicht wurde bereits im vierten Jahrhundert nach Christus von Hippokrates geschrieben und sie plagt seit Jahrhunderten Generationen von Patienten. Nun gibt es erstmals seit 40 Jahren eine neue Therapieoption für die Langzeitbehandlung der Gicht

Die Gicht liebt Männer – könnte man behaupten, sieht man die Tatsache, dass diese an ihr mindestens viermal so häufig erkranken wie Frauen. Auch gilt die Gicht als Krankheit von „guten Zeiten“, denn immer, wenn es uns gut geht, steigt ihre Erkrankungszahl. Mit der zunehmend wachsenden Zahl älterer Menschen wird sich die Gicht-Problematik zusätzlich verschärfen.

Als Verursacher der Gicht gilt ein erhöhter Harnsäurespiegel der durch Ablagerung von Harnsäurekristallen, vor allem in den Gelenken, einen entzündlichen Prozess auslöst. Vor allem das Grosszehengrundgelenk (Podagra) ist mit 54 % bei Erstattacken stark betroffen, es folgen mit rund 25 % Knie- oder Sprunggelenk. Bei chronischer Gicht können nahezu alle Gelenke betroffen sein.Als Voraussetzung für die Verhinderung weiterer Attacken nach dem ersten Gichtanfall gilt die Senkung der Serum-Harnsäure mit einem Zielwert von 6 mg/dl, der nicht überschritten werden sollte. Als weitere erfolgsversprechende Basismaßnahmen, welche jedoch von Patienten selten in die Tat umgesetzt werden, können die Reduzierung des Körpergewichtes und diätetische Vorsorge (Reduzierung des Genusses von Bier, Fleisch, Meeresfrüchte) gelten. Soweit möglich sollten weitere begünstigende Faktoren (z.B. Medikamente wie Diuretika) vermieden werden.

Laut Professor Klaus Krüger vom St. Bonifatius-Praxiszentrum in München war eine medikamentöse Harnsäure-Senkung seit Jahrzehnten im wesentlichen nur auf zwei Wegen möglich: Unterdrückung der Harnsäure-Bildung durch Allopurinol , einen Hemmstoff der Xanthinoxidase , sowie Erhöhung der Harnsäure-Ausscheidung durch Urikosurika wie Benzbromaron. Beide Varianten sind wirksam, jedoch mit Problemen wie Nebenwirkungen, eingeschränkter Verwendbarkeit bei Niereninsuffizienz und medikamentösen Interaktionen behaftet.

Vor diesem Hintergrund kann es als substanzieller Fortschritt betrachtet werden, dass mit Febuxostat (Adenuric) , der ersten Neuentwicklung auf dem Gebiet der Therapie von Gicht und Hyperurikämie seit mehr als vierzig Jahren, nun eine neue, sehr gut wirksame Substanz zur Verfügung steht. Sie kann bei vielen Patienten eingesetzt werden, welche mit Allopurinol und Urikosurika nicht zurechtkamen bzw. nicht ausreichend einstellbar waren.




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