Hammerzeh - wenn das Gehen zur Qual wird

Was sind Hammerzehen?

Der Hammerzeh entsteht durch Verkrampfung - oder Beugung - eines oder zweier Gelenke am zweiten, dritten, vierten oder (selten) fünften Zeh. Durch die abnormale Beugung können Schuhe drücken, so dass es problematisch wird, das passende Schuhwerk zu finden.

Bei Hammerzehen handelt es sich meist um leichte Fehlstellungen, die sich jedoch im Lauf der Zeit verstärken. In den Anfangsstadien sind die Zehen noch flexibel und die Symptome können meist mit konservativen Mitteln behandelt werden. Ohne Therapie können sich diese Fehlstellungen jedoch nach und nach versteifen, eine konservative Behandlung ist dann nicht mehr möglich.

Wie entstehen sie?

Häufigste Ursache für Hammerzehen ist ein Ungleichgewicht der Muskeln und/oder Sehnen. Diese für die Zehenkrümmung verantwortliche Dysbalance entsteht durch mechanische (strukturelle) Veränderungen des Fußes. Konservative Behandlungen können Linderung verschaffen, die Ursache der Deformation können sie jedoch nicht beseitigen.

Hammerzehen werden oft noch verstärkt durch das Tragen von ungeeignetem Schuhwerk, das nicht an die Fußform angepasst ist - beispielsweise von Schuhen, die Zehen in der Schuhspitze zusammendrücken. In manchen Fällen können unpassende Schuhe selbst die Kontraktur verursachen, die zur Ausprägung einer Hammerzehe führt. So kann eine Hammerzehe beispielsweise entstehen, wenn der Zeh zu lang ist und in einem zu engen und abgenutzten Schuh abgebogen wird.

Manchmal kann der Hammerzeh auch durch eine Verletzung entstehen, beispielsweise nach einem Zehenbruch. Und manchmal sind Hammerzehen auch erblich bedingt.

Symptome

  • Schmerzen und/oder Entzündung des Zehs, die durch Berührung mit dem Schuh verursacht werden.
  • Hühneraugen (Hautverdickung) auf der Oberseite, seitlich, am Zehenende oder zwischen zwei Zehen. Diese Hühneraugen entstehen durch das ständige Reiben des Schuhs. Je nachdem an welcher Stelle sie auftreten, können sie weich oder hart sein.
  • Hornhaut (eine weitere Form der Hautverdickung) unter dem Zeh oder auf der Fußunterseite.

Behandlung

Es gibt eine gewisse Anzahl nichtoperativer Maßnahmen:

Entfernung der Hühneraugen und Schwielen, Abdeckung der Hühneraugen und Schwielen, Schuhwechsel, Schuheinlagen… Diese Behandlungen führen zu einer vorübergehenden Linderung, können aber die für die Hammerzehen verantwortlichen mechanischen Veränderungen des Fußes nicht beheben.

Operationsmöglichkeiten

In einigen Fällen - meistens dann, wenn der Hammerzeh versteift ist - wird eine Operation unumgänglich, um die durch die Fehlstellung verursachten Schmerzen und Beschwerden endgültig zu beheben. Der Orthopäde wird die Behandlungsoptionengegeneinander abwägen und einen individuell angepassten Behandlungsplan wählen. Dabei beachtet er die Art der getragenen Schuhe, deren Abnutzung, die Anzahl der betroffenen Zehen, wie aktiv der Patient/die Patientin ist, das Alter und den Schweregrad der Fehlstellungen.

Die Arthrodese ist ein Operationsverfahren, bei der die beiden gekrümmten Zehenglieder wieder gestreckt werden und das kleine Gelenk anschließend versteift wird. Früher geschah dies durch äußerlich sichtbare Drähte, während die Arthrodese heute mittels eines innen liegenden Implantats - eben Smart Toe® - stabilisiert werden kann.

Niemand muss also mehr die Behinderung durch die aus dem Zeh herausragenden Drähte erdulden. Außerdem verringert das innen liegende Implantat erheblich das Infektionsrisiko (da es nicht aus dem Zeh hervorragt), und seine große Stabilität führt zu optimalen funktionellen und ästhetischen Ergebnissen sowie zu deutlich weniger Schmerz und Schwellung.

Korrektur mit Smart Toe® Technik

Das Smart Toe® Implantat besteht aus Nitinol, einer Nickel?Titan?Legierung - dieses Material ist der bekannteste Vertreter der Formgedächtnis?Legierungen. Es wird im Gefrierfach (unter O°C vor Gebrauch) gelagert; die Körpertemperatur des Patienten initiiert automatisch die Formveränderung und verankert das Implantat.
Die Vorteile:

  • Hervorragende Konsolidierungsergebnisse, da sehr stabil
  • Perfekte Kontrolle über die Implantatplatzierung der Arthrodese
  • Enorme Verminderung des Infektionsrisikos
  • Nur ein einziger Eingriff
  • Zudem ist das Implantat für den Patienten nicht spürbar und wird daher nicht als hinderlich empfunden
  • Der Patient kann direkt nach der Operation wieder mit Gehübungen beginnen
  • Der Fuß kann direkt nach der Vernarbung wieder gebadet werden

Der operative Eingriff

Diese Art von Eingriff wird überwiegend in lokaler Anästhesie durchgeführt (nur das Bein wird betäubt) und dauert nur wenige Minuten.

Infos unter: www.hammerzeh.com




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