Kopfschmerzforschung: Was ist neu?

Kopfschmerzen plagen Kinder, junge und ältere Erwachsene ebenso wie rüstige Senioren. Sie kommen als ungebetene Gäste oder kündigen sich schon Tage vorher an. Doch wie auch immer: Kopfschmerzen sind eine subjektive Erfahrung, die nur schwer objektiv messbar ist. Neues aus der Kopfschmerzforschung wurde bei der Dreiländertagung in den Alpen diskutiert

Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz diskutierten anläßlich des 3. Kopfschmerzsymposiums 2012 in Pontresina (Schweiz) über Neues aus der Kopfschmerz-Forschung. So kann man unter anderem mit neuen bildgebenden Verfahren nach Schmerzreizen relativ typische Muster der Hirnaktivierung nachweisen. Spannend ist dabei, dass es sich um dieselben Muster handelt, die auch bei sozialen Konflikten oder psychischem Stress aktiviert werden. Häufig entstehen Kopfschmerzen in Situationen, in denen die Menschen eine Überforderung wie Druck auf der Arbeit , Doppelbelastungen, Hektik oder Lärm erleben.

Doch was dagegen tun? Denn eine Akutbehandlung von Kopfschmerzattacken ist fast ausschließlich pharmakologisch möglich, doch viele Betroffene verzichten schon aus Angst vor Nebenwirkungen auf Medikamente oder nehmen diese nur widerwillig ein.

Der Kopf entscheidet mit

Was sich hinter dem Begriff „Placebo“ (= „Ich werde gefallen“) verbirgt, ist den meisten hinlänglich bekannt: Der Placebo-Effekt tritt dann ein, wenn der Glaube an die Scheinmedikation zur gewünschten Wirkung führt. Beispielsweise genügt hierfür schon eine Person, die uns besonders kompetent erscheint. So kann eine Therapie, die von einem Professor überzeugend vorgeschlagen wird, mitunter besser anschlagen als bei der Anwendung durch den Hausarzt. Weitaus weniger bekannt ist, dass eine negative Erwartungshaltung in Bezug auf die Wirksamkeit einer Behandlung tatsächlich auch Einfluss nehmen kann. Wissenschaftler sprechen in diesem Zusammenhang vom sogenannten Nocebo-Effekt (= „Ich werde schaden“) oder vom negativen Placebo-Effekt. Wer also vor der Einnahme eines Kopfschmerzmittels von schlechtem Gewissen geplagt wird, den Sinn und Zweck der Medikation in Frage stellt oder Angst vor unerwünschten Begleiterscheinungen hat, kann die eigentliche Wirkung des Kopfschmerzmittels demnach genauso beeinflussen wie jemand, der von der Behandlung ausschließlich Positives erwartet. Eine negative Erwartungshaltung wird dann quasi zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

Was kann helfen?

Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, dass man als Kopfschmerzgeplagter auf ein Präparat setzt, das sich zum einen durch seine anerkannte Wirksamkeit und Verträglichkeit auszeichnet, dem man zum anderen aber auch das Vertrauen entgegenbringt, das die Wirkung maßgeblich beeinflussen kann. Sicherheit bei der Auswahl eines geeigneten Kopfschmerzmittels geben z. B. die Leitlinien der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft.

Besonders bewährt hat sich z. B. die Dreierkombination aus ASS, Paracetamol und Koffein (z. B. Thomapyrin® , Apotheke). Hier sind die Wirkstoffe so ideal kombiniert, dass sie bei Kopfschmerzen 15 Minuten schneller wirken als ihre einzelnen Substanzen. Dabei steigert das enthaltene Koffein die Wirkung nochmals um 30 bis 70 Prozent. So kann die Dosis der Einzelwirkstoffe pro Tablette möglichst gering gehalten werden und Kopfschmerzen sich einfach auf den Punkt behandeln.




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