Osteoporose - neue Erkenntniss in der Behandlung

Mit Hilfe der so genannte BMD (bone mineral density) wird gemessen, wie viel Gramm Kalzium und andere Knochenmineralien im Knochen vorhanden sind. “FRAX®” verbindet Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, Gewicht, Rauchgewohnheiten etc. und die BMD des Oberschenkelhalsknochens miteinander. Das praktische FRAX®-Tool gibt also eine Zahl an, die die Wahrscheinlichkeit einer Osteoporose-Erkrankung in den nächsten zehn Jahren anzeigt. Und diese kann richtungweisend bei der Bestimmung der jeweiligen Therapie sein.

Die drei Säulen der Behandlung

Die erfolgreiche Behandlung der Osteoporose ist ein Dreiklang aus:

  1. einer spezifischen medikamentösen Therapie, die die Knochen stabilisiert
  2. und stärkt und damit effektiv vor den gefürchteten Knochenbrüchen schützt,
  3. Bewegung und körperlicher Aktivität, ausreichender, kalziumreicher Ernährung.

Osteoporose ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung, die über lange Zeit kontinuierlich behandelt werden muss. Wichtig sind dabei Medikamente, die einerseits den verstärkten Knochenabbau aufhalten und andererseits den Knochen mehr Festigkeit verleihen. So kann das Risiko für einen Knochenbruch reduziert werden. Zu den am häufigsten eingesetzten Wirkstoffen gehören die Bisphosphonate, wie beispielsweise Aclasta® von Novartis .

Regelmäßige Bewegung ist die zweite große Säule. Sie spielt bei der Vorbeugungund bei der Osteoporosebehandlung eine große Rolle. Osteoporose-Patienten sollten mit gezielten Gymnastikübungen ihre Muskelkraft und ihre Beweglichkeit stärken. Körperliche Aktivität führt zu einem besseren Körpergefühl und zu besserer Haltung, die Bewegungen verlaufen koordinierter. Dies reduziert das Sturzrisiko.

Eine ausgewogene, gesunde und kalzium- sowie Vitamin-D-reiche Ernährung ist die dritte Säule einer erfolgreichen Osteoporosebehandlung. Allerdings geht es nicht nur darum, dass die Ernährung ausreichend Kalzium und Vitamin D enthält. Jeder Osteoporose-Patient sollte auch ausreichend essen. Das trifft vor allem bei älteren Menschen zu, um Untergewicht - ein wesentlicher Risikofaktor für Osteoporose - zu vermeiden.

Knochengesunder Lebensstil von Anfang an

Auch wenn Osteoporose meist erst im späteren Lebensalter auftritt: Eine knochengesunde Lebensweise kann schon im Kindes- und Jugendalter der Entwicklung einer Osteoporose vorbeugen helfen. Je mehr Knochenmasse ein Mensch in jungen Jahren aufbaut, desto geringer ist das Risiko, später an Osteoporose zu erkranken. Bis zum Alter von ungefähr 30 Jahren hat man die Möglichkeit, mit der richtigen Ernährung und körperlicher Aktivität die maximale Knochendichte zu erreichen. Deshalb gelten die oben genannten Empfehlungen nicht nur im Krankheitsfall. Sie sollten das ganze Leben beachtet werden, um Knochenschwund so gut wie möglich vorzubeugen.

Frühzeitig erkannt und behandelt, können der osteoporotische Knochenabbau durch wirksame Medikamente gestoppt und Knochenbrüche verhindert werden. Trotzdem gibt es immer noch zahlreiche Osteoporose-Patienten, deren Krankheit noch nicht diagnostiziert wurde. Angesichts der dramatischen Folgen einer unerkannten Osteoporose ist es deshalb sehr wichtig, über Osteoporose Bescheid zu wissen und sich rechtzeitig untersuchen zu lassen. Dies gilt vor allem für Frauen nach den Wechseljahren.

Nur noch einmal im Jahr

Bisphosphonate haben den Nachteil, dass sie einer strengen Einnahmevorschrift unterliegen - die leider von Patienten oft unwissentlich ignoriert wird. Die Folgen sind für die Betroffenen unangenehm, die sogenannte Patienten-Compliance daher auch unterdurchschnittlich. Denn wer einmal mit Nebenwirkungen wie grippeähnlichen Symptomen, Brech-Durchfall, Übelkeit, Schwindel etc. zu kämpfen hatte, wird möglicherweise auf eine weitere Einnahme verzichten. Und sich damit dem Risiko einer Knochenfraktur aussetzen. Dies muss nicht sein - denn dank der intravenösen Infusion nimmt der Organismus mit Aclasta® nur einen Bruchteil der Wirkstoffmenge auf, die ihm bei der bisher üblichen wöchentlichen Gabe zugeführt wird. Somit ist die Substanzbelastung des Körpers im Vergleich zu oralen Bisphosponaten sehr gering.




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