Schizophrenietherapie im Wandel

Die Schizophrenie ist eine schwere psychische Erkrankung, die gekennzeichnet ist durch eine tiefgreifende Veränderung der Wahrnehmung und des Denkens der Betroffenen, die diese Realität ganz anders erleben lässt als einen Gesunden.

Die Schizophrenie ist ein sehr vielschichtiges Krankheitsbild, das fälschlicherweise oft mit Persönlichkeitsspaltung in Verbindung gebracht wird. Im medizinischen Sinne wird der Begriff Schizophrenie für eine ganze Gruppe von Erscheinungsbildern der Erkrankung verwendet, welche zu den sogenannten endogenen Psychosen gehören. Psychose ist ein Sammelbegriff für psychische Erkrankungen die mit Realitätsverlust, Trugwahrnehmungen, Wahnvorstellungen, Bewusstseinsstörungen, Störungen des Denkens und der Gefühlswelt verbunden sind. Der Begriff „endogen” bedeutet, dass die Ursachen der Psychose nur bedingt erklärbar sind und die Erkrankung aus einer Vielzahl von Faktoren „von innen” heraus entsteht.

Weltweit erkrankt in etwa eine von 100 Personen vor dem 45. Lebensjahr an Schizophrenie. Die Erkrankung tritt bei Männern und Frauen gleich häufig meist zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr auf - also in einer Lebensphase, in der in beruflicher und familiärer Hinsicht viele Weichen gestellt werden.

Als ein zentraler Faktor im Krankheitsgeschehen wird ein Ungleichgewicht bestimmter Botenstoffe im Gehirn angenommen. Daneben ist von einem genetischen Einfluss (vererblicher Anteil) sowie von Einflüssen durch individuelle Lebenssituationen oder Umwelteinflüssen auszugehen.

Bei der Behandlung schizophrener Erkrankungen hat sich die Kombination aus medikamentösen, psycho- und soziotherapeutischen Maßnahmen bewährt. Die Gruppe der dabei am häufigsten eingesetzten Medikamente heißt Neuroleptika. Insbesondere die Neuroleptika der neueren Generation, die sogenannten modernen Neuroleptika oder atypischen Antipsychotika, werden für die medikamentöse Therapie empfohlen.

Mit dem atypischen Antipsychotikum INVEGA® (Wirkstoff: Paliperidon ER) steht nun betroffenen Patienten ein neues, stark wirksames, aber auch gut verträgliches Medikament zur Verfügung. Paliperidon ER wird als Tablette verabreicht und ist das erste Antipsychotikum, das in einer freisetzungsverzögernden Arzneiform entwickelt wurde. Diese sogenannte retardierte Galenik wird bereits in der Behandlung anderer Krankheitsbilder und der Schmerztherapie erfolgreich verwendet. Das Ziel ist dabei einen möglichst gleichmäßigen Wirkstoffspiegel über einen längeren Zeitraum zu erzeugen und Konzentrationsspitzen im Körper des Patienten zu vermeiden. Wirksamkeit und Verträglichkeit des jeweiligen Medikaments können so verbessert werden.

Weitere Informationen unter: www.psychiatrie-aktuell.de




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