Starker Partner für MS-Patienten

Der frühe Vogel fängt den Wurm heißt die Devise bei der Behandlung der Multiplen Sklerose. Denn je eher mit der Therapie begonnen wird, desto größer ist die Chance, dass Patienten langfristig mobil bleiben

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des Zentralen Nervensystems, bei der es zu Entzündungen an verschiedenen Stellen in Gehirn und Rückenmark kommt, welche die Nerven nachhaltig schädigen. In Deutschland sind mehr als 120.000 Menschen an MS erkrankt, dabei sind Frauen mehr als doppelt so häufigbetroffen wie Männer. Die häufigste Verlaufsform ist die schubförmige MS. „Ein Schub ist ein neurologischer Ausfall, der sich zum Beispiel in Gefühls- und Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen äußern kann. Bei jedem Schub besteht die Gefahr, dass dauerhafte Behinderungen zurück bleiben”, erklärt der Spezialist Dr. Norman Putzki vom Kantonsspital St. Gallen. Um Schübe zu vermeiden, ist eine frühzeitige und langfristig durchgeführte Therapie der MS besonders wichtig.

Als Standardtherapie der MS werden seit über 11 Jahren Interferone eingesetzt. Interferone sind Eiweiße und arbeiten als natürliche Boten- und Signalstoffe des Körpers, die dieser bei Entzündungsreaktionen ausschüttet. Bereits vor dreißig Jahren gab es erste Studien zum Einsatz von Interferonen bei der MS. Mitte der 80er-Jahre gelang es erstmals, mit Hilfe der Biotechnologie Interferone in größerem Maße herzustellen.

Als gut wirksam hat sich das intramuskuläre Interferon beta-1a (Handelsname Avonex) erwiesen. Es ist das weltweit meistverschriebene Medikament gegen MS. „Interferon beta-1a - einmal wöchentlich in den Muskel injiziert - wirkt unter anderem antientzündlich auf das Immunsystem, so dass Schübe und die Gefahr fortschreitender Behinderungen reduziert werden”, so auch Dr. Putzki. Ein früher Therapiebeginn mit dem Interferonkann bereits ab dem ersten Schub und auch auf lange Sicht Schutz gegen ein Fortschreiten der MS bieten. Die Injektion in den Muskel ist gut hautverträglich, denn im Gegensatz zu Injektionen unter die Haut verursacht sie kaum Reaktionen an der Einstichstelle wie Schwellungen oder Rötungen. Eine Erleichterung ist auch, dass das Interferon nur einmal wöchentlich gespritzt werden muss. „Mit dem intramuskulären Interferon kann die Krankheitsaktivität der MS vermindert und die Lebensqualität verbessert werden”, fasst Dr. Putzki zusammen.

Neben der Behandlung kommt es bei der MS auch auf Informationen und Unterstützung der Betroffenen an. Daher wurde von Biogen Idec das MS-CARE Therapiebegleitprogramm ins Leben gerufen, das Betroffenen als verlässlicher Partner zur Seite steht. Das Programm setzt auf drei Säulen: Der MS-CARE Schwesternservice bietet mit über 30 speziell ausgebildeten Schwestern Patientenschulungen zur Selbstinjektion an.

Das MS Service-Center mit Experten aus Medizin, Psychologie und Arbeitsrecht hilft bei allen Fragen rund um die MS. - Hotline (08000-30 77 30) - Email www.ms-life.de - Internet www.ms-life.de




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