Stoffwechsel

Alterszuckerkrankheit, Gicht (Harnsäureausscheidungsstörung), Übergewicht, Untergewicht, Appetitlosigkeit, Fettstoffwechselstörungen (erhöhte Blutfettwerte)

Als Stoffwechsel bezeichnet man den gesamten Bereich der Nahrungsaufnahme, des Nahrungsstoffum- und -abbaus im Körper und die Ausscheidung von Stoffen über Haut, Niere und Darm. Die einzelnen Vorgänge sind kompliziert und von vielen Faktoren, Regelkreisen, Fermenten und Hormonen abhängig.

Störungen des Stoffwechsels können auf Funktionsstörungen in den unterschiedlichen Vorgängen beruhen, die Ursachen hierfür können sehr vielfältig sein. Ohne Behandlung können viele Stoffwechselkrankheiten zu schwerwiegenden Organschäden führen.

Bei vielen Stoffwechselstörungen sind jahrelange Ernährungsfehler, mangelnde körperliche Bewegung und Übergewicht ursächlich mitbeteiligt. Selten liegen nur erbliche Krankheitsbilder oder Hormonstörungen vor.

Ernährung/Diät, körperliche Bewegung und Einhalten des Normalgewichts sind somit Eckpfeiler in der Behandlung und Vorbeugung von Stoffwechselstörungen.

Appetitanregende Kräutertees

  • Kalmustee
  • Schafgarbentee
  • Tausendgüldenkrauttee
  • Wermuttee
  • Löwenzahntee
  • Enziantee

Appetitanregende Nahrungsmittel

  • Aprikosen: Saft und Früchte
  • Preiselbeeren: Früchte
  • Zwiebel: Beigabe zu Gerichten
  • Vitamin-A-haltige Nahrungsmittel wie z.B. Spinat, Grünkohl, Rinderleber, Mangold

Bäder

  • mit Heublumen- oder Kalmuszusätzen sind stoffwechsel und kreislaufanrengend (morgens).

Bewegung

Bewegungsmangel spielt häufig bei Stoffwechselerkrankungen eine entscheidende Rolle. Deshalb ist es unabdingbar, neben der Diät und sonstigen Maßnahmen körperlich aktiver zu werden. Nicht einmalige sportliche Spitzenleistung, sondern ein langsam aufgebautes Ausdauertraining ist notwendig, um dauerhaft Erfolg zu haben. Machen Sie regelmäßig längere Spaziergänge Wanderungen, planen Sie einen Tag in der Woche ein, an dem Sie schwimmen, radfahren oder joggen. Lassen Sie öfters bei kürzeren Strecken Ihr Auto stehen.

Einschränkung des Alkoholkonsums

  • entscheidend bei Gicht und erhöhten Fettwerten im Blut.

Ernährung

  • Bei Untergewicht/Appetitlosigkeit vitaminreiche (vor allem Vitamin B und C), eiweißreiche Kost, mehrere kleine Mahlzeiten am Tag, appetitanregende Früchte und Teesorten (siehe auch unter “appetitanregende Kräutertees” und “appetitanregende Nahrungsmittel”),
  • bei Übergewicht Vermeidung einseitiger Kost, vor allem einseitiger Kohlenhydraternährung (Süßigkeiten, Salzgebäck, Backwaren usw.), ausgewogene Diät mit Ballaststoffen;
  • bei erhöhten Cholesterinwerten (Fettstoffwechselstörungen) Fett insgesamt reduzieren (60-80 g/Tag) und vor allem tierische Fette meiden, wie Butter, Eier, Käse (über 30% F.i.Tr.), fette Wurst, Innereien und fettes Fleisch; pflanzliche Produkte mit Ballaststoffen bevorzugen; regelmäßig Fisch mit hohem Gehalt an Eikosapentaensaure (Makrele, Lachs), weiterhin Alkoholkonsum einschränken, um die Leberbelastung so gering wie möglich zu halten;
  • bei Gicht (erhöhte Harnsäurewerte) allgemein den Fleischanteil an der Ernährung stark herabsetzen; keine Innereien (Bries, Leber, Niere usw.), Wildgerichte, Sardinen oder Sardellen essen, aber viel trinken; Alkoholkonsum einschränken und insgesamt üppige Mahlzeiten vermeiden;
  • bei der Zuckerkrankheit (Altersdiabetes)
  • bei übergewichtigen Diabetikern: Diät zur Gewichtsnormalisierung und Blutzucker-Regulierung nach ärztlicher Anordnung und genauem Diätplan!!
  • bei normalgewichtigen Diabetikern: mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, Diät zur Blutzucker-Regulierung nach ärztliche Anordnung und Diätplan;

der insulinpflichtige Diabetiker muß Nahrungs- und Insulinzufuhr optimal aufeinander abstimmen (durch eine spezielle Patientenschulung zu erlernen).

Nüchtern-Blutzuckerwerte:

  • normal: unter 100 mg/dl
  • grenzwertig: 100-120 mg/dl
  • zuckerkrank: über 120 mg/dl

Ernährungstips/Patientenratgeber zu Stoffwechselstörungen

erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse (Barmer, Abt. 1360, 42271 Wuppertal) , oder bei Ihrem Arzt oder Apotheker. Sie beinhalten oft Nährwerttabellen, Kalorienzähler, schmackhafte Rezepte und Übersichten, welche Nahrungsmittel Sie meiden bzw. bevorzugt essen sollten. Sie helfen Ihnen, Ihre Diät zu planen und entsprechend durchzuführen.

Gewichtsreduzierende Maßnahmen

Bei Übergewicht / Fettsucht / Gicht

  • Diät mit ausgewogener Kost; keine einseitige Diät, denn sie kann zu Mangelerscheinungen führen! ausgewogene Zusammenstellung der Nahrung (Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett, Vitamine), oftmals liegt bei Übergewicht eine einseitige, übermäßige Kohlenhydraternährung (Backwaren, Süßigkeiten, Salzgebäck) vor; kein übermäßiger Alkoholgenuß; körperliche Bewegung (Gartenarbeit, Fahrrad- statt Autofahren, Schwimmen, Gymnastik, Spaziergänge), steigert den Stoffwechsel, regt die Verdauung an und erhöht den Energieverbrauch; Fettdepots können abgebaut werden; besser langsamer und stetig abnehmen; besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wieviel Kilogramm Sie pro Woche abnehmen dürfen; - Gruppentherapie; falls Sie es nicht allein schaffen, abzunehmen, können Sie es innerhalb einer Gruppe tun. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
  • Verwenden Sie auf keinen Fall zur Gewichtsabnahme Abführmittel oder sogenannte “Appetitzügler”.

MERKE:

Bei Übergewicht spielen zumeist viele Ursachen gemeinsam eine Rolle, und nur in den seltensten Fällen ist es allein auf eine Drüsen- oder Hormonstörung zurückzuführen.

Für Diätsünder: Alles gleicht sich aus: “Je mehr Kilogramm man mit sich ´rumschleppt, um so kürzer muß man sie tragen!!!”

Jodsalz

zur Vorbeugung von Schilddrüsenerkrankungen; Jod ist wichtig für die Bildung der Schilddrüsenhormone. Der tägliche Bedarf liegt bei 150-200 Mikrogramm. Deutschland ist insgesamt ein Jodmangelgebiet, verwenden Sie deshalb mit Jod angereichertes Speisesalz zum Würzen.

Kalmus <> Acorus calemus

Aronstabgewachs, besonders in Südostasien weitverbreitete Heilpflanze; wirkt drüsenanregend, appetitsteigernd, verdauungsfördernd, magenstärkend.

Löwenzahn <> Taraxacum officinale)

regt u.a. allgemein die Ausscheidung an, fördert Leber-, Gallen- und Nierenfunktion, einfach als Tee zu trinken.

Normalgewicht anstreben

(nach Broca) Körpergröße minus 100 = kg Gewicht; entscheidend bei Übergewicht, Fettsucht, Gicht, Blutzuckerkrankheit; durch Erreichen des Normalgewichts allein ergibt sich oft schon eine entscheidende Besserung des Krankheitsbildes. Häufig wird dadurch bei der Alterszuckerkrankheit eine medikamentöse Behandlung überflüssig.

Besser: Gewicht nach dem Body-Mass-Index (BMI)

  • Körpergewicht in kg/(Körpergröße in m2 ) = BMI
  • Beispiel: 90 kg/1,80 m x 1,80 m = 27,7
  • BMI größer als 27: Übergewicht
  • BMI zwischen 21 und 27: “Normalgewicht”
  • BMI kleiner als 21: Untergewicht

Rohkosttage

Zur Entschlackung, Stoffwechselanregung und Verbesserung der Ausscheidung sollten Sie öfter mal einen “Rohkosttag” einlegen. Essen Sie an diesem Tag nur ungekochtes Obst, Salate und Gemüse. Trinken Sie Mineralwasser oder Fruchtsäfte.

Säftekur

Entschlackende Trinkkur. Man trinkt einen Tag lang nur Gemüse- oder Obstsäfte und Tee und nimmt keine feste Nahrung zu sich.

Sauna

Wechsel zwischen Wärme und Kälte fördert die Durchblutung, regt den Stoffwechsel an und fördert so auch die Ausscheidung; entschlackt den Körper und stärkt die Abwehrkräfte.

Saunagang: max. 8-10 Minuten, je nach Verträglichkeit, danach Abkühlung durch kalte Dusche und Tauchbecken, danach durch die frische Luft; in der Pause evtl. Wechselbäder.

Wichtig: 10-15minütige Ruhephasen zwischen den einzelnen Saunagängen unbedingt einhalten! Nicht mit kalten Füßen in die Sauna gehen.

Lesen Sie sich bitte die Hinweistafeln in den Saunen gründlich durch.

ACHTUNG:

Keine Saunaanwendungen bei schweren Herz, Kreislauf- und Nierenerkrankungen.

Stoffwechselanregende Kräutertees

  • Brennesseltee
  • Kalmustee
  • Löwenzahntee
  • Wermuttee
  • Misteltee

Vitamine

haben in den Stoffwechselprozessen die unterschiedlichsten wichtigen Aufgaben; man unterteilt sie in fett und wasserlösliche Vitamine, die mit der Nahrung aufgenommen werden; eine ausreichende Vitaminversorgung erreicht man durch ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse. Zeiten mit erhöhtem Vitaminbedarf: Winter, Frühjahr, Schwangerschaft.

Tausendgüldenkraut <> Centaurium umbellatum

gehört zu den Enziangewächsen und hat aufgrund seiner Bitterstoffe eine sehr appetitanregende Wirkung; einfach als Tee zubereiten, sehr gut verträglich (siehe auch “Verdauungsorgane”).

Auf jeden Fall den Arzt zu Rate ziehen, …

  • wenn Azetongeruch, d.h. ein säuerlicher, apfelartiger Geruch auftritt (evtl. Hinweis auf ein sich anbahnendes diabetisches Koma).
  • wenn ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) besteht; hier müssen regelmäßig Blutzucker, Zuckergehalt im Harn sowie die Augen kontrolliert werden. Ebenso die Füße auf Druckstellen und Verletzungen.
  • wenn Zeichen einer Unterzuckerung (häufig auch bei Diabetikern) auftreten: Zittern, Herzklopfen, Schweißausbruch, Hungergefühl, Schwindel, bei starker Unterzuckerung schließlich Bewußtlosigkeit. Bei den ersten Anzeichen können rasch Traubenzucker oder zuckerhaltige Getränke gereicht werden.
  • wenn wiederholt und trotz Diät erhöhte Cholesterinwerte vorliegen. Hier muß durch den Arzt eine behandlungsbedürftige Störung ausgeschlossen werden.
  • wenn es zu einer plötzlichen unerklärlichen Gewichtsabnahme kommt. Als mögliche Ursachen können hier etwa eine Schilddrüsenerkrankung, ein Diabetes mellitus oder ein bösartiges Leiden in Frage kommen.
  • wenn ständig und unerklärlich an Gewicht zugenommen wird; möglicherweise sind hier die Schilddrüse oder die Nebennieren betroffen.
  • wenn eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt; hier muß der Arzt entscheiden, welche Art der Behandlung angezeigt ist.



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