Therapieoptionen bei Schmerz

Von chronischem Schmerz spricht man, wenn der Schmerz immer wiederkehrt oder länger als ein halbes Jahr andauert. Werden Schmerzsignale auf die leichte Schulter genommen und zu lange „ertragen”, kann ein „Lernprozess” des Schmerzgedächtnisses in Gang gesetzt werden: Das Nervensystem wird zunehmend für Schmerzreize sensibilisiert. Schließlich können schon geringste Reize Schmerzen auslösen und Schmerzen werden sogar abgekoppelt von den eigentlichen Ursachen empfunden.

Um einer Chronifizierung entgegen zu wirken, sollten verschiedene Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen des Gesundheitssystems greifen. Neben ärztlichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema „Schmerzchronifizierung und Schmerztherapie” sowie der Anwendung kooperativer interdisziplinärer Behandlungsmodelle kommt auch der Selbstmedikation akuter Schmerzzustände und damit der Beratung des Apothekers eine wichtige Rolle zu. Denn akute Schmerzen sollten unverzüglich und effektiv behandelt werden, um so möglichst eine Chronifizierung zu vermeiden.

Aufgrund der Vielzahl der Schmerzarten und der individuell unterschiedlichen Schmerzwahrnehmung gibt es auch in der Schmerztherapie eine große Bandbreite von Therapieoptionen, mit denen Schmerz individuell und adäquat behandelt werden kann. In der medikamentösen Therapie des akuten Schmerzes haben sich nichtsteroidale Antirheumatika bewährt. Aufgrund ihrer guten Wirksamkeit und Verträglichkeit konnten in letzter Zeit bewährte Wirkstoffe aus der Verschreibungspflicht entlassen werden und stehen als OTC-Medikamente für die Selbstmedikation zur Verfügung.

Diclofenac

Nach 30 Jahren Einsatz als hoch dosiertes, verschreibungspflichtiges orales

Antirheumatikum ist Voltaren® rezeptfrei in der Apotheke erhältlich: Seit dem 1. Januar 2004 als Voltaren® Dolo 12,5 mg. Diclofenac und seit dem 1. Oktober 2007 als Voltaren® Dolo Extra 25 mg mit einer Dosierung von bis zu 75 mg/Tag.

In vielen verschiedenen klinischen Studien erwies sich Diclofenac (initial 25 mg, maximal 75mg/d) Plazebo signifikant überlegen und/oder der Referenzsubstanz Ibuprofen (I 1200mg/d) als mindestens gleichwertig. Dies wurde vor allem in den typischen OTC-Indikationen wie Rückenschmerz, Kopfschmerz, Zahnschmerz oder fiebriger Erkältung belegt.




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