Volvo V40 Cross Country: „Soft Tourer“ mit Leidenschaft

Schokobraun glänzend steht er vor uns, man möchte fast hineinbeißen in dieses Nougatstückchen, so appetitlich präsentiert sich der Volvo V40, dessen CC nicht für Cabrio-Coupé sondern eben für seine Leidenschaft für fahrtechnisch aufwändige „Umwege“ steht. Querfeldein durch Wald und Wiesen, ob morastig bergan oder steinig bergab, er will es jedem recht machen. Er bringt seinen Fahrer „der Freiheit entgegen“, wie die Werbebroschüre vollmundig verkündet. Eigentlich

spricht ja schon seine Herkunft dafür – Schweden ist nicht gerade ein Land mit übermäßig viel Verkehr – dafür gibt es um so mehr Landschaft und die ist nicht immer von Autobahnen durchzogen. Also ziemlich klar, dass man sich im hohen unwirtlichen Norden ein Auto zulegt, welches mehr kann, als nur in der Sonne glänzen – eines, mit dem man eben über Stock und Stein fahren kann. Was leider nicht so ganz stimmt, denn der Bodenabstand ist für ein geländetüchtiges Auto doch ziemlich mickrig.

Natürlich hat er viel mehr zu bieten, als sachlich kühles skandinavisches Design! Viel mehr sogar. Und gerade deshalb fällt er auf, in der Masse der uniformen Einheitsautos. Schon immer stand Volvo für extreme Sicherheit und das ist auch noch heute so – zahlreiche Sicherheitsextras, viele davon allerdings nur gegen ein saftiges Aufgeld, versprechen gefahrloses Cruisen. Man darf aber auch nicht verschweigen, dass der stylische Mittelklasse SUV immer noch günstiger ist, als entsprechende deutsche Konkurrenten.

Wir durften den V(steht bei Volvo immer für Kombi)40 als Diesel mit eingetragenen 115 PS (84 kW) und gut und gerne 190 km/h testen. Der bescheidene Gesamtverbrauch lag bei rund 5 l, und somit doch um einiges höher, als im Datenblatt (4,1 l im Mix) ausgewiesen. Das mag aber auch an der Tatsache liegen, dass wir täglich die 50 km lang Autobahn nützen, um in die Stadt zu kommen – und da fährt man schon gerne mal schneller!

Besonders angetan hatte es uns das geniale Assistenzsystem des Volvo V40 Cross Country. Es spielt wirklich alle Stückchen, die sich der technisch begeisterte Autofreak heute vorstellen möchte. Das System ist zudem leicht verständlich (ja, auch für Frauen!) und es lenkt bei der Bedienung nicht vom Verkehr ab (sollten sich einige andere Autohersteller dringend hinter die Ohren schreiben). Und wir haben alles ausprobiert. Zieleingabe vom Wohnzimmer via Smartphone – einsteigen, starten und schon waren die Daten aktualisiert und wir fanden unsere Ziele stets problemlos – gut, einmal landeten wir auf einem Feldweg, aber ganz ehrlich – da war nicht das Navi dran schuldJ. Zumal es sich stets von selbst updaten lässt (kostenlos).

Genial und beliebt bei unseren zwei Redaktionsdamen – der Parkassistent, der selbst ungeübte problemlos in auch kleine Parklücken navigierte – man muss sich nur erst mal trauen, ihn zu benutzen und hier sei jedem gesagt: Übung macht den Meister und diese holt man sich am einfachsten in leeren Parkgaragen oder großen halbleeren (Firmen-) Parkplätzen. Besonders geeignet fanden wir dafür aber auch die Münchner Ludwigstrasse am Sonntag Morgen. Außer einer einsamen Polizeistreife gab es keine Zuschauer – und beim zweiten Anlauf klappte es auch prima. Man muss nur lernen, einfach nichts zu tun, was zugebenermaßen anfangs schwer fällt. Und die Parkhilfe ist bei der schlechten Sicht nach hinten mehr als ideal. Dabei aufgefallen ist uns auch der relativ große Wendekreis des V40 Cross Country.

Toll und wohl auch nur bei Volvo zu finden ist der Fußgänger-Airbag sowie das City Saftey System. Überhaupt die Sicherheit – sie wird bei Volvo ganz groß geschrieben. Das Fahrerassistenz-Paket mit Geschwindigkeitsregelanlage, Fahrdynamikregelung, dem Driver-Alert bei Müdigkeit (plötzlicher Spurwechsel!) sowie der Notbremsassistent mit Fußgänger- und Fahrradfahrererkennung gehören ebenso dazu wie beheizbare Außenspiegel und selbstverständlich die Start-Stop-Automatik.

Unser schlüssellos fahrbarer Sechsgang-Automatik V40 mit Geartronic Funktion verfügte natürlich auch über eine Verkehrszeichenerkennung (man sollte die angegebenen Höchstgeschwindigkeiten lieber in etwa einhalten, denn ggf. regelt der V40 den Motor ab und bewahrt seinen Fahrer so vor teuren Strafpunkten. Wer allerdings in Stuttgart bei erlaubten 120 km/h mit 125 km/h geblitzt wird, muss trotzdem zahlen, da half auch das in die Kamera lächeln der Fahrerin nichts!).

Komfortabel und bequem lässt es sich aus leicht erhöhter Position sanft, aber durchaus powervoll durch die Landschaften gondeln. Sicherheitsfans sollten eigentlich überhaupt keinen anderen SUV in Betracht ziehen – keiner bietet so viel! Der Einstiegspreis liegt bei € 26.780.– , der allerdings nach oben noch weit offen ist. (Sylvia von Lichem)




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