Meniskus im Seniorenalter

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    Tennisspieler - ©Pixabay

Das Knie ist das größten menschliche Gelenk und bildet mit Muskeln, Bänder, Knorpel und Sehnen eine komplizierte Struktur. Nur, wenn alle Teile des Knies intakt sind, ist reibungslose und schmerzfreie Bewegung möglich. Vor allem im fortgeschrittenen Alter machen sich jedoch Abnutzungserscheinungen – vor allem an den Menisken – bemerkbar und schränken die Beweglichkeit der Knie ein.

Verletzungsgefahr bei Drehbewegungen

Während die Bänder häufig durch Verletzungen – zum Beispiel Ausrutschen oder einen Sturz – geschädigt werden, reiben sich die Menisken über die Jahre durch millionenfache Belastung ab. Daher verwundert es nicht, dass rund drei Viertel der Meniskusrisse von über 50-Jährigen durch Abnutzung verursacht sind. Im gesunden Knie sorgen die flachen halbmondförmigen Knorpelscheiben dafür, dass die Knochen sauber aufeinander liegen. Gesunde Menisken fangen heftige Stöße ab und verteilen den Druck auf die Knie. Sind sie jedoch abgenutzt, halten sie großen Belastungen oft nicht mehr Stand.

Meniskusverletzungen erkennen

Abgeriebene Menisken bereiten generell Probleme, denn bei vielen Bewegungen müssen die Kniegelenke ein Vielfaches des eigenen Körpergewichtes tragen. Drehbewegungen mit gebeugtem Bein, wie etwa beim Wandern und Tennis spielen aber auch beim Treppen steigen oder in die Hocke gehen, bergen ein hohes Verletzungsrisiko. Doch woran ist eine Meniskusverletzung zu erkennen? Blutergüsse und Flüssigkeitsansammlungen im Knie sind sichere Anzeichen für eine Meniskusverletzung. Zudem schmerzt das Knie und schwillt meist an, in manchen Fällen ist auch ein schnappendes Geräusch zu hören oder das Gelenk blockiert.

Schadensbegrenzung durch Sofortmaßnahmen

Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse lassen sich durch die gezielte Erstversorgung mit Cremen und Tabletten (z.B. Traumeel Creme und Tabletten, rezeptfrei in der Apotheke) unmittelbar eindämmen. Vor allem ein Salbenverband mit mäßigem Druck kann hierbei wertvolle Dienste leisten. Das bewährte Arzneimittel mit 14 natürlichen Inhaltsstoffen wie Arnika (Arnica montana), Beinwell (Symphytum) und Zauber-nuss (Hamamelis) beschleunigt die natürliche Heilung und reguliert Entzündungsprozesse. Zusätzlich zur äußerlichen Anwendung kann man mit Tabletten die heilfördernde Wirkung unterstützen.

Medizinische Versorgung von Meniskusschäden

Dennoch sollte das betroffene Knie in jedem Fall medizinisch versorgt werden. Da das Knorpelgewebe nicht oder kaum durchblutet ist, kann eine Meniskusverletzung ohne Behandlung nicht heilen. Leichte Meniskusschäden können meist konservativ, also ohne Operation versorgt werden. Größere Risse werden häufig arthroskopisch genäht. Auch das Alter des Patienten spielt hierbei eine Rolle. Anders als bei jungen Patienten, werden Meniskusrisse im Seniorenalter meist nicht operativ, sondern konservativ mit physiotherapeutischen Maßnahmen be-handelt.

Das tut den Knie gut: Schon in jungen Jahren vorbeugen

Wer seine Knie beizeiten schont, profitiert im Alter! Schon wenige Maßnahmen können zu lebenslanger Beweglichkeit beitragen:

  • Gehen lernen: Fehlstellungen wie X- und O-Beine, die die Gelenke belasten können, lassen sich durch eine gezielte Gangschulung ausgleichen.
  • Bequem sitzen: Unbequeme oder schmerzhafte (Sitz-)Haltungen – zum Bei-spiel Knien oder Hocken – sollte man nach Möglichkeit vermeiden.
  • Ausgleich schaffen: Auch zu einseitige körperliche Belastung, zum Beispiel im Job, kann zu Schmerzen führen. Sport ist dann der ideale Ausgleich!
  • Nicht überlasten: Bewegung ist gut – Überlastung aber schadet! Anstatt also die Knie mit einem Marathon zu quälen, lieber nur kleine Runden drehen oder auf knieschonende Sportarten wie Radfahren, Schwimmen und (Nordic) Walking setzen.
  • Verletzungen auskurieren: Lässt man Verletzungen nicht vollständig ausheilen, kann sich das im Alter rächen.



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