Elsass – Herbstzeitschön

60 Jahre Straße und sieben Rebensorten

Das Elsass und der Wein – ein untrennbares Paar, herzerwärmend und voller Lebensfreude, begleitet und abgerundet durch eine exquisite Küche mit nicht enden wollenden Gaumenfreuden. Leben und Leben lassen, das ist oberstes Gebot im Elsass und es ist die Botschaft dieser lieblichen Landschaft, die sich links des Rheins von Colmar bis Straßburg erstreckt.

Die Straße

Entlang der bekannten und beliebten 170 km langen Elsässer Weinstraße , die dieses Jahr ihr 60jähriges Bestehen feiert, steht der Wein im Mittelpunkt allen Geschehens. Von Marlenheim, dem Tor der Weinstraße im Norden, nach Thann im Süden schlängelt sie sich durch die Weinberge, überquert Hänge und Täler, und reiht 70 Weindörfer und 400 Winzerbetriebe wie an einer Perlenschnur auf. Hier und da trifft man auf geheimnisvolle Burgen und Mauern befestigter Städtchen aus dem Mittelalter oder auf geheimnisvolle Sehenswürdigkeiten, die Geschichte atmen. Wer das Elsass, seinen Wein und vor allem seine Menschen verstehen will, sollte die Menschen besuchen und ihre Weine verkosten. Überall am Wegrand ist dies möglich – man wird Sie überall willkommen heißen, in gemütlichen Winstubs und kühlen Kellern

Der Wein

Er wird hier, entgegen des Brauches anderer französischer Regionen nicht nach dem Landstrich, sondern nach der Rebsorte benannt. Sieben Rebsorten, allesamt abgefüllt in den typischen schlanken Flaschen, bilden die Elsässer Weine: Sylvaner, Pinot blanc (Weißburgunder), Riesling, Muscat d’Alsace, Tokay Pinot Gris (Grauburgunder), Gewürztraminer und Pinot Noir (Schwarzburgunder). Abgefüllt werden sie in die typischen, schlanken Flaschen. Bis auf den Pinot Noir sind es samt und sonders Weißweinsorten, die bekannteste unter ihnen dürfte wohl der Gewürztraminer sein.

Der elsässische Weinverband CIVA beschreibt die Sorten wie folgt:

  • Sylvaner: leichter, erfrischender Wein, zart und fruchtig im Geschmack
  • Pinot Blanc: ausgewogen, häufig fruchtig, leichte Säure, Aroma von Veilchen und Iris
  • Muscat: trockener Wein, leicht pfeffrig, ausgeprägtes Aroma frischer Trauben; als Aperitif-Wein oder als Begleiter zu Spargel
  • Riesling: trockener Weißwein mit Charakter, Aroma von Zitrusfrüchten, manchmal eine Spur von Mineralen oder Blumen
  • Pinot Gris: vollmundiger, runder und ausgewogener Wein mit leichter Säure, Aromen von Unterholz und gelben Früchten
  • Gewürztraminer: sehr geschätzt für sein reichhaltiges Bouquet, vollmundig und gut strukturiert; entwickelt Aromen von Honig oder exotischen Früchten
  • Pinot Noir: leicht, geschmeidig und säuerlich, Aromen roter Früchte

Elsass-kurz gefasst

Auf seinen 190 km Länge und 50 km Breite erstreckt sich das Elsass zwischen dem Rhein und dem Vogesengebirge über die beiden Departements „Bas-Rhin“ (Unterelsass) im Norden und „Haut-Rhin“ (Oberelsass) im Süden. Es ist die kleinste Region Frankreichs.

  • Fläche: 8.280 km2
  • Einwohner: 1,8 Mio. – Straßburg: 450.000, ?Mulhouse: 110.000, Colmar: 66.500
  • Bevölkerungsdichte: 220 Einwohner / km2
  • Religion: mehrheitlich katholisch
  • BIP: 20.750 €/Kopf (Platz 2 in Frankreich)

Klima

Im Elsass herrscht ein gemäßigtes Kontinentalklima mit warmen Sommern und kalten Wintern. In den Vogesen sind diese häufig schneereich. Die Niederschläge sind eher gering, da die Vogesen die Region vor der Witterung schützen. Colmar gilt als die „trockenste Stadt Frankreichs“.

Tipp: Weinlehrpfade Überall im elsässischen Weinbaugebiet schlängeln sich Pfade durch die elsässischen Weinberge, die zu gemütlichen Spaziergängen einladen. Besucher können mehr über die elsässischen Rebsorten und die Arbeit der Winzer erfahren und Fauna und Flora sowie kleine Dörfer rechts und links der Elsässer Weinstraße entdecken. Inmitten der Rebstöcke und Trauben schlägt das geheime Herz des Elsass.

  • Der Weg „ Die Perlen des Weinbergs “: Dieser im Elsass als mythisch geltende Weg führt durch die sechs Gemeinden Beblenheim, Bennwihr, Hunawihr, Mittelwihr, Riquewihr und Zellenberg, mitten durch „Grands Crus“-Lagen.

  • Der Weinlehrpfad von Dambach-la-Ville führt über sechs Kilometer durch die grüne Landschaft mit ihrem sehr trockenen, granithaltigen Boden, der die Rebstöcke „leiden“ lässt und so außergewöhnliche Trauben produziert.




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