Schneerausch im Ahrntal

Über 80 majestätische 3000ender umrahmen das rund 40 Kilometer lange Ahrntal. Und ein bisschen fühlt man sich wie am Ende der Welt. Zumindest am Ende Italiens, denn ins österreichische Zillertal kommt man von hier aus nur zu Fuß. Ein ideales Hideaway also für gestresste Großstädter, erholungssuchende Familien, turtelnde Flitterwöchler und begeisterte Aktivurlauber, die hier das ganze Jahr ein volles Programm vorfinden.

Im Sommer sind es Wander-, Kletter- und Mountainbiketouren, Paragliding, Rafting oder Golf, im Winter die beiden Skigebiete Klausberg und Speikboden mit unzähligen Pisten, Loipen und der längste Nachtrodelbahn Südtirols, die Schneesicherheit bis Ostern bieten. Nicht weit entfernt dann noch der Kronplatz, die Nr. 1 der Skigebiete in den Dolomiten.

Durch die abgeschiedenen Lage, die bis weit in die 1960er Jahre bestand, entwickelten sich viele handwerkliche Fertigkeiten. Deshalb gehören Spitzenklöppeln und Holzschnitzerei ebenso zum Ahrntal wie das Schaubergwerk und der Klimastollen in Prettau oder das Mineralienmuseum und das Bergbaumuseum Kornkasten in Steinhaus.

Dass man den Begriff „Krippe” auch weiter fassen kann, beweist Europas berühmtestes Krippenmuseum „Maranatha” in Luttach mit angeschlossener Bildhauerwerkstatt: Auf 1900 Quadratmetern findet man hier neben dem klassischen Weihnachtsmotiv auch umfangreiche volkstümliche Schnitz-Anlagen, wie etwa das 12 Quadratmeter große Bergdorf mit Almhöfen, bäuerlichen Werkstätten, Viehherden und Alltagsszenen, die das Leben der Bewohner darstellen. „Das hat ein Knecht über 20 Jahre lang in seiner Freizeit geschnitzt”, erklärt Museumsbesitzer Paul Gartner. Der Bildhauer hat seine Exponate aus ganz Europa zusammengetragen - von der Tirolerkrippe über die orientalische Geburtsgruppe bis hin zur begehbaren Krippe mit lebensgroßen Holzfiguren und einer 300 Jahre alten Barockkrippe.

Nach Sport und Sehenswürdigkeiten geht‘s zu Wellness und Gourmet-Küche ins 5-Sterne-Haus „Alpenpalace” in St. Johann. Vor vier Jahren eröffnet, stellt das Hotel eine Luxus-Insel in abgeschiedener Bergwelt dar: In der Küche werden neben internationalen Gerichten vor allem frische regionale Spezialitäten und Weine angeboten. 50 Zimmer, über die Hälfte davon Suiten, in zwölf verschiedenen Kategorien, von rustikal oder alpenländisch über asiatisch bis zum Allergikerzimmer und der Spa-Suite sorgen für individuelle Gemütlichkeit. Auf 2000 Quadratmetern Wellness- und Beautybereich kann man im Indoor-Pool mit Wasserfall, Luftsprudelbecken und Reflexzonen-massage entspannen, Whirlpool und Solepool mit Salzgradierwerk ausprobieren oder in einer der vielen Saunen schwitzen. Acht Mitarbeiter sind für Spa-Behandlungen zuständig, von der Meeresschlammpackung bis zur Ayurveda-Massage. Angeschlossen ist ein Wellnessgarten mit großem Pool, der im Winter auf 32 Grad geheizt ist.

Im 30.000 qm großen Park mit Barockgarten, Sonnenterrassen und ungetrübtem Panoramablick plant General Manager Jonas Mairhofer, dessen Familie das Hotel gehört, fürs nächste Jahr noch einen Schwimmteich. Wahlweise auch ein Putting-Green für Golfer. Er selbst favorisiert ersteres, ein Teil seiner Stammgäste letzteres. „Deshalb steht die Entscheidung noch aus.”

Eines hat sich auf jeden Fall schon bewährt: Gästen, denen die einstündige Fahrt von der Autobahnausfahrt Brixen zu weit ist, steht im Park ein Helikopter-Landeplatz zur Verfügung.

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