Diätkonzepte im Überblick

Wir leben nicht, um zu essen - wir essen, um zu leben

Mit diesem Spruch bringt es der griechische Philosoph Sokrates auf den Punkt: Für alles Leben ist zunächst Energie notwendig. Diese schöpft der menschliche Organismus aus den drei Hauptnährstoffen Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett. Hinsichtlich ihrer energieliefernden Eigenschaft sind diese Nährstoffe teilweise untereinander austauschbar. Doch daneben erfüllen sie wie auch die Mineralstoffe und Vitamine spezifische physiologische Funktionen. Dazu gehören z.B. die Signalleitung in Nervenzellen oder

die Steuerung komplexer Vorgänge , beispielsweise Zellwachstum und -erneuerung. Eine ausreichende Versorgung mit diesen Nährstoffen ist lebensnotwendig.

Wie die Nahrung zusammen gesetzt sein soll, um den Bedarf des Körpers an allen Nährstoffen zu decken, wird viel diskutiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden in der Regel die Empfehlungen zur Nährstoffzufuhr der Gesellschaften für Ernährung dieser drei Länder herangezogen. Ihre Angaben dienen als Grundlage für die praktische Umsetzung einer vollwertigen Ernährung.

Beispiele für Diäten mit spezifischen Nährstoffrelationen sind:

Glyx Diät

  • Der Glykämischer Index bildet die Basis der Ernährungsempfehlungen. Er teilt Kohlenhydrate gemäß ihrer Wirkung auf den Blutzuckerspiegel ein.
  • Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen Index, die nur einen schwachen Anstieg des Blutzuckerspiegels bewirken, sind laut Glyx-Prinzip zu bevorzugen, da sie die Insulinproduktion nur mäßig ansteigen lassen und dadurch den Abbau von Fett erleichtern

**Einteilung der Ernährung in drei Phasen: **

  • Phase 1: Lebensmittel mit hohem glykämischen Index wie Brot, Reis und Nudeln sind tabu.
  • Phase 2: Vollkornprodukte wie Vollkornbrot sind erlaubt.
  • Phase 3: prinzipiell alle Lebensmittel erlaubt, Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index nur in Maßen.

    • Kein Zählen der Kalorien erforderlich.

Schlank im Schlaf

  • Insulin-Trennkost nach Dr. med. Detlef Pape.
  • 3 Mahlzeiten pro Tag mit mindestens 5 Stunden Abstand sind erlaubt.
  • Trennung von Kohlenhydraten und Eiweiß: Verzicht auf tierische Eiweißprodukte zum Frühstück sowie kohlenhydrathaltige Lebensmittel zum Abendessen, um den Insulinspiegel zu regulieren.
  • Anregung der nächtlichen Fettverbrennung und der Regenerationsprozesse im Körper durch Insulinkontrolle: Energiegewinnung aus Fettzellen, die abends durch den geringen Insulinspiegel nicht blockiert sind.
  • Kein Zählen der Kalorien erforderlich.

Atkins Diät

  • Erlaubt Eiweiß- und Fettverzehr ohne Einschränkungen bei gleichzeitiger starker Reduzierung der Kohlenhydrataufnahme. Dadurch soll der Körper Fett statt Kohlenhydrate zur Energiegewinnung heranziehen.
  • Empfohlener Fettgehalt liegt bei 45 Prozent, der Eiweißanteil liegt bei 40 Prozent.
  • Kein Zählen der Kalorien erforderlich.

Beispiele für Diäten mit energiereduzierter Nährstoffzufuhr sind:

Mittelmeer-Diät

  • Ausgewogene Mischkost, die als dauerhafte Ernährung geeignet ist.
  • Empfohlene Nahrungsmittel umfassen überwiegend Gemüse, Salat, Obst, Fisch, Knoblauch sowie Olivenöl.
  • Obwohl die aktuelle Ernährung in den Mittelmeerländern heute oft anders aussieht, wird die Ernährung mit den genannten Lebensmitteln mit einer Verringerung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck sowie einer verlängerten Lebenserwartung assoziiert.
  • Gewichtsreduzierung hängt von der Auswahl der Mahlzeiten und der verwendeten Menge Olivenöl ab.

Weight Watchers

  • Grundlage ist die Umstellung auf eine vollwertige, fettarme Mischkost zur dauerhaften Gewichtsreduktion.
  • Einteilung und Bewertung der Nahrungsmittel nach Punktesystem (POINTS®) und Ernährungsplan (ProPoints Plan).
  • Ernährungskonzept wird in drei Phasen eingeteilt und basiert auf den Standbeinen „Ernährung, Verhalten, Bewegung, Unterstützung”.

Brigitte Diät

  • Basiert auf einer Ernährungsumstellung auf kalorienreduzierte Mischkost.
  • Tägliche Kalorienzufuhr im Schnitt ca. 1.200 kcal und 35g Fett, erhöhter Kalorienbedarf bei regelmäßigem Sport.
  • Unterteilung in verschiedene Ernährungsformen (z.B. BRIGITTE-Wochenend-Diät, BRIGITTE-Diät 3 Kilo).
  • Mahlzeiten und Tagesmenü sind nach Baukastenprinzip kombinierbar.

Zone-Diät

  • Zusammensetzung jeder Haupt- und Zwischenmahlzeit aus 40 % der Kalorien in Form von Kohlenhydraten, 30 % aus Eiweiß und 30 % in Form von Fett.
  • Pro Tag fünf Mahlzeiten im Abstand von weniger als fünf Stunden: Zusätzlich zu Frühstück, Mittagessen und Abendessen noch zwei Zwischenmahlzeiten, davon eine am Nachmittag und eine vor dem Zubettgehen.
  • Wichtig sind wie bei der Mittelmeerkost Kohlenhydratlieferanten mit niedrigem glykämischen Index und die ergänzende Einnahme von Omega-3-Fettsäuren (Fischöl).
  • Umfang der Mahlzeiten kann über Nährstoffblöcke berechnet werden.



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