Kleines Kräuterlexikon

In Deutschland ist es einfach, ganzjährig frische Küchenkräuter zu erhalten. Sie geben Salaten und Suppen den richtigen Pep und verfeinern Fleisch und Fischgerichte. Sogar in Desserts sind sie ein wahrer Hit. Am häufigsten werden hierzulande Petersilie, Basilikum, Schnittlauch, Dill und Kresse gekauft.

Die Die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e. V. (BVEO) hat eine kleines Lexikon für Kräuterliebhaber mit den wichtigsten Klassiker und mediterrane Spezialitäten aus deutschem Anbau zusammengestellt.

Die Klassiker

Jeder kennt sie und sie dürfen in keiner Küche fehlen: die Würz-Klassiker. Wie alle Kräuter sind sie besonders aromatisch, wenn sie frisch auf den Teller kommen. Tipp: Das Grün im Bund immer in ein Glas Wasser stellen, so bleibt es länger haltbar.

Petersilie: Kein anderes Kraut wandert so häufig über den Ladentisch wie die Petersilie. Wenn man ein etwas stärkeres Aroma bevorzugt, sollte zur robusteren, gekrausten Variante gegriffen werden. Diese eignet sich auch ideal als Dekoration von Eintöpfen oder Hauptspeisen.

Schnittlauch: Das Mitglied der Lauchgewächse verfügt über ein leicht scharfes Aroma. Die grünen Stängel sollten mit der Schere geschnitten, nicht gehackt, werden, da so die ätherischen Öle in den Halmen enthalten bleiben und sich das volle Aroma entfalten kann. Außerdem wichtig: Das Kraut immer roh verzehren, gekocht verliert es an Intensität!

Dill: Das Grün blüht in Dolden und schmeckt kräftig und leicht süßlich. Neben den Stängeln eignen sich auch die Dillsamen zum Würzen. Frankfurter Sauce, Gewürzgurken und viele deutsche Fischgerichte kommen ohne das Kraut nicht aus. Aufgrund seines kräftigen Geschmacks macht es sich aber auch gut als Zutat in Salaten oder Dips.

Kresse: Dieses kleine Pflänzchen soll aufgrund seiner Intensität nur sparsam verwendet werden. Besonders gut lässt sich das Kraut zu deftigen Eierspeisen, cremigen Suppen oder herzhaften Brotzeiten kombinieren.

Die Mediterranen

Diese mild-aromatischen Kräuter zaubern schnell südländisches Flair auf den Teller. Die Blätter und Spitzen sollten beim Kauf eine kräftige, grüne Farbe ausweisen – das deutet auf Frische hin.

Basilikum: Das Trendprodukt im Kräutersortiment. Die Einkaufsmenge stieg in den vergangenen Jahren um über 40 Prozent. Basilikum duftet unverwechselbar und schmeckt mild-aromatisch. Das Grün ist nicht nur Bestandteil der italienischen Küche, auch Süßspeisen und Cocktails werden damit verfeinert.

Rosmarin: Das Gewürz hat aufgrund seiner ätherischen Öle ein sehr intensives, leicht bitteres Aroma und sollte gut dosiert werden. Die Zweige sind robust und eignen sich besonders zum Grillen, Schmoren und Braten. Vor dem Servieren sollten die Nadeln entfernt werden.

Salbei: Eine bewährte Heilpflanze, die auch bei Erkältungen und zum Beispiel Zahnbeschwerden eingesetzt werden kann. Aufgrund der ätherischen Öle passen die Blätter zu pikanten und deftigen Eintöpfen und Gerichten mit Fleisch oder Nudeln. Das wohl berühmteste Gericht mit Salbei ist Saltimbocca – dünn geschnittenes Fleisch, das mit Schinken und Salbeiblättern belegt und aufgerollt wird.

Quelle: Agrar-Informations Gesellschaft (AMI) 2014




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