Probiotische Ernährung

Der Begriff Probiotikum kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „für das Leben“ – pro = für und bios = Leben. Geprägt wurde der Begriff in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. R. B. Parker hat ihn 1974 in einer Weise definiert, die der heutigen Anschauung sehr nahe kommt. Er bezeichnete Probiotika als „Organismen und Substanzen, die zur intestinalen mikrobiellen Balance beitragen“.

Was sind Probiotika? Welche Formen gibt es?

Es gab und gibt im Laufe der Jahre seit ihrer Entdeckung zahlreiche verschiedene Begriffsbestimmungen des Wortes „Probiotika“. Zwei der heute gebräuchlichsten Definitionen sind:

  • „Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die, wenn in ausreichender Menge verabreicht, dem Wirtsorganismus einen gesundheitlichen Nutzen bringen.“ (Expertenkommission zur Anwendung von Milchsäurebakterien der Food und Agriculture Organisation (FAO) und der World Health Organisation (WHO), 2001).
  • „Probiotika sind definierte lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge in aktiver Form in den Darm gelangen und dadurch positive gesundheitliche Wirkungen erzielen (Bundesamt für Risikobewertung (BfR), ehemals BgVV 1999: Arbeitsgruppe “Probiotische Mikroorganismenkulturen in Lebensmitteln”).

Probiotika – Lebendiges fürs Leben

Probiotika können in Lebensmitteln oder Medikamenten Einsatz finden. Im Nahrungsmittelbereich gibt es zum Beispiel mit probiotischen Bakterien hergestellte Joghurts, Joghurtdrinks, Quark, Käse oder Wurst.

Als probiotische Kulturen kommen in Lebensmitteln meist Milchsäurebakterien wie Bifidusbakterien- und Lactobacillus-Stämme zum Einsatz. Damit sie ihre gesundheitsförderlichen Wirkungen entfalten können, müssen sie in ausreichender Menge lebend den Darm erreichen.

Speziell ausgewählt – für die lange Reise in den Darm

Viele der natürlicherweise in fermentierten Lebensmitteln eingesetzten Bakterien erreichen den Darm erst gar nicht lebend. Oder es kommen zu wenige dort an um eine entsprechende Wirkung entfalten zu können. Einer der Gründe ist, dass die Bakterien nicht resistent gegen Magensäure, Gallensalze und Verdauungsenzyme sind. So sterben sie auf ihrer Reise durch den Körper bereits vor ihrer Ankunft im Darm ab. Daher verwenden Hersteller von probiotischen Produkten meist speziell ausgewählte Stämme, die besonders robust und widerstandsfähig sind und die Reise bis in den Darm besser überstehen.

Probiotische Bakterien können sich auch nicht dauerhaft im Darm ansiedeln und verschwinden wieder vollständig, wenn sie nicht regelmäßig zugeführt werden. Um positive Wirkungen auf die Gesundheit erreichen zu können, müssen Probiotika daher regelmäßig zu sich genommen werden.

Wichtigste Voraussetzung ist jedoch, dass die Mikroorganismen überhaupt lebend in ausreichender Menge im Produkt bis Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums enthalten sind. Nicht bei allen probiotischen Produkten ist das gewährleistet.

Das Muss: Eigenschaften probiotischer Lebensmittel guter Qualität

„Probiotische Lebensmittel sind Lebensmittel, die Probiotika in einer Menge enthalten, bei der die probiotischen Wirkungen nach dem Verzehr eines derartigen Lebensmittels erzielt werden.“ (BfR, ehemals BgVV 1999: Arbeitsgruppe “Probiotische Mikroorganismenkulturen in Lebensmitteln”).

Probiotische Lebensmittel müssen grundsätzlich gesundheitlich völlig unbedenklich sein, auch wenn sie in größeren Mengen im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung verzehrt werden.

Folgende Eigenschaften zeichnen qualitativ besonders hochwertige probiotische Lebensmittel aus:

  • Die Produkte sind nach einer stabilen Rezeptur hergestellt und enthalten eine große Anzahl probiotischer Kulturen.
  • Die erwünschten Mikroorganismen sind zum Zeitpunkt des Verzehrs lebendig und in ausreichend großer Menge im Lebensmittel enthalten. Das setzt voraus, dass sie bei angemessener Lagerung über die gesamte Haltbarkeitsdauer des Produktes stabil bleiben.
  • Die Mikroorganismen müssen so beschaffen sein, dass sie die Magen-Darm-Passage überleben, um eine Wirkung im Darm entfalten zu können.
  • Weiterhin sollte die Wirksamkeit der Probiotika am Menschen in wissenschaftlichen Studien entsprechend den Vorgaben des BfR (ehemals BgVV (1999)) belegt sein. Dabei ist auch die Tatsache zu berücksichtigen, dass jede probiotische Kultur eigene, stammspezifische Effekte besitzt, und es daher notwendig ist, jede Kultur bzw. jedes damit angereicherte Produkt für sich zu überprüfen.



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