Gynäkologische Infektionen

Infektionen im Vaginalbereich sind für Frauenärzte und Geburtsmediziner keine Seltenheit, werden sie doch häufig damit konfrontiert. Nicht nur die richtige Diagnostik, sondern auch die richtigen Therapieempfehlungen können betroffenen Frauen dabei entscheidend helfen. Zahlreiche Frauenärzte diskutierten auf einem Symposium des Dr. Wolff Instituts in Bielefeld über dieses Thema

Postmenopausaler Östrogenmangel

Entzündungen in der Scheide sind bei Frauen, vor allem nach den Wechseljahren, keine Seltenheit, und gehen nicht selten auch mit Infektionen durch Bakterien oder Pilze einher. Trockenheit, Juckreiz, Brennen und auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sind die unangenehmen Begleiterscheinungen dieser sogenannten “postmenopausalgen Kolpitis”. Diese wird vor allem durch Gewebeschwund der Scheide und des äußeren Intimbereichs ausgelöst. Fast die Hälfte aller Frauen ist nach der Menopause davon betroffen. Immer noch zählt die lokale Hormonbehandlung mit Östrogenen als sichere Therapie, steht sie doch in Form von Cremes, Suppositiorien, Vaginaltabletten oder -ring zur Verfügung. Bei nur geringer Ausprägung können auch hormonfreie Medizinprodukte , wie etwa Gleitmittel, Feuchthaltemittel oder Cremes zur Anwendung kommen.

Milchsäure oder Milchsäure-Bakterien?

Vaginale Beschwerden, die mit Juckreiz, Brennen und Ausfluss einhergehen, können Zeichen einer Infektion mit Bakterien oder Pilzen sein. Diese Beschwerden müssen durch einen Arzt abgeklärt werden.Frauen, die zu wiederholten Scheideninfektionen neigen, können mit Milchsäure oder Milchsäure-Bakterien ein gesundes und damit abwehrstarkes Scheidenmilieu aufrechterhalten bzw. wiederherstellen und somit selbst dazu beitragen, Scheideninfektionen vorzubeugen.

Präparate mit Milchsäure sind sinnvoll, wenn in der Scheide noch ausreichend Milchsäure-Bakterien vorhanden sind, und die noch vorhandene Scheidenflora durch Ansäuerung unterstützt werden soll.
Die Anwendung von Milchsäure-Bakterien ist sinnvoll, wenn die Scheidenflora nachhaltig gestört ist und wieder aufgebaut werden soll.*

Gehören Sie zu den Frauen, die häufiger unter Scheideninfektionen leiden? Dann klicken Sie auf das Stichwort, das für Sie relevant ist. Dort erhalten Sie weitere Informationen. Sollten Sie kein Stichwort finden, das Ihre Situation beschreibt, mailen Sie uns Ihr Anliegen. Wir schicken Ihnen in Kürze eine Antwort.

Wann sollten Sie Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt aufsuchen?

  • wenn Sie die Beschwerden im Intimbereich zum ersten Mal haben
  • bei verstärktem Ausfluss, vor allem wenn Sie dies zum ersten Mal beobachten
  • wenn Sie wiederholt an Ausfluss leiden
  • wenn zusätzlich zum Ausfluss Bauchschmerzen und/oder Fieber auftreten
  • bei Schmerzen im inneren und äußeren Intimbereich
  • wenn Brennen, Juckreiz und Rötung im äußeren Intimbereich überhand nehmen
  • bei Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen
  • bei Blutspuren am Toilettenpapier nach dem Stuhlgang
  • bei allen Beschwerden im Intimbereich, wenn Sie schwanger sind

Weitere Informationen: www.vagisan.de




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