Keine Blutarmut mehr: Neues Blut für Nierenkranke

Chronische Nierenerkrankungen sind stark im Trend. Mehr als 500 Millionen Menschen sind weltweit davon betroffen. In Deutschland liegt die Zahl der dialysepflichtigen Patienten bei etwa 63.000 und nimmt jährlich um ca. 5% zu. Etwa 90% der Patienten leiden gleichzeitig an Blutarmut, die schon in sehr frühen Stadien der chronischen Nierenerkrankung auftritt: Die kranken Nieren produzieren nicht genügend Erythropoetin (EPO), den Wachstumsfaktor, der die Bildung von roten Blutkörperchen im menschlichen Organismus anregt. Der Mangel an roten Blutkörperchen bedingt eine Unterversorgung mit Sauerstoff. Das bedeutet noch weniger Leistungsfähigkeit für den Kranken.

Darüber hinaus schadet die renale Anämie auch Herz und Gefäßen: Das Herz versucht, den Mangel an Sauerstoff durch die erhöhte Pumpleistung auszugleichen. Das stresst zusätzlich und nicht zuletzt schreitet auch deshalb die Nierenerkrankung weiter fort.

Das neue Medikament braucht nur einmal pro Monat gespritzt zu werden. Für den Patienten bedeutet das ein Mehr an Lebensqualität. Auch deshalb, weil das Dialysepersonal durch das vereinfachte Management der Anämie mehr Zeit für den Patienten gewinnt. Die mit einem Nadelschutz versehenen Fertigspritzen verringern das Risiko von Stichverletzungen. Damit leisten sie einen Beitrag zum Gesundheitsschutz des medizinischen Personals.

Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren Nierenkranke am meisten von einem stabilen Hämoglobinwert im Bereich von 11 - 12 g/dl. In klinischen Studien mit weltweit 2.737 Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen, konnte gezeigt werden, dass mit Mircera® in der Korrektur-Phase bei intravenöser Gabe 93,3% und bei einer Injektion unter die Haut (subkutan) 97,5% der Patienten den Hämoglobin-Zielbereich von 11 g/dl erreichen. In der Erhaltungsphase pendelte sich der Wert bei allen Patienten im Zielbereich von 11 - 12 g/dl ein. Zu den Besonderheiten des neuen, gut verträglichen Präparats gegen die Blutarmut bei chronischer Nierenerkrankung zählt dessen lange Wirkdauer, die eine behutsame, aber stetige Anämiekorrektur ermöglicht. Patienten, die bereits auf kürzer wirksame Medikamente eingestellt sind, können sofort auf den neuen Aktivator einmal im Monat umgestellt werden.




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