Verbotener Textilfarbstoff in Lebensmitteln gefunden

  • Gefärbte Kekse
    Gefärbte Kekse - ©Pixabay
  • Lebensmittelfarben
    Lebensmittelfarben - ©Pixabay

Lebensmittelwissenschaftler der Universität Hohenheim haben einen intensiv rot färbenden Textilfarbstoff in Lebensmitteln entdeckt!
Dieser als „Hibiskus- und Rote-Bete-Extrakt“ bezeichnete Farbstoff sollte angeblich auf rein natürlicher Basis hergestellt worden sein und damit unbedenklich zum Färben von Lebensmitteln eingesetzt werden können.

Warum gibt es überhaupt Färbestoffe in Lebensmitteln?

Die Farbintensität von Lebensmitteln mit natürlichen Farbstoffen zu steigern, ist v. a. in der Fleisch- und Wurst-Industrie eine gängige Methode, Lebensmittel auch optisch attraktiver zu gestalten. Viele Wurstsorten sehen ohne Färbung nur grau und unappetitlich aus. Solange man auf rein natürliche färbende Stoffe zurückgreift, müssen diese färbenden Zusatzstoffe nicht mit E-Nummern deklariert werden.

Lebensmittelherstellern kam nun aufgrund des außerordentlich intensiven Färbetons dieses Extraktes der Verdacht, dass „Hibiskus- und „Rote-Bete-Extrakt“ nicht natürlicher Herkunft sein könnte und sendeten Proben des Färbemittels an das Labor in Hohenheim.

Die Wissenschaftler konnten nun den nicht für Lebensmittel zugelassene Azofarbstoff „Reactive Red 195“ aus drei Proben des Färbemittels extrahieren. Azofarbstoffe stehen im Verdacht, Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern auszulösen. Die Stiftung Warentest warnt seit Jahren davor.




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