Zwei-Putter-Strategie

Putten ist der einfachste Part beim Golfen und zugleich der wichtigste. Insbesondere für Profigolfer ist die Puttstatistik entscheidend für den Score und damit für die Chance das Turnier zu gewinnen und Preisgelder zu kassieren. Welche Möglichkeiten hat ein Spieler die Anzahl der benötigten Putts zu reduzieren? Wiestaw Kramski empfiehlt zwei Putter für den Bag und erklärt, was es mit der Zwei-Putter-Strategie auf sich hat.

Um die 71 Schläge pro Runde macht ein Profitourspieler im Jahresdurchschnitt. Dafür stehen ihm 14 Schläger zur Verfügung, von denen am Ende aber nicht jeder einzelne auch zum Einsatz kommt. Seinen Putter nutzt der Spieler dagegen dreißigmal pro Runde. Dabei ist kein Putt wie der andere. Und keineswegs jeder Putt wird auch mit einem Putter ausgeführt. Es kommt vor, dass Golfer bei einer ungünstigen Lage – etwa am Rand des Vorgrüns zum Rough zum Dreierholz greifen, um einzulochen. Profigolfer Phil Mikelson beispielsweise spielte seinerzeit bei einem Masters Turnier in Augusta mit zwei Drivern, obwohl er angeblich einen Driver nur ein Mal einsetzen konnte. Das hat natürlich seine Gründe.

Für einen guten Score sollte der Spieler deshalb besser auf zwei Putter vertrauen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Bei sehr langen Putts, also länger als 15 und bis zu 30 m, empfiehlt sich ein Putter mit einem längeren Schaft und einem etwas erhöhten Loft (zwischen 3 und 4 Grad). Diese Puttervariante eignet sich auch für das Putten über das Vorgrün und je nach Balllage auch für Putts aus dem kurzgeschnittenen Fairway. Zumindest wenn der Ball nicht zu weit vom Vorgrün entfernt liegt.

Für kurze downhill Putts verwendet man dagegen besser einen Putter mit Loft zwischen 1 und 2 Grad und speziellem Insert. So lässt sich die Richtung präzise angehen und Ungenauigkeiten des Balls werden vom Schläger absorbiert und bringen ihn früher zum Rollen. Grooves sind dagegen reines Marketing. Ich selbst spiele seit einigen Wochen mit zwei Puttern und nutze die 2-Putter-Strategie gerade beim Putten im Vorgrün mit Erfolg.

Je nach Puttstatistik kommt der Putter bei den weltbesten Pros auf den internationalen Touren pro Runde zwischen 28 und 31 Mal zum Einsatz. Mit großer Wahrscheinlichkeit zu etwa einem Drittel für längere und zu etwa zwei Drittel für kürzere Putts.




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