E-Mobilität ist in Deutschland und Europa ein zentrales Thema, und VW bleibt trotz der bestehenden Marktunsicherheiten einer der führenden Player in diesem Bereich. Die Marke setzt stark auf ihre ID-Familie (z. B. ID.3, ID.4 und ID.7, die zu Deutschlands beliebtesten Elektroautos gehören) und verfolgt eine breite Umstellung auf rein elektrische Modelle, auch im Kleinwagensegment. Deutschland ist inzwischen ein globales Zentrum der E-Mobilitätsproduktion und VW zielt darauf ab, den Verkauf von BEVs (batterieelektrischen Fahrzeugen) massiv zu steigern. Zugleich hat der Konzern Kostensenkungs- und Umstrukturierungsprogramme gestartet, um sich gegen die wachsende Konkurrenz aus China und den Margendruck zu behaupten. Dies beinhaltet Einsparungen bis 2028 und mögliche Werksanpassungen.
Im deutschen Markt zählt BMW zu den erfahreneren Akteuren im Bereich E-Mobilität. Die Münchner haben ihre Strategie um den “Neue Klasse“-EV-Plattformansatz aufgebaut, der direkte Nachfolger der bisherigen BEV-Modelle (batterieelektrischen Fahrzeugen) soll und mit einem starken Fokus auf Reichweite, Effizienz und neue Software-Architekturen ausgestattet werden. Regelmäßig präsentiert BMW neue EV-Modelle und stärkt so seine Position im Premium-E-Segment. Zu den neuesten Modellen gehört der iX3. Außerdem gibt es auch Konzepte für weitere elektrische Fahrzeuge.
Die Stuttgarter fahren mit der EQ-Reihe ebenfalls eine klare E-Mobilitätslinie an vollelektrischen Modellen (z. B. EQE, EQS, EQA). Wie gehabt setzt der Konzern verstärkt auf Premium-BEVs und will technologisch mit hoher Reichweite, Luxus-Segment und hochwertiger digitaler Ausstattung punkten – auch wenn der Preis vieler EQ-Modelle oberhalb staatlicher Fördergrenzen liegt. Die Marke passt ihr Portfolio laufend an Marktbedingungen und erwartet, dass E-Autos mittelfristig den Kernabsatz stellen. (Marktentwicklungen aus Zulassungszahlen und Branchenanalysen; z. B. VW-, BMW- und Mercedes-Absatzvergleiche).
Vor allem emotional mit stärkerem deutschem Design will sich Opel vom Konzernkern abgrenzen. Die Zukunft liegt bei Opel für eine stärker designorientierte Positionierung im E-Segment – etwa mit Grandland Electric oder Astra Electric.
Dabei sieht die Marke OPEL Elektromobilität als wichtigen, aber zugleich kreativen Teil ihrer Zukunft. Der Konzern-Mix „Multi-Energy“ bedeutet allerdings auch, dass Verbrenner länger im Portfolio bleiben als ursprünglich geplant, was auf aktuelle Nachfrageunsicherheiten hinweist. (
Während traditionelle Hersteller dominieren, zeigen sich chinesische EV-Marken wie Nio in Deutschland aktuell schwach: Im Januar 2026 wurde dort beispielsweise nur ein einziges Elektroauto zugelassen, während deutsche Marken deutlich höhere Zahlen erzielten. Dies illustriert, dass deutsche Marken im eigenen Lande derzeit die Nase vorn haben – trotz globaler Konkurrenz.
Deutschland ist einer der größten EV-Produzenten weltweit: Rund 1,67 Millionen elektrisch elektrifizierte Fahrzeuge (BEV + PHEV) wurden 2025 in Deutschland produziert, davon etwa 1,22 Millionen reine BEVs – ein Rekordniveau. Das macht Deutschland nach China zum zweitwichtigsten Standort für EV-Fertigung.
Politik und Förderung: Die Bundesregierung bringt neue E-Auto-Kaufprämien zurück (u. a. bis zu 6 000 €), was die Nachfrage stärken soll. Gleichzeitig wird am automobilbezogenen Strukturwandel gearbeitet – etwa über Dialoge zur Stärkung ostdeutscher Standorte und Sicherung von Arbeitsplätzen.
Ladeinfrastruktur-Push: Betreiber wie Ionity bauen in Deutschland - allerdings viel zu langsam - noch leistungsfähigere Ladepunkte (z. B. „Megawatt-Charging“) aus, was längere Strecken mit hohen Ladeleistungen erleichtern soll.
Die deutsche Autoindustrie und deren Hersteller treiben die E-Mobilitäts-Transformation aktiv voran – mit breiten BEV-(batterieelektrischen Fahrzeugen) Portfolios, starkem Produktionswachstum und neuer politischer Unterstützung. Gleichzeitig stehen Marken vor Herausforderungen wie sinkender Nachfrage in Segmenten, globalem Wettbewerb (insbesondere aus China) und der Notwendigkeit, Produktionskosten und Margen zu stabilisieren.